Allerdrings gibt es auch limnologische Unterscheide zwischen Malawi- und Tanganjikasee: Das Wasser im Tanjanjikasee ist wesentlich alkalischer (pH 9) als im Malawisee (pH 8,4), die Gesamthärte doppelt so hoch (Tanganjikasee 11°dGH, Malawisee 5°dGH), die Karbonathärte 2 1/2x so hoch (Tanganjikasee 17°dKH, Malawisee 7°dKH), und die elektrische Leitfähigkeit fast 3mal so hoch (Tanganjikasee 620µS, Malawisee 220µS). Allerdings sind die Malawibuntbarsche recht anpassungsfähig an den Wasserchemismus, in keinem Fall darf der pH-Wert aber unter 7 (besser 7,5) absinken. Wenn man überhaupt Wasserpflanzen in einem Buntbarschbecken anpflanzt, sollte man wenigstens auch auf eine CO2-Düngung verzichten, da dies den pH-Wert unweigerlich in den sauren Bereich sinken lässt. Die Wassertemperatur sollte wenigstens 22°C, höchstens 29°C betragen. Für die meisten Buntbarscharten aus dem Malawisee ist ein mittlerer Temperaturbereich zwischen 24 und 26°C optimal. Der Malawisee hat eine große Sichttiefe und ist ein recht sauberes Gewässer. Daher muss man auch im Malawibecken für sauberes, gut gefiltertes und klares Wasser sorgen. Wichtig sind daher eine leistungsstarke Filteranlage und eine kräftige Belüftung zur Sauerstoffversorgung, da Wasserpflanzen als Sauerststoffspender im Buntbarschbecken keine Rolle spielen.

Grundsätzlich sollte ein Malawibecken so groß wie möglich sein. Das liegt nicht etwa daran, dass die Malawibuntbarsche besonders groß wären. Die meisten Arten zählen eher zu den mittelgroßen Exemplaren zwischen 10 und maximal 15cm Körperlänge. Der große Platzbedarf der Fische ist darauf zurückzuführen, dass sich Malawibuntbarsche bis auf wenige Ausnahmen nicht als Pärchen pflegen lassen. Ein echte Paarbindung gehen diese Buntbarsche meist auch gar nicht ein. Als Maulbrüter kümmern sich nur die Weibchen um die Fischbrut. Die Männchen sind dagegen ständig auf der Balz und auf der Suche nach neuen Weibchen. Alle nicht laichbereiten, paarungsunwilligen Weibchen werden gnadenlos aus dem Revier der Männchen vertrieben. Deshalb sollte man Malawibuntbarsche immer im Harem halten, d.h. pro Männchen mehrere Weibchen. Aber auch die Weibchen können recht aggressiv werden. Um die innerartliche Aggression zu dämpfen, sollte man die Fische soweit möglich im Gesellschaftsbecken halten. Auch im Malawisee selbst sind es die Fische ja gewohnt, auf engstem Raum mit anderen Arten zusammenzuleben. Um koexistieren zu können, hat jede Art ihre ganz spezielle ökologische Nische entwickelt. Auch im Aquarium sollte man deshalb Buntbarsche zusammenpflegen, die aus einem gleichen oder ähnlichen Lebensraum stammen (z.B. Bewohner des Felslitorals oder Bewohner des Felslitorals zusammen mit Bewohnern aus dem Übergangsbereich von Fels- zu Sandlitoral), aber unterschiedliche Nahrungsansprüche stellen.

Die meisten Malawibuntbarsche stammen aus dem Felslitoral oder der Geröllzone. Entsprechend muss man für standsichere Steinaufbauten sorgen, die im Beckenhintergrund möglichst bis dicht unter die Wasseroberfläche reichen sollten, einige Durchbrüche zum Hindurchschwimmen haben und vor allem viele Ritzen und kleinere Höhlen als Versteckmöglichkeiten haben sollten. Die verwendeten Steine dürfen jedoch nicht scharfkantig sein, um Verletzungen der Fische zu vermeiden. Man nimmt stattdessenn glatte, runde Steine; die lassen sich später von den Fischen am besten abweiden. Oft wird kalkhaltiges Lochgestein empfohlen, welches auch Härtebildner an das Wasser abgibt. Allerdings hat dies Lochgestein meist nur kleine Öffnungen und Poren, zu klein, als das sie den Buntbarsche als Unterschlupf dienen könnten. In jedem Fall ist es äußerst wichtig, dass die Steinaufbauten absolut standsicher verankert werden und dass alle Steine so miteinander verkeilt oder verbunden werden, dass sie nicht verrutschen können. Größere Buntbarsche gehen nicht zimperlich mit der Beckeneinrichtung um. Verrutschte Steine, die den Frontschreibe des Aquarium durchschlagen, könnten katastrophale Flogen haben. Auch muss berücksichtigt werden, dass solche Stein- und Felsaufbauten das Gesamtgewicht des Aquariums erhöhen können. Deshalb ist ein solider Unterschrank und passgenaue Moosgummi- und Styroporplatten unter dem Glasboden des Aquariums besonders wichtig.

Ein Bodengrund aus Sand oder Feinkies ist nur dann notwendig, wenn es sich um Buntbarsche der Sandzone oder aus dem Übergangsbereich von Fels- zu Sandlitoral handelt. Einige Bewohner der Sandzone brauchen leere Schneckengehäuse, in die sie sich schutzsuchend zurückziehen können. Einige Buntbarschmännchen legen eine flache Sandgrube an, in die sie die Weibchen zur Paarung hinein zu locken versuchen. Andere Malawi-Buntbarsche laichen auf flachen Steinen ab, oft mit einem schützen Felsvorsprung darüber.

Im Becken sollte man für einen farbigen, dunklen Hintergrund sorgen. Dann kommen auch die Farben der Buntbarsche am besten zur Geltung. In einem nach allen Seiten hin offenen, transparenten Aquarium fühlen sich die wenigsten Fische wohl.

Man muss sich von vorneherein darüber im klaren sein, dass afrikanische Buntbarsche und eine üppig bepflanzten Unterwasserlandschaft nicht zusammen passen. Will man nicht ganz auf Pflanzen verzichten, dann sollte man auf robuste, breitblättrige Arten zurückgreifen wie die Anubis-Arten, Farne der Gattungen Microssorium und Bolbitis. Der Aquarienfachhandel bietet ein komplettes Sortiment sogenannter Barschpflanzen an. In jedem Fall sollte das Aquarium nur sparsam bepflanzt werden, damit der Freiraum zum Schwimmen der Fische nicht eingeschränkt wird. Einige Buntbarscharten leben in den Vallisnerienwiesen der Sand- und Schlammzone; für diese Arten kann man natürlich auch Schraubenvallisnerien oder andere Valliesnerienarten für ein biotopgerechtes Aquarium verwenden.

Schabemundbuntbarsche raspeln mit ihrem unterständigen Maul und ihren dazu geeigneten Zahnreihen systematisch Aufwuchsalgen ab. Auch andere Vertreter der sogenannten Mbuna-Felscichliden suchen ihre Nahrung im Aufwuchsrasen auf den Felsen. Man kann versuchen, durch eine intensive Beleuchtung des Beckens einen entsprechenden Algenaufwuchs heranzuziehen. Nur selten wird das reichen, sodass man auf eine Zufütterung mit Spirulina-Algenpulver und pflanzlichem Trockenfutter nicht verzichten kann. Andere Buntbarsche suchen im Sand nach Kleinkrebsen und anderen Wirbellosen oder picken sich solche Kleinlebewesen gezielt aus dem Aufwuchsrasen heraus. Buntbarsche der Freiwasserzone, die in Schwärmen über das Sand- und Schlammlitoral hinweg ziehen, ernähren sich von Zooplankton. Zwar sind die meisten Buntbarscharten als Allesfresser an handelsübliches Lebend-, Frost- und Flockenfutter zu gewöhnen, die Hauptnahrung sollte jedoch immer ihrem Ernährungstyp entsprechen.

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