Südamerikanische Zwergbuntbarsche Arten – Alle Fische im Überblick

Als Zwergbuntbarsche werden jene Buntbarsche bezeichnet, deren Endgröße unter 10 cm liegt. Neben ihrer geringen Größe macht auch die prachtvolle Färbung insbesondere die südamerikanische Zwergbuntbarsche zu beliebten Aquarienpfleglingen.

Zusätzlich warten sie mit einer hohen Artenvielfalt auf, denn über 150 verschiedene südamerikanische Zwergbuntbarscharten sind bekannt. Wer also einen Blickfang in Bodennähe sucht, der wird in dieser Gruppe garantiert fündig.

Fische Finder

Hier kannst Du Zwergbuntbarsche (Amerika) nach Eigenschaften und Aquariums-Parametern durchsuchen. Alle Angaben sind optional.

Eigenschaften

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Wasserparameter und Aquarium

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Sortierung

Aquarium für Zwergbuntbarsche einrichten

Aquariengröße

Südamerikanische Zwergbuntbarsche haben nur ein geringes Schwimmbedürfnis. Die Aquariengröße richtet sich daher in erster Linie nach ihrem Revierverhalten. Kleinere Arten können Sie als Paar oder im Harem daher schon in handelsüblichen 54 Liter Becken halten.

Aquarium für Südamerikanische ZwergbuntbarscheFoto: Pavaphon Supanantananont / shutterstock.com

In größeren Becken können Sie zwei oder mehr Arten pflegen. Was sie jedenfalls vermeiden sollen ist die Haltung von mehr als einem Männchen einer Art, egal wie groß Ihr Aquarium sein sollte.

Bodengrund

Südamerikanische Zwergbuntbarsche nehmen ihre Nahrung gemeinsam mit dem Bodengrund auf, kauen diesen im Mund durch und spucken nur den Sand wieder aus.

Verhalten dieser ZwergbuntbarscheFoto: Desmo_Tokyo / shutterstock.com

Dieses Verhalten ist wichtig für die artgerechte Haltung, weswegen Sie zumindest einen Bereich Ihres Aquariums mit feinem Sand bestücken sollten.

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Pflanzen

Es werden keine besonderen Ansprüche an Pflanzen gestellt. Sie können Ihr Aquarium mit Pflanzenarten ausstatten, die Ihnen gefallen und die dieselben Wasserwerte benötigen wie Ihre Fische.

Beachten Sie nur, dass manche Südamerikanische Zwergbuntbarsche Haftlaicher sind. Das bedeutet, dass sie ihre Eier an Pflanzen oder Wurzeln ablegen. Für diese Tiere sollten Sie Pflanzen mit großflächigen Blättern bereitstellen.

Schwertpflanzen

Schwertpflanzen werden besonders gerne als Laichplatz benutzt.

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Wasserwerte

Da Zwergbuntbarsche in erster Linie aufgrund ihrer Körpergröße zu einer Gruppe zusammengefügt werden, lässt sich keine einheitliche Aussage zu ihren bevorzugten Wasserwerten tätigen.

Machen Sie sich vor dem Kauf daher darüber schlau, wie das Wasser für Ihre bevorzugte Art beschaffen sein sollte. Lernen Sie auch unbedingt den wissenschaftlichen Namen der Art. Die Benennung im Deutschen ist nämlich nicht einheitlich bzw. für manche Arten gar nicht vorhanden.

Ein möglichst keimfreies Becken ist für die Haltung von Zwergbuntbarschen Pflicht. Da die Tiere belastetes Wasser nur schwer vertragen, sollten Sie auf einen leistungsstarken Filter setzen. Wöchentliche Wasserwechsel von 25% und mehr sowie eine geringe Besatzdichte kommen den Ansprüchen zusätzlich entgegen.

Artgerechte Haltung von Zwergbuntbarschen

Zwergbuntbarsche gelten als charakterstarke Tiere, die anderen Beckenbewohnern entweder lästig werden können oder friedlich neben diesen leben. Damit in Ihrem Aquarium keine Unruhen entstehen, sollten Sie einige Punkte berücksichtigen.

