Javamoos

Javamoos ist eine Pflanze, die jedes Aquarium entscheidend aufwerten kann – dies gilt vor allem, wenn sich in dem Aquarium kleine Tiere befinden, welche dieses Moos gerne als Nahrungssammelstelle und Versteck nutzen. Wer Javamoos in sein Aquarium integrieren möchte, muss nicht befürchten, allzu viel Aufwand für die Pflanze betreiben zu müssen. Javamoos gilt im Allgemeinen als recht robuste Pflanze, die sich mitunter auch an unterschiedliche Bedingungen in einem Aquarium anpassen kann. Nicht zuletzt auch aus diesem Grunde ist Javamoos in deutschen Aquarien weit verbreitet. Im Folgenden erfahren Sie, wie Javamoos aussieht, wie man ein Aquarium mit dieser Pflanze gestalten kann und wie man Javamoos pflegt.

Wie Javamoos aussieht

Javamoos besteht aus vielen Zweigen, die sich mitunter sehr dicht verflechten können. Die Pflanze wird deshalb auch zu den feinfiedrigen Pflanzen gerechnet. Die dichten Verflechtungen, die Javamoos entstehen lässt, sind in einem Aquarium auch aus optischen Aspekten willkommen: Das dichte Grün lässt das Aquarium sehr natürlich und lebendig wirken. Die Lebendigkeit wird auch von der Farbgebung des Javamooses unterstrichen: Oft präsentiert sich die Pflanze in einem hellen und sehr satten Grün, das ein wahrer Hingucker ist. Javamoos ist sicherlich nicht als eine Pflanze zu beschreiben, die im Aquarium besonders schnell wachsen würde. Dieses gleicht die Pflanze aber wieder durch ihren schönen dichten Wuchs aus, der dicke Polster entstehen lässt. Die Polster erzeugen einen Eindruck von Leichtigkeit und Unbeschwertheit. Zudem bildet Javamoos im Aquarium sogenannte Rhizoide aus, die der Pflanze helfen, auf diversen Untergründen festwachsen zu können. Die feinfiedrige Blattstruktur sowie das Ausbilden dichter Polster ist vor allem dann sehr hilfreich, wenn man in dem entsprechenden Aquarium kleine Fische hält, welche die Geflechte als Laichgrund nutzen können, oder aber, wenn man Garnelen in dem Aquarium pflegt, die sich gerne im Javamoos verstecken und es nach Fressbarem durchstreifen. Nahrung werden die Tiere hierbei immer im dichten Geflecht der Pflanze finden, da das Javamoos mit seinen Zweigchen und Blättchen sehr viele Schwebeteilchen aus dem Wasser auffängt.

Ein Aquarium mit Javamoos gestalten

Javamoos macht es dem Aquarianer, der gerne sein Aquarium verschönern möchte, in der Regel sehr leicht. Die Rhizoide, die ein Stück weit mit Wurzeln zu vergleichen sind, sorgen zum Beispiel dafür, dass man einzelne Dekorationsgegenstände oder gar die komplette Rückwand des Beckens mit dieser Pflanze begrünen kann. Möchte man dieses Moos einsetzen, um den Bodengrund zu bepflanzen, wählt man am besten den Vorder- oder Mittelgrund im Aquarium. Dies wird am besten dem Umstand gerecht, dass Javamoos nicht allzu schnell wächst und somit den Blick in das Aquarium im Vorder- und Mittelgrund nicht stört. Gerne kann man dieses Moos dabei gleich in Gruppen pflanzen, um eine besonders reichhaltige Begrünung zu erzielen. Eine andere Möglichkeit, mit Javamoos ein Aquarium zu gestalten, besteht darin, einen Mattenfilter mit der Pflanze bewachsen zu lassen. Wie die vielen Gestaltungsvorschläge bereits zeigen, ist Javamoos in einem Aquarium in sehr vielen Varianten einsetzbar – der Aquarianer kann an dieser Stelle also durchaus kreativ werden.

Noch ein Hinweis dazu, wie man bei der Gestaltung mit Javamoos am besten vorgeht: Zu Beginn, wenn das Javamoos ganz frisch in das Aquarium eingesetzt wird, bedient man sich am besten unterschiedlicher Befestigungsmaterialien, um das Moos zum Beispiel auf Wurzeln oder Steinen aufzubinden. Praktisch ist es, dass man diese Befestigungen beim Javamoos nicht wie bei manch einer anderen Pflanze andauernd erneuern muss. Nach einiger Zeit wächst das Javamoos einfach fest und Schnüre, die man zuvor zur Befestigung benötigt hat, können mitunter entfernt werden. Bis das Moos einen festen Halt hat, kann es aber schon einige Zeit dauern. Das Warten lohnt sich allemal, wird der Aquarianer durch das Javamoos doch sicherlich mit einem außergewöhnlich und anspruchsvoll gestalteten Aquarium belohnt. Gerade die vielen positiven Eigenschaften des Javamooses sind dafür verantwortlich, dass sich diese Pflanze in der Aquaristik mittlerweile einer enormen Beliebtheit erfreut. Diese Beliebtheit hat auch dazu geführt, dass man sich keine Sorgen über einen ausreichenden Javamoos-Nachschub machen muss: Diese Pflanze wird in sehr vielen Aquaristikläden angeboten. Wer selbst schon Javamoos, das ihm ein wenig zu groß geworden ist, in seinem Becken hat, kann die Pflanze auch einfach teilen und hierdurch vermehren.

Pflege von Javamoos

Ganz ohne Pflege geht es auch beim Javamoos selbstverständlich nicht. Zwar ist die Pflanze relativ unempfindlich gegenüber der Ausgestaltung der Beleuchtung und der Wasserparameter, zu wenig Licht und zu wenig Nährstoffe sollten es aber auch beim Javamoos nicht sein. Nachhelfen kann der Aquarianer in letzterem Bereich bei Bedarf durch Düngungen. Der Vorteil, dass Javamoos viele Schwebeteilchen aus dem Wasser fängt, die gerne von Garnelen und Co. gefressen werden, hat auch eine kleine Schattenseite. Nach langen Standzeiten im Aquarium kann das Javamoos mitunter ein wenig verschmutzt sein. Dies ist aber kein Problem, da sich solche Verschmutzungen leicht entfernen lassen – etwa, indem man die Pflanze vorsichtig beim Wasserwechsel absaugt oder auswäscht. Vorbeugen kann man gröberen Verschmutzungen auch, indem man das Javamoos ab und an beschneidet und hierbei darauf achtet, dass das Moos nicht zu undurchlässig wird. Das Beschneiden ist dabei natürlich auch möglich, wenn man die Pflanze in eine ganz bestimmte Form bringen möchte, die im Aquarium gut zur Geltung kommt.