max. Größe 8 cm
Wasser-
temperatur
24 bis 28  °C
Wasserwerte PH: 6.5 - 7.5 pH

Lebensraum der Schwarzen Spitzschwanzmakropoden

Der Schwarze Spitzschwanzmakropode kommt an der Koramandel- und Malabarküste Indiens, sowie im Nordwesten von Sri Lanka vor. Frühere Fundortangaben von Sumatra, der Malaiischen Halbinsel oder gar aus Nordvietnam gelten als völlig unwahrscheinlich. Der Artname des Schwarzen Spitzschwanzmakropoden cupanus bezieht sich auf einen Fluss südlich von Chennay. Der Schwarze Spitzschwanzmakropode besiedelt in den Tiefebenen Gräben und kleinere Gewässer. Er soll dabei sogar bis in den Gezeitenbereich der Brackwasserzone vordringen. Er hält sich gerne unter überhängenden Pflanzen im Uferbereich auf.

Merkmale, Form und Färbung

Die aus Indien stammenden Männchen des Schwarzen Spitzschwanzmakropoden können bis zu 8cm lang werden, davon fällt ein Teil der Größe auf die lange, zu einer Spitze ausgezogenen Schwanzflosse. Die Körpergrundfärbung ist ein schlichtes Graubraun mit einem undeutlichen, dunkleren Fleck auf der Schwanzwurzel. Rücken-, After- und Schwanzflosse sind bei den Vertretern indischer Abstammung blau gesäumt. Bei den Spitzschwanzmakropoden aus Sri Lanka sind die Afterflosse und die untere Hälfte der Schwanzflosse dagegen rötlich gefärbt. Der dritte Strahl der Bauchflossen ist ausgezogen und hat eine leuchtend rote Farbe. Die Brustflossen dagegen sind farblos. Die Augen der Exemplare, die aus Sri Lanka stammen, haben eine rote Iris. Die Weibchen bleiben etwas kleiner und haben kürzere Flossen. Sie sind etwas blasser gefärbt als die Männchen, aber zur Laichzeit verfärben sie sich in ein tiefes Schwarz mit einem hellen Fleck auf der Schwanzwurzel.

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zwischen Schwarzem und Rotem Spitzschwanzmakropoden sind die parallel laufenden schwarzen Längsstreifen, die nur der Rote Spitzschwanzmakropode hat. Außerdem ist die Schwanzflosse des Roten Spitzschwanzmakropoden länger und noch stärker fadenförmig verlängert als bei der Schwesterart.

Biologie und Verhalten der Schwarzen Spitzschwanzmakropoden

Das Männchen des Schwarzen Spitzschwanzmakropoden baut ein Schaumnest und kümmert sich um die Brut, während das Weibchen das gemeinsame Revier verteidigt. Die Spitzschwanzmakropoden sind aber recht friedlich gegenüber Beckengenossen aus anderen Zierfischgruppen und können deshalb auch gut im Gesellschaftsbecken gepflegt werden.

Haltung der Schwarzen Spitzschwanzmakropoden im Aquarium

Im Gegensatz zu seiner geringen Körpergröße ist der Schwarze Spitzschwanzmakropode sehr lebhaft, ständig in Bewegung und braucht deshalb auch ein entsprechend großes Aquarium. Das Becken sollte hell stehen und einen dunklen Feinkies als Bodengrund haben. Sonst fühlen sich die Fische nicht wohl und zeigen nicht ihre ganze Farbenpracht. Feinfiedrige Stängelpflanzen für den Hintergrund und die Seiten es Aquariums sollten ebenso wenig fehlen wie ein oder zwei größere Solitärpflanzen in der Beckenmitte und eine Schwimmpflanzendecke. Die Wasserwerte sind nicht entscheidend; das Wasser muss jedoch chlorfrei sein und sollte über einen Torfzusatz gefiltert werden, sodass sich das Aquarienwasser hell-braun färbt. Der Schwarze Spitzschwanzmakropode ist jedoch kein Bewohner cola-farbener Moorgewässer. Zu saures Aquarienwasser verträgt er nicht. Eine Zugabe von Erlenzapfen und Herbstlaub – wie für die Schokoladenguramis empfohlen – sollte beim Spitzschwanzmakropoden daher tunlichst unterlassen werden. Es reicht aus, ein Viertel des Wassers alle 2 Wochen zu wechseln. Das Aquarium sollte Temperaturen zwischen 25 und 28 Grad Celsius haben; ein kurzfristiges Unterschreiten dieser Temperaturgrenze wird aber gut vertragen und stärkt die Widerstandskraft der Fische gegenüber Krankheiten. Neben Lebendfutter nehmen die Spitzschwanzmakropoden nach einer Eingewöhnungszeit auch Frost- und Trockenfutter an. Man sollte aber immer sparsam füttern, da sich die Fische in ihrer Gier leicht überfressen und dann an Leberverfettung eingehen könnten.