Sozialverhalten innerhalb der Art

Männliche Zwergbuntbarsche zeigen ein ausgesprochenes Revierverhalten. Besonders während der Brutzeit kämpfen die Männchen regelmäßig an den Reviergrenzen. Um diese Konflikte gar nicht erst zu fördern, sollten Sie stets nur ein Männchen einer Art im Aquarium halte.

Unser Tipp

Kokosnussschalen sind ideale Laichhöhlen für Zwergbuntbarsche.

Paarweise Haltung ist möglich, aber wenn es der Platz zulässt, sollten Sie lieber zu mehreren Weibchen greifen, um die Aufmerksamkeit des Männchens auf diese aufzuteilen.

Stellen Sie mehrere Laichplätze zur Verfügung, unter denen die Weibchen wählen können. Je nach Art werden großblättrige Pflanzen oder Höhlen bevorzugt.

Höhlen für die Südamerikanische ZwergbuntbarscheFoto: Desmo_Tokyo / shutterstock.com

Südamerikanische Zwergbuntbarsche vergesellschaften

Wenn der Platz ausreicht, spricht nichts gegen die Haltung mehrere Zwergbuntbarscharten im selben Aquarium. Beachten Sie aber, dass sich alle Arten in Bodennähe aufhalten und Anspruch auf ein Revier stellen.

Hinweis

Mit größeren Wurzeln oder Steinaufbauten können Sie Ihr Aquarium geschickt strukturieren.

Andere friedliche Fische aus demselben Lebensraum haben sich als ideale Vergesellschaftung erwiesen. Dazu gehören insbesondere Panzerwelse und diverse Salmlerarten.

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Mit Harnischwelsen kommt es hin und wieder zu Streitereien um die besten Höhlen. Sie sollten eine solche Vergesellschaftung daher eher vermeiden.

Lieblingsfutter und gesunde Ernährung

Prinzipiell nehmen die meisten Zwergbuntbarscharten sämtliche herkömmliche Trockenfuttersorten an, also Flocken, Tabletten oder Granulat.

Futter und Ernährung der Südamerikanischen ZwergbuntbarscheFoto: Christian Nilsen / shutterstock.com

Da die Tiere aber reine Fleischfresser sind, sollten Sie auch regelmäßig Frost- oder Lebendfutter reichen. Damit fördern Sie auch die natürliche Farbenpracht der Fische.

Tubifex

Tubifex graben sich in den Bodengrund ein und fördern daher das natürliche Verhalten der Zwergbuntbarsche, die bei der Nahrungssuche gerne Sand durchwühlen.

Zucht und Vermehrung

Paarungsbereitschaft zeigen viele Arten durch intensive Farbänderungen.

Voraussetzungen

Wenn Sie Ihre Zwergbuntbarsche züchten wollen, sollten Sie über mehrere Wochen hinweg ausschließlich hochwertiges Lebend- oder Frostfutter füttern.

Eier der ZwergbuntbarscheFoto: NERYXCOM / shutterstock.com

Eine weitere wichtige Voraussetzung sind die richtigen Wasserwerte. Die meisten Zwergbuntbarsche bevorzugen weiches, saures Wasser. In härterem Wasser lassen sie sich zwar halten, die Tiere schreiten dann aber nicht zur Zucht.

Zuchtbecken

Richten Sie ein eigenes Zuchtbecken mit den passenden Wasserwerten ein. Die Jungtiere lassen sich dann besser gezielt füttern als im Gesellschaftsaquarium.

Ablaichen und Brutpflege

Da je nach Art die Weibchen oder beide Eltern intensive Brutpflege betreiben, gelingt die Nachzucht unter Umständen sogar im Gesellschaftsbecken. Wichtig sind der passende Platz zum Ablaichen, was entweder eine Höhle oder ein großes Blatt sein kann.

Die Jungfische

Die Jungfische zehren in den ersten Tagen von ihrem Dottersack. Auch nach dem Freischwimmen werden sie oft noch von ihrer Mutter als Schwarm durchs Becken geführt.

