Beleuchtung im Aquarium

Wer ein Aquarium einrichten möchte, kann in aller Regel nicht auf technisches Equipment verzichten, das hilft, das künstliche biologische System in dem Becken aufrecht zu erhalten. Ein Bestandteil der technischen Ausrüstung ist dabei die Beleuchtung. Sie ist besonders wichtig für die Pflanzen, die in das Aquarium eingebracht werden sollen. Natürlich benötigen aber auch die Aquarienbewohner ein Mindestmaß an Licht, um leben zu können. Auf dem Markt gibt es viele unterschiedliche Beleuchtungsmittel, die von Aquarianern genutzt werden. Vor diesem Hintergrund ist es gar nicht so einfach, den Überblick zu bewahren. Im Folgenden möchten wir einmal grundsätzlich erklären, warum eine Beleuchtung für ein Aquarium wichtig ist, welche Rolle der indirekte Lichteinfall spielen kann, wie man die Beleuchtung steuert und welche Beleuchtungsmittel zur Verfügung stehen.

Licht im Aquarium

Warum eine Beleuchtung?

Wer sich ein wenig mit Biologie auskennt, wird bereits erahnen können, warum die Beleuchtung für ein Aquarium derart wichtig ist. Die Pflanzen, welche in dem Aquarium vorzufinden sind, leisten viele wichtige Beiträge dazu, dass ein künstliches biologisches System errichtet werden kann. Damit sie diese wichtige Leistung erbringen und überhaupt gedeihen können, benötigen sie allerdings auch eine Beleuchtung. Auf dieser Basis produzieren sie Sauerstoff, der wiederum auch für die Aquarienbewohner wie Fische und Co. von zentraler Bedeutung ist. Für den Aquarianer wiederum ist die Beleuchtung ebenfalls nützlich: Er kann dank ihr seine Schützlinge im Aquarium noch besser beobachten. Auch wenn die hier vereinfacht ausgedrückten Ausführungen den Eindruck erwecken könnten: Die Beleuchtung in einem Aquarium ist kein ganz einfaches Themengebiet. Keineswegs gilt hier etwa die Regel „Viel hilft viel“. Auf einige Dinge, die es bei der Beleuchtung eines Beckens zu berücksichtigen gibt, gehen wir im Folgenden näher ein.

Indirekter Lichteinfall

Das Licht, das indirekt in das Aquarium einfällt, ist zwar nicht ausreichend, dennoch ein wichtiger Faktor, den man berücksichtigen sollte. Dabei gilt die Grundregel: Ein Aquarium sollte niemals direktem Sonnenlicht ausgesetzt werden. Dieser direkte und natürliche Lichteinfall ist nicht selten dafür verantwortlich, dass sich Algen im Aquarium bilden und mit der Zeit überhand gewinnen. Der Standort für das Aquarium sollte somit immer im Vorfeld sorgfältig ausgewählt werden, wenn man lange Zeit Spaß an seinem Becken haben möchte. Ein nachträgliches Umstellen eines bereits eingefahrenen Beckens ist hingegen sehr schwierig und lässt das biologische System in der Regel aus den Fugen geraten.

Beleuchtungsmittel

Beleuchtung im Aquarium

In der Aquaristik stehen unterschiedliche Beleuchtungsmittel zur Verfügung. Die Auswahl der passenden Beleuchtung erfolgt dabei auch nach dem jeweiligen Einsatzgebiet. Klassisch sind Leuchtstoffröhren, die sich in der Abdeckung des Aquariums verbergen. Es gibt aber zum Beispiel auch sogenannte HQI-Lampen, die gerne in der Meerwasseraquaristik eingesetzt werden. Bei der Auswahl des passenden Beleuchtungsmittels sind eine Vielzahl von Faktoren sowie diverse Eigenschaften der jeweiligen Beleuchtungsmittel zu berücksichtigen. Zu den Eigenschaften, die bei den jeweiligen Mitteln zur Beleuchtung variieren können, zählen zum Beispiel der Wirkungsgrad, die Lichtfarbe, die Beleuchtungsstärke und viele andere mehr. Personen, die sich zum ersten Mal näher mit der Aquaristik beschäftigen, sollten sich mit diesen Eigenschaften auseinandersetzen und ggf. Beratung im Fachhandel in Anspruch nehmen und entsprechende Fachliteratur zurate ziehen.



Pausen bei der Beleuchtung

Wie bereits oben angedeutet, beleuchten nicht alle Aquarianer ihr Becken 8 bis 11 Stunden am Stück. Ob Pausen bei der Beleuchtung – etwa zur Mittagszeit – notwendig sind oder nicht, wird heiß diskutiert. In der Regel werden solche Pausen bei der Beleuchtung auch eingeführt, um den Algenwuchs im Aquarium kontrollieren zu können. Es ist allerdings fraglich, ob eine Beleuchtungspause alleine wirklich zu einer ausreichenden Reduzierung von Algen führen kann. Wenn man Pausen bei der Beleuchtung einplanen möchte, sollte man sich mit dieser Thematik zuvor intensiver auseinandersetzen. In diesem Bereich gibt es viele Praxistipps, die zum Beispiel die Mindestbeleuchtungsdauer vor und nach der Pause, aber auch die Dauer der Beleuchtungspause an sich betreffen, die nicht zu gering ausfallen sollte. Einmal abgesehen davon, dass eine Pause bei der Beleuchtung das Algenwachstum hemmen kann, scheint eine Pause auch deshalb sinnvoll zu sein, damit man am Abend noch lange genug etwas von seinem Aquarium hat.

Dauer der Beleuchtung

Auch die künstliche Beleuchtung in einem Aquarium ist zu dosieren – schließlich scheint auch in der freien Natur nicht ununterbrochen die Sonne. Wie lange am Tag die Beleuchtung in einem Aquarium tatsächlich eingeschaltet wird, wird von Aquarianern unterschiedlich gehandhabt. In der Regel erscheint eine Beleuchtungsdauer von 8 bis 11 Stunden pro Tag sinnvoll zu sein. Allerdings gibt es in diesem Bereich – wie bei vielen Detailfragen in der Aquaristik – Kontroversen. Manche Aquarianer lassen die Beleuchtung im Aquarium zudem über die gesamte genannte Dauer am Stück an, andere wiederum sind dazu übergegangen, eine Mittagspause einzurichten. Darüber hinaus gibt es weitere Möglichkeiten, mit der Beleuchtung zu spielen, um eine möglichst natürliche Beleuchtungssituation nachzuahmen. In diesem Kontext sind etwa Dimmer zu nennen, welche die Beleuchtung im Aquarium morgens langsam ansteigen und abends ebenso langsam abklingen lassen. Um zudem die gesamte Beleuchtungszeit fest im Griff zu haben, empfiehlt sich die Verwendung von Schaltzeituhren. Mit ihrer Hilfe kann die Beleuchtung in einem Aquarium exakt geplant und einheitlich gestaltet werden. Der Aquarianer läuft somit nicht Gefahr, es mit der Beleuchtung durch Vergesslichkeit aus Versehen zu übertreiben.