Nachzucht der Schwarzen Spitzschwanzmakropoden unter Aquarienbedingungen

MEYER (1989) zufolge steigert Algenaufwuchs und ein sonnenbeschienenes Becken die Laichbereitschaft des Schwarzen Spitzschwanzmakropoden. Der Wasserspiegel wird auf 10 bis 15cm gesenkt, die Wassertemperatur auf 28 bis 29 Grad Celsius erhöht. Aber auch einige großblättrige Wasserpflanzen sowie einige Schwimmpflanzen dürfen nicht fehlen. Andere Autoren empfehlen eine halbierte Kokosnussschale als Bruthöhle. Das Männchen legt nun sein Schaumnest unter einem größeren Schwimmblatt an der Wasseroberfläche oder unter dem Dach der Höhle an. Seine Laichbereitschaft signalisiert das Weibchen durch die eingangs erwähnte intensive Schwarzfärbung. Das Männchen beginnt zu balzen, während das Weibchen mit dem Kopf nach unten steht und schaukelnde Bewegungen dabei vollzieht. Dabei wird es ständig vom Männchen umkreist. Dann fordert das Männchen sein Weibchen auf, ihm zum Schaumnest zu folgen. Das Weibchen wird umschlungen, vom Männchen auf den Rücken gedreht, sodass es seien Eier abgeben kann. Die Eier sind schwerer als Wasser und sinken daher zu Boden. Noch während das Weibchen in seiner Laichstarre verharrt, beginnt das Männchen die Eier einzusammeln und ins Nest zu spucken. Schließlich beteiligt sich auch das Weibchen an der Suche und dem Einsammeln der Eier. Während in der Folgezeit sich das Männchen um das Nest und die ausschlüpfende Larvenbrut kümmert, bewacht und verteidigt das Weibchen das gemeinsame Revier.

Eine Besonderheit in der Fortpflanzungsstrategie der Schwarzen Spitzschwanzmakropoden ist, dass das Weibchen bereits wieder Eier legen kann, während das Männchen noch das Schaumnest mit den Fischlarven betreut. Das Weibchen beginnt daher mit dem Bau eines zweiten Schaumnestes, quartiert die Jungfische aus dem ersten Nest hierher um und produziert ein neues Gelege, welches dann wieder vom Männchen und Weibchen eingesammelt und in das erste Schaumnest bugsiert wird. Dann übernimmt das Männchen die Obhut dieses neu „bestückten“ Schaumnest, während sich das Weibchen um die Jungfische in Schaumnest Nr.2 kümmert.

Nach einiger Zeit verlassen die flügge gewordenen Jungfische das Nest. Die Alttiere kümmern sich nicht weiter um sie und stellen ihnen auch nicht nach. Die umher schwimmenden Jungfische werden in den ersten Tagen mit feinstem Zooplankton wie Pantoffeltierchen, Rädertierchen und anderen Infusorien, später mit frisch geschlüpften Artemia-Nauplien versorgt.

LINKE,H. (1980): Farbe im Aquarium -Labyrinthfische.- Tetra Werke (Melle).
MEYER,R. (1989): BI-Lexikon-Aquarienfische.- Bibliographisches Institut Leipzig.
ROSSMANN,K.H. (2010): Pseudosphromenus cupanus.- Galerienprotraits.- Internationale Gemeinschaft frü Labyrinthfische.- http://joomla.igl-home.de/index.php?option=com_content&view=article&id=153&catid=51&Itemid=78&lang=de
VIERKE,J. (1978): Labyrinthfische und verwandte Arten.- Engelbert Pfriem Verlag (Wuppertal-Elberfeld).

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