Die Moorkienwurzel

Der Namensbestandteil „Moor“ gibt bereits wesentlichen Aufschluss darüber, worum es sich bei einer Moorkienwurzel handelt. Unter den Namen Moorkienwurzel werden diverse Hölzer zusammengefasst, die über eine gewisse Dauer hinweg in einem Moor lagen. Es muss sich dabei nicht immer um wirkliche Wurzeln von Bäumen handeln, auch Teile von Ästen werden zum Beispiel verallgemeinernd mit dem Namen Moorkienwurzel bedacht.

Da Moorkienwurzeln bereits lange Zeit der Feuchtigkeit eines Moores ausgesetzt waren, eignen sie sich auch für die Verwendung im feuchten Nass eines Aquariums. In dieser Hinsicht sind Moorkienwurzeln durchaus als traditionsreich zu bezeichnen. Im Folgenden erfahren Sie mehr dazu, wie diese in der Aquaristik häufig verwendeten Wurzeln aussehen, wie sie die Optik eines Aquariums verändern können und wie Moorkienwurzeln vorzubehandeln sind.

Die Optik von Moorkienwurzeln

Moorkienwurzeln weisen eine recht attraktive Optik auf. Dies gilt vor allem in Hinblick auf ihre Färbung, welche am besten mit Braun-rötlich zu beschreiben ist. In Bezug auf die Form von Moorkienwurzeln herrscht sehr viel Varianz: Jede Moorkienwurzel ist somit ein Unikat. Üblich sind auch bei dieser Wurzelart häufig Verästelungen, welche unterschiedliche Längen und Breiten aufweisen können.

Im Handel werden Moorkienwurzeln zudem in diversen Größen angeboten, sodass sowohl für das kleine Aquarium also auch für das sehr große das passende Wurzelstück auffindbar sein sollte.

Wie verändert eine Moorkienwurzel das Erscheinungsbild eines Aquariums?

Wird eine Moorkienwurzel als Dekorationsgegenstand in ein Aquarium eingesetzt, hat dies erst einmal den sehr unmittelbaren Effekt, dass eine naturnahe Unterwasserwelt nachgeahmt werden kann. Das warme Braun der Moorkienwurzel, das bisweilen auch in das Rötliche tendiert, bringt dabei farbliche Abwechslung in das Aquarium und kontrastiert oftmals hübsch mit dem satten Grün von Aquarienpflanzen. Besonders attraktiv wirkt es, wenn die Wurzel an diversen Stellen immer wieder aus diesem Grün hervorschaut.

Übrigens: Das