Zucht und Jungfische der ApistogrammaFoto: Desmo_Tokyo / shutterstock.com

Da die Jungtiere zu Beginn sehr klein sind, sollten Sie mit Infusorien oder Artemianauplien füttern. Dann wachsen sie aber sehr rasch und Sie können bald auf größeres Lebendfutter umsteigen.

Nach zwei bis vier Wochen beendet schließlich das Weibchen die Brutpflege. Zu diesem Zeitpunkt beginnen die Jungtiere sogar schon mit ersten Revierkämpfen.

Häufige Fragen zu Zwergbuntbarschen

1. Welches ist der kleinste Zwergbuntbarsch?

Zu den kleinsten Zwergbuntbarschen zählen Tiere der Gattung Apistogrammoides. Diese sind mit einer Größe von 3 bis 4 cm bereits ausgewachsen.

2. Welcher blaue Zwergbuntbarsch für den Anfänger?

Einer der beliebtesten Zwergbuntbarsche in der Süßwasseraquaristik ist der Schmetterlingsbuntbarsch (Mikrogeophagus ramirezi). Dieser ist bereits so lange im Hobby verbreitet, dass heute viele verschiedene Zuchtformen und Farbschläge auf dem Markt sind, unter anderem strahlend blaue Farbformen.

Blaue Zwergbuntbarsch für AnfängerFoto: iliuta goean / shutterstock.com

Diese Tiere befinden sich schon seit vielen Generationen in menschlicher Obhut und sind daher für Anfänger besonders gut geeignet.

3. Gibt es einen roten Zwergbuntbarsch?

Ein vollständig roter Zwergbuntbarsch ist nicht bekannt. Einen hohen Rotanteil in ihren Flossen weisen allerdings der Kakaduzwergbuntbarsch (Apistogramma cacatuoides) und der Agassiz Zwergbuntbarsch (Apistogramma agassizii) auf.

Roter ZwergbuntbarschFoto: Andrzej Zabawski / shutterstock.com

Südamerikanische Zwergbuntbarscharten

Apistogramma

Die Zwergbuntbarsche im engeren Sinne sind mit ungefähr 70 Arten die größte Gruppe unter den südamerikanischen Zwergbuntbarschen. Damit sind sie die zweitgrößte amerikanische Gattung der Cichliden.

Die meisten von ihnen besiedeln im Amazonasgebiet Fließgewässer, die reich an Wasserpflanzen, Falllaub oder Detritus sind. Einige wenige Arten leben außerhalb der Regenwälder in Bächen der Savanne oder in wasserführenden Sümpfen. Sie halten sich in strömungsarmen Bereichen auf und meiden reißende Flussabschnitte und Stromschnellen.

Sie ernähren sich vor allem von kleineren Krebsen, Insektenlarven und anderen Wirbellosen, nach denen sie im Falllaub, Bodenmulm oder Pflanzendickicht wühlen.

Die Männchen sind in der Regel leicht von den Weibchen zu unterscheiden. Sie sind größer, farbenfroh gemustert und haben länger ausgezogene Flossen.

Die Männchen der meisten Apistogramma-Arten leben in einem Harem mit 3 bis 4 Weibchen. Diese Weibchen sind meist Versteck- und Höhlenbrüter, die ihre Brut alleine betreuen, während die Männchen die Grenzen der Brutreviere gegen Eindringlinge verteidigen.

Der Name Apistogramma weist darauf hin, dass die Fische eine wenig ausgeprägte Seitenlinie haben. Die Silbe Apisto bedeutet ungewiss und unzuverlässig.

Dicrossus

Man kennt 5 Arten der Schachbrettcichliden, die die wärmeren Schwarz- und Klarwasserzonen der Regenwälder und die offenen Savannenlandschaften im Norden Südamerikas besiedeln.

Sie werden zwischen 4 und 7cm groß und haben einen schlanken, lang gestreckten und seitlich deutlich abgeflachten Körperbau, eine runde Schnauze und ein andeutungsweise unterständiges Maul.

Eine Charaktereigenschaft dieser Gattung ist das schachbrettartige Muster aus hellen und dunklen Flecken. Die Männchen sind leicht an den längeren und farbigeren Flossen zu erkennen.

Soweit bekannt, leben die Männchen polygam, was bedeutet, dass ein Männchen ein Harem von mehreren Weibchen hat. Diese Schachbrettcichliden sind keine Höhlenbrüter, sondern Offen- oder Substratlaicher, die ihre Gelege an Pflanzenblättern ablegen.

Laetacara

Von der Gattung der Tüpfelbuntbarsche sind bisher 7 Arten wissenschaftlich beschrieben worden, von denen drei aufgrund ihrer geringen Körpergröße zu den Zwergbuntbarschen gezählt werden.

Der Gattungsname Laetacara setzt sich aus den Wortsilben Laetus (lateinisch für fröhlich) und Acara (damit bezeichnen die Indios die Buntbarsche) zusammen und bezieht sich auf die dunklen, schräg nach oben weisenden Striche in der Nähe der Mundwinkel, die dem Fisch ein lächelndes, fröhliches Aussehen verleihen.

Die beiden derzeit in Aquarien gehaltenen Arten, Laetacara curviceps, der Türkisblaue Tüpfelbuntbarsch und der Rote Tüpfelbuntbarsch Laetacara dorsigera, zeichnen sich durch ein lebhaftes Tüpfelmuster in verschiedenen Körperregionen aus.

Die Männchen sind nur wenig größer als die Weibchen. Die Weibchen tragen meist einen dunklen Fleck auf der Rückenflosse, der den Männchen fehlt.

Die Tüpfelbuntbarsche sind im Gegensatz zu vielen anderen Zwergbuntbarschen streng monogam. Sie leben in enger Paarbindung, die meist über viele, gemeinsam aufgezogene, Bruten hält.

Es sind Subtratlaicher, die die Eier auf flachen Steinen oder Holzwurzeln ablegen.

Mikrogeophagus

Die Schmetterlingsbuntbarsche sind im Norden Südamerikas zu Hause. Es gibt drei Arten, von denen allerdings erst zwei wissenschaftlich beschrieben sind und einen Artennamen bekommen haben.

Beide Arten, der Mikrogeophagus altispinosa und der Mikrogeophagus ramirezi, werden wegen ihrer geringen Größen zu den Zwergcichliden gezählt. Sie stellen eine recht ursprüngliche Entwicklungsstufe der Geophagini, der Amerikanischen Zwergbuntbarsche, dar.

Sie unterscheiden sich von den Vertretern der Gattung Apistogramma durch den eher hochrückigen Körperbau und die meist flachen oder leicht gegabelten Schwanzflossen.

Außerdem bilden sie feste Paare. Die Weibchen bilden kurz vor dem Ablaichen eine kurze Legeröhre. Sie laichen auf flachen Steinen oder in Sandgruben ab.

Nannacara

Sie sind eine kleine Gattung der Buntbarsche, von denen derzeit 6 Arten exakt wissenschaftlich beschrieben sind. Sie besiedeln die küstennnahen Bereiche der südamerikanischen Atlantikzuflüsse im Gebiet des Amazonas und des Orinokos.

Nannacara sind relativ klein, haben einen schlanken, seitlich abgeflachten Körperbau und einen rundlichen Kopf mit einem endständigen Maul.

Sie sind Höhlenbrüter. Derzeit spielt jedoch nur eine Art, der Nannacara anomala, ein Rolle in der Aquaristik.

Weitere Gattungen

Der Vollständigkeit halber sind noch zwei weitere Gattungen der Amerikanischen Zwergbuntbarsche zu erwähnen, die aber in der Hobbyaquaristik bisher kaum eine Rolle spielen.

Die Gattung Teleocichla mit etwa 15 Arten. Sie besiedeln Stromschnellen der größeren Flüsse und erinnern mit ihrem langgestreckten Körper und der langen, niedrigen Rückenflossen eher an tropische Grundeln oder Schmerlen.

Als Zweites ist die Gattung Taeniacara mit nur einer Art, dem Torpedobuntbarsch Taeniacara candidi, zu nennen. Er zeichnet sich durch einen stromlinienförmigen Körper aus. Die Weibchen sind Haftlaicher, die ihre Eier an Höhlendecken kleben.

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