max. Größe 7 cm
Wasser-
temperatur
22 bis 30  °C

Lebensraum des Südamerikanischen Schmetterlingsbuntbarsches

Der Südamerikanische Schmetterlingsbuntbarsch stammt aus dem Westen Venezuelas und dem benachbarten Teil Kolumbiens. Dort besiedelt dieser Schmetterlingsbuntbarsch in den trockeneren Gebieten der Savanne flache, aber permanent wasserführende Stellen in Ufernähe. Diese bieten den Fischen mit ihren üppigen Pflanzen genügend Deckung und Schutz.

Merkmale, Form und Färbung

Der Mikrogeophagus ramirezi (syn. Papiliochromis ramirezi) ist ein relativ hochrückiger, seitlich abgeflachter Zwergbuntbarsch. Er hat eine hohe Rückenflosse, bei der der 2. Flossenstrahl deutlich verlängert ist. Die Nominatform ist hell purpurfarben mit Anflügen in allen Regenbogenfarben. Das hängt vor allem von der Beleuchtungsart und dem Einfallswinkel des Lichtes ab. Unterhalb der Rückenflosse ist ein dunkler Fleck zu sehen, um den herum sich kleine, bläulich und blaugrün glänzende Tüpfel gruppieren. Ähnliche Tüpfelkonzentrationen und – gruppierungen findet man am Kopf, auf den Kiemendeckeln, auf dem Schwanzstiel, sowie auf der Schwanz- und der Afterflosse. Eine dunkle Augenbinde zieht sich von der Nackenpartie bis zur Kehle. Die Iris ist in der oberen Hälfte hellblau und unten rötlich gefärbt. Rücken-, Schwanz- und Afterflosse sind pinkfarben mit leuchtend roten Flossenstrahlen. Die Bauchflossen sind durchgehend rot gefärbt. Besonders stechen auch die ersten drei schwarzen Strahlen der Rückenflosse ins Auge. Das Weibchen ist in der Regel etwas weniger farbintensiv gefärbt. Außerdem ist das Männchen am deutlich längeren 2. Flossenstrahl der Rückenflosse zu erkennen. Bereits unter den Jungfischen kann man die Weibchen am rotgefärbten Bauch von den Männchen unterscheiden.

Haltung des Südamerikanischen Schmetterlingsbuntbarsches im Aquarium

Für die Pflege eines Pärchens des Mikrogeophagus ramirezi reicht bereits ein kleineres Aquarium von 60cm Kantenlänge aus. Bei mehreren Paaren muss das Becken entsprechend größer gewählt werden. Hat man keine Zuchtabsichten, dann können diese Schmetterlingsbuntbarsche auch in mittelhartem bis hartem Wasser (bis 20odH) gehalten werden. Für eine erfolgreiche Zucht ist jedoch ein weiches Wasser mit einer Gesamthärte <10odH wichtig. Als Bodengrund wählt man einen dunklen Sand oder Feinkies. MEYER empfiehlt bei hartem Leitungswasser das Bodensubstrat mit etwas Torf zu mischen. Im Handel gibt es inzwischen auch flüssige Torf- oder Schwarzwasserzusätze. Die Südamerikanischen Schmetterlingsbuntbarsche fühlen sich in einem, auf solche Weise „getorften“, Wasser wohler und zeigen ihre ganze Farbenpracht. Auf plötzliche Änderungen in der Wasserzusammensetzung oder anderen Milieufaktoren reagieren die Fische sehr empfindlich. Auch diese Zwergbuntbarsche brauchen sauberes und möglichst keimarmes bis keimfreies Wasser. Beim wöchentlichen Teilwasserwechsel sollte das Wasser entchlort und über Torf gefiltert werden, damit es weicher und leicht sauer wird.

Beim Wasserwechsel ersetzt man auf diese Weise etwa ein Viertel des Wassers im Becken durch Frischwasser. Das Aquarium sollte gut strukturiert sein. Dichte Pflanzgruppen,Moorkienwurzeln und größere Steine dienen den Schmetterlingsbuntbarschen als Versteckmöglichkeiten. Natürlich muss noch genügend Freiraum bleiben, damit die Fische umher schwimmen können. Die Fische nehmen gerne Lebend- und Frostfutter an. Trockenfutter wird dagegen in der Regel verweigert.

Nachzucht des Südamerikanischen Schmetterlingsbuntbarsches

Der Mikrogeophagus ramirezi gehört zwar zu den beliebtesten Zwergbuntbarschen, die erfolgreiche Nachzucht erfordert jedoch einige Erfahrung. Die Zucht erfolgt grundsätzlich im Paaransatz. Dazu sollten Fische gewählt werden, die gut konditioniert sind, das heißt groß und kräftig sind und intensive Farben zeigen. Als Zuchtbecken reicht ein kleineres Aquarium von 40cm Länge. Die optimale Wassertemperatur liegt bei 27 bis 29oC. Das Wasser sollte weich sein, möglichst etwa 3odH. Als Beckenausstattung werden feiner Sand als Bodenrund, einige flache Steine, und großblättrige Wasserpflanzen, die einen Teil des Beckenbodens abschatten, gewählt.

Die Weibchen sind Offenbrüter. Sie legen ihre Eier entweder auf den flachen Steinen ab oder legen hierfür eine flache Grube im Sand an. Beide Eltern kümmern sich, mehr oder weniger intensiv, um die Brutpflege. Auf jede äußere Störung von muss während dieser Zeit verzichtet werden. Fühlen sich die Elterntiere gestört, dann vernachlässigen sie das Gelege oder fressen die Eier gar auf.

Stellt man mehrere solcher Aufzuchtbecken mit jeweils einem Schmetterlingsbuntbarsch-Paar nebeneinander auf, dann verstärkt sich bei den Fischen durch den gegenseitigen Sichtkontakt der Brutpflegetrieb. MEYER empfiehlt, ein großes, langgestrecktes Becken durch Glasscheiben in mehrere Teilbereiche zu unterteilen, in die jeweils ein Pärchen eingesetzt wird. Ist dann die elterliche Brutpflege beendet, dann werden diese Trennscheiben wieder herausgenommen und die Jungfische können in einem großen Schwarm gemeinsam aufgezogen werden. Die Entwicklungszeit der Brut ist temperaturabhängig: Bei 25°C Wassertemperatur schlüpfen die Larve nach 3 Tagen, bei etwa 29°C bereits nach 1 ½ Tagen. Nach 11, bzw. 6 Tagen ist der Dottersack aufgezehrt und die Jungfische beginnen umher zu schwimmen. Als erstes Futter bekommen die Jungfische Infusorien (Rädertierchen und Pantoffeltierchen) und Artemia-Nauplien.

MEYER, R. (1989): BI-Lexikon Aquarienfische .- Bibliographisches Institut Leipzig.
SCHMIDT,J. (1997): Zwergcichliden.- bede-Verlag, Ruhmannsfelden.
STERBA, G. (1990): SÜßwasserfische der Welt .- E. Ulmer Verlag, Stuttgart.

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