Übersicht der Afrikanischen Zwergbuntbarsch-Arten

Gattung Anomalochromis

Der einzige Vertreter der Gattung Anomalochromis ist der Afrikanische Schmetterlingsbuntbarsch. Er ist zugleich auch der einzige Offenbrüter und Substratlaicher. Die Eierwerden auf flachen Steinen abgelegt und die Brut und die Jungfische von beiden Eltern betreut. Eine weitere Besonderheit dieser Schmetterlingsbuntbarsche ist ihre Leidenschaft für Wasserschnecken. Ins Aquarium eingesetzt, räumen sie bald, zumindest unter den kleineren Schnecken, auf.

Gattung Nanochromis

Die Kongo-Cichliden der Gattung Nanochromis sind dagegen Höhlenbrüter. Sie brauchen daher auch im Aquarium viele Steinaufbauten und Höhlen, die sie sich aber selbst auswählen und freischaufeln. Nanochromis-Arten sind monogame Höhenbrüte, bei denen meist das Weibchen die Brutpflege übernimmt. Nach dem Freischwimmen der Jungfische kümmern sich aber beide Elterntiere um ihren Nachwuchs. Auch für die kleineren Arten richtet man ein gut strukturiertes Becken mit vielen Steinen, Wurzeln und anderen Versteckmöglichkeiten ein, denn die Männchen setzen ihren Weibchen arg zu. Verletzungen mit Todesfolge sind keine Seltenheit. Ihre ganze Farbenpracht zeigen die Kongo-Cichliden nur unter optimalen Milieubedingungen. Arten aus dem dichten Regenwald, wie die Nanochromis transvestitus, brauchen saures und extrem weiches Wasser. Arten aus dem unteren Kongo River dagegen eher mittelhartes, leicht alkalisches Wasser.

Gattung Pelvicachromis

Die Prachtbuntbarsche der Gattung Pelvicachromis sind ebenfalls Höhlenbrüter. Fast immer kümmert sich bei ihnen das Weibchen um die Brutpflege. Sie sind aktiver bei der Balz und, eine Ausnahme unter den Zierfischen, auch prächtiger gefärbt. Nachdem die Jungfische ihre Bruthöhle verlassen haben, werden sie aber von beiden Eltern geführt und beschützt. Die Pelvicachromis-Arten sind durchweg friedlich und können gut mit anderen, friedlichen Zierfischen aus dem Kongobecken vergesellschaftet werden.Sie besiedeln in der Natur die kleineren Fließgewässer der Regenwälder. Typisch für diese Habitate sind die tiefwurzelnden Wasserlilien. Zwischen diesen Wurzeln legen die Fische dann ihre Bruthöhlen an.

Gattung Pseudocrenilabrus

Die drei fürs Aquarium geeigneten Pseudocrenilabrus-Arten sind Maulbrüter, wobei die Brut vom Weibchen ausgetragen wird. Nachdem die Jungfische die schützende Maulhöhle verlassen haben, werden sie weiter von der Mutter geführt und betreut. Die Männchen beschränken sich dagegen auf ihre Balzrituale und die Paarung. Da sie ständig auf der Suche nach Partnerinnen sind, hält man am besten ein Männchen mit mehreren Weibchen. So stellt das Männchen nicht ständig einem einzigen Weibchen nach, welches sonstunter Dauerstress steht. Am besten wird das Weibchen kurz vor dem Ende der Tragzeit in ein separates Aufzuchtbecken gesetzt. Im Übrigen sind die Maulbrüter unter AfrikasZwergbuntbarschen recht anspruchslos gegenüber den Milieubedingungen. Nur sehr saures und weiches Wasser vertragen sie nicht. Sie stammen aus dem Süden oder Osten Afrikasund besiedeln die unterschiedlichsten Gewässertypen. Besonders groß ist das Verbreitungsgebiet des Messingbuntbarsches, welcher sich in drei Unterarten und mehrere Lokalformen aufteilt. Die Männchen sind größer und farbenprächtiger als die Weibchen und von diesen auch leicht, anhand der länger ausgezogenen Flossen, zu unterscheiden.

Gattung Steatocranus

Die Buckelkopfbuntbarsche der Gattung Steatocranus sind eine größere Gruppe von Bewohnern der Stromschnellen und schnell fließenden Flussabschnitten im Kongo und seinen Zuflüssen. Die Männchen fallen vor allem durch ihren stark aufgewölbten Buckel auf der Kopfoberseite auf. Allerdings ist nur der Zwergbuckelkopfbuntbarsch Steatocranus ubanguiensis klein genug, um zu den Zwergbuntbarschen gezählt werden zu können. Die anderen Arten, ähnlich in der Körperform, werden deutlich größer. Alle sind typische Bodenfische mit einer reduzierten Schwimmblase. Sie raspeln und rupfen vor allem die Aufwuchsalgen auf den Steinen in den Flüssen ab und brauchen deshalb auch im Aquarium Spirulina-Pulver und pflanzenreiche Nahrung. Auch die Zwergbuckelkopfbuntbarsche sind Höhlenbrüter. Hier balzt vor allem das Weibchen sein Männchen an. Im hintersten Winkel einer Steinhöhle oder unter lose aufliegenden Steinplatten legt das Weibchen die Eier ab. Nach rund 2 Wochen verlassen die Jungfische den Schutz der Höhle. Erstaunlicherweise übernimmt bei den Buckelkopfcichliden das Männchen die Brutpflege, während das Weibchen sich darauf beschränkt, das Brutrevier gegen Eindringlinge zu verteidigen.

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