max. Größe 12 cm
Haltung einfach
Wasser-
temperatur
24 bis 27  °C
Wasserwerte PH: 7.5 - 8.5 pH
GH: 5 - 19 °dH
Zucht einfach

Lebensraum des Gelben Kaiserbuntbarschs

Der Gelbe Kaiserbuntbarsch kommt im Malawisee in drei eng begrenzten, aber voneinander getrennten Arealen im Südwesten des Sees vor: Das sind zum einen die unmittelbare Umgebung der Maleri-Inseln, zweitens die Chidunga Rocks in der Nähe von Chipoka und schließlich das Nkhomo Reef in der Nähe von Benga. Von diesem dritten Fundort aus wurde der Gelbe Kaiserbuntbarsch bereits Ende der 1970-ziger Jahre als Aquarienfisch in Deutschland eingeführt, damals unter verschiedenen Handelsnamen wie New Yellow Regal, Benga oder Nkhomo. Erst 1985 wurde dieser Malawibuntbarsch auch wissenschaftlich als eigenständige Art beschrieben. Der Gelbe kaiserbuntbarsch zählt zu den sogenannten Fels-Aulonocara, auch wenn er sich nicht direkt an den steilabfallenden Felsküsten aufhält, sondern im Übergangsbereich von Fels und Sandflächen. Ähnlich wie die echten Sand-Aulonocara-Buntarsche sucht er im Sand nach Kleintieren, von denen er sich hauptsächlich ernährt. Die drei Populationen im Malawisee unterschieden sich geringfügig in der Färbung. Aber alle ausgewachsenen Männchen einen blauen Kopfbereich, während der übrige Körper eine gelbe Grundfärbung aufweist. Seltener findet man auch völlig gelb gefärbte Männchen im See.

Merkmale, Form und Färbung

Beim Gelben Kaiserbuntbarsch sind die Geschlechter unschwer zu unterscheiden: Das Männchen wird maximal 12cm lang, das Weibchen bleibt kleiner. Körper und Flossen sind bei den ausgewachsenen Männchen fast ausschließlich goldgelb gefärbt. Nur die untere Kopfpartie erscheint bei ihnen in einem metallischen Blauton. Auf der Schwanzflosse ist über blauem Grund ein Muster aus goldgelben Längsstreifen zu erkennen. Die Weibchen sind wesentlich schlichter gefärbt und schwer von anderen Aulonocara-Weibchen zu unterscheiden. Sie haben eine olivgraue bis beige-graue Körpergrundfärbung, über die sich zwischen Kiemendeckelhinterrand und dem Ansatz der Schwanzflosse bis zu 11 dunklere Querstreifen hinziehen. Jungfische sind ähnlich wie die Weibchen gefärbt. Auch die halbwüchsigen Männchen behalten noch lange Zeit dieses schlichte Farbkleid, wenn sich in der Gruppe gleichzeitig ein dominantes, voll ausgefärbtes Männchen befindet. Daher kann es passieren, dass sich ein vermeintliches Weibchen im Aquarium später als Männchen entpuppt. Wie alle Aulonocara-Arten haben auch die Gelben Kaiserbuntbarsche im Kopfbereich die größeren Poren als Teil des Seitenlinienorgans. Man vermuten dass sie mit Hilfe dieser Sinnesgruben die im Sand verborgenen Wirbellosen anhand der durch die Bewegungen der Kleintiere ausgelösten schwachen Druckwellen Orten können und dann danach gezielt im Sand suchen.

Neben der Wildform des Gelben Kaiserbuntbarsches bietet der Zoofachhandel seit geraumer Zeit einige Zuchtformen an, die sich zum Teil erheblich in ihrem Farbkleid von der Stammform unterscheiden, darunter den Roten Kaiserbuntbarsch Aulonocara baenschi Red Rubin. Auch diese Männchen haben eine metallisch blau glänzende Kopfpartie, der übrige Körper ist aber rötlich statt goldgelb gefärbt. Auf der Schwanzflosse sind rötliche und hellblaue Längsstreifen zu sehen. Die Weibchen mit ihrem schlichten Graubraun und den dunklen Querstreifen denen der Wildform.

Haltung des Gelben Kaiserbuntbarschs im Aquarium

Für die artgerechte Haltung von Gelben Kaiserbuntbarschen sollte das Aquarium eine Beckenlänge von wenigstens einem Meter haben. Die Steinaufbauten im Hintergrund sollten viele Höhlen und Nischen aufweisen, die den Fischen Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten bieten. Diese Steinaufbauten sollten bis dicht unter die Wasseroberfläche reichen, damit die Buntbarsche im Schutz dieser Felswand auch die oberen Wasserschichten als Schwimmraum nutzen. Wichtig ist eine Sandfläche im Vordergrund des Beckens, in der die Buntbarsche nach Tubifex und anderem Lebendfutter wühlen können. Die Gelben Kaiserbuntbarsche lassen Wasserpflanzen weitgehend unbehelligt; daher kann man das Aquarium auch in den Randbereichen bepflanzen – am besten mit robusten Anubias-Arten oder auf Stein aufgebundenem Javamoos. Einige exponierte Steine oder andere Geländemarken dienen den Männchen als Reviergrenzen für ihre Territorien. Da die Männchen ihre Weibchen immer wieder verfolgen, sollten sie nicht paarweise gehalten werden sondern im Geschlechterverhältnis von Männchen zu Weibchen wie 1:2 oder 3. Aus dem gleichen Grund empfiehlt es sich die Gelben Kaiserbuntbarsche mit anderen Cichliden aus dem Malawisee zu vergesellschaften. Dazu kommen aber nur ruhige und wenig aggressive Arten infrage, die die wenig durchsetzungsfähigen Männchen des Gelben Kaiserbuntbarsches nicht zurückdrängen.

Nachzucht der Gelben Kaiserbuntbarschs

Für die Erhaltungszucht reicht es, wenn man die Elterntiere im Gesellschaftsbecken lässt. Die Gelben Kaiserbuntbarsche sind Maulbrüter, wobei das Weibchen die Brutpflege übernimmt. Daher ist es wichtig, dass das Weibchen einen Unterschlupf hat, wohin es sich zurückziehen kann und vor den Nachstellungen balzwütiger Männchen sicher ist. Als Laichplatz wird ein flacher Stein in einer Höhle oder einem Unterstand bevorzugt, der also von oben geschützt ist. Die Entwicklung vom Ei über das Larvenstadium bis zum freischwimmenden Jungfisch nimmt bei Wassertemperaturen um die 26°C rund drei Wochen in Anspruch. Legt man Wert auf produktive Nachzucht mit möglichst vielen Jungen, dann sollte man das maulbrütende Weibchen in ein separates Aufzuchtbecken umsetzen. Aber erst, wenn die Larvenentwicklung nahezu abgeschlossen ist. Sonst kann es passieren, dass das Weibchen beim Herausfangen die Eier und kaum entwickelten Larven ausspuckt. Auch wenn die Jungfische ihre ersten Freischwimmversuche unternehmen, werden sie noch für eine weitere Woche von der Mutter betreut und nehmen bei Gefahr Zuflucht in ihrem Maul. Die Jungfische kann man mit Staubfutter, später mit Artemia-Nauplien versorgen.

MAYLAND,H.J. (1986): Buntbarsche Afrikas.- (Econ Taschbuch Verlag, Düseldorf).
STEACK,W. & H.LINKE (1995): Afrikanische Cichliden II. Buntbarsche aus Ostafrika – ein Handbuch für Bestimmung, Pflege und Zucht – (Tetra Verlag, Melle), S. 29-30.

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