Aufenthaltsorte der Zwergcichliden

Zwergcichliden meiden prinzipiell offene Gewässer; sie halten sich in der Ufer- und Flachwasserzoen auf, wo der Wasserstand oft nicht mehr als 4 bis 5cm beträgt. Hier bieten vor allem Detritus und Falllaub die nötige Deckung, die Randbereiche südamerikanischer Gewässer sind im Allgemeinen nämlich ausgesprochen arm an Pflanzen. Auch Baumwurzeln, ins Wasser herabhängende Äste und Totholz bieten Unterschlupf und Versteckmöglichkeiten. In den Gewässern der baumlosen Savanne dagegen suchen die Zwergbuntbarsche Schutz zwischen dem ins Wasser hängenden Gras und anderen emersen Sumpf- und Uferpflanzen.

Auch wenn man das immer wieder liest, Zwergbuntbarsche sind keine Bodenfische. Sie suchen zwar im Aquarium gerne Deckung in am Boden liegenden Tonröhren, Kokosschalenhälften oder unter Moorkienwurzeln, bietet man ihnen aber auch an der Wasseroberfläche große Schwimm- und Schwimmblattpflanzen als Schutz, dann halten sie sich auch in den oberen Wasserschichten auf. Das kann man auch in der Natur beobachten, wenn die Wasserfläche von Wasserhyazinthen Eichhornia und Schwimmfarn Salvinia bedeckt sind.

Pflanzen für Zwergbuntbarsche

Im Gegensatz zu Großcichliden gehen Zwergbuntbarsche sehr behutsam mit den Wasserpflanzen um. Man ist deshalb auch bei der Auswahl der Bepflanzung nicht auf sogenannte robuste Barschpflanzen beschränkt. Will man das Zwergcichlidenbecken einigermaßen biotopgerecht einrichten, dann stehen einem dazu eine Vielzahl von Aquarienpflanzen aus dem Amazonasbecken zur Verfügung: Für den Hintergrund kann man das Papageienblatt Alternanthera reineckii, das Brasilianische oder das Mato-Grosso-Tausendblatt (Myriophyllum aquaticum, bzw. matogrossense) und eine Haarnixenart (Cabomba aquatica oder furcata) nehmen.

Für den Mittelgrund wählt man eine Gruppe mittelgroßer, aber breitblättriger Schwerpflanzen (z.B. Echinodorus cordifolius, Echinodorus berteroi oder Echinodorus horizontalis), sowie Farne und Wassermoose als Aufsitzerpflanzen auf Moorkienwurzeln oder Steinen aufgebunden.

In den Vordergrund kann man niedrige Schwertpflanzen wie Echinodorus x barthii, Echinodorus quadricostatus oder Echinodorus bolivianus inselartig setzen.

Und als Schwimmblattpflanzen kann man biotopgerecht auf den Wasserschlüssel Hydrocleys nymphoides, den Schwimmfarn Salvinia molesta den Südamerikanischen Froschbiss Limnobium laevigatum und den Brasilianischen Wassernabel Hydrocotyle leucocephala zurückgreifen.

Die meisten der hier aufgeführten Arten gehören zwar nicht unbedingt zu den einfach zu pflegenden Aquarienpflanzen, aber ihre Milieuansprüche decken sich weitgehend mit denen der Zwergbuntbarsche. Abgesehen von den Lichtverhältnissen. Während die meisten Pflanzen viel Licht brauchen, bevorzugen diese Buntbarsche Areale mit gedämpftem Licht; deshalb halten sie sich unter dem Blätterdach der Wasserpflanzen auf. Unter voller Aquarienbeleuchtung bleiben die Zwergcichliden scheu und blass in der Färbung.

Wurzeln und Steine im Aquarium

Aber mindestens ebenso wichtig sind Rückzugs- und Unterschlupfmöglichkeiten unter hohl aufliegendem Wurzelholz oder Steinen. Da die meisten Zwergbuntbarsche Höhlenbrüter sind, sollte man im Aquarium für eine ausreichende Zahl an Tonröhren, seitlich aufgeschlagenen unglasierten Tontöpfen oder Kokosschalen sorgen. Vorteilhaft ist auch ein möglichst dunkler Bodengrund. Über dunklem Kies und Sand kommen auch die leuchtenden Farben der Zwergbuntarsche am besten zur Geltung.

Aquarienabdeckung notwendig

Auch wenn sich Zwergbuntbarsche am liebsten in Bereichen mit gedämpftem Licht in der unteren Aquarienhälfte aufhalten, kommen sie auch immer wieder zur Wasseroberfläche. Damit sie nicht herausspringen, ist auch für ein Zwergcichliden-Aquarium eine Glasabdeckung unbedingt notwendig.

Literaturhinweise

KASSELMANN, C. (200%): Taschenatlas Aquarienpflanzen. – E. Ulmer Verlag, Stuttgart.
LINKE,H. & W. STAECK ( ): Amerikanische Cichliden I Kleien Buntbarsche.- Tetra Verlag, Melle.
SCHLIEWEN, U. (1998): Zwergbuntbarsche. – Verlag Gräfe & Unzer, München.
SCHMIDT, J. (1997): Zwergcichliden. – bede Verlag, Ruhmannsfelden.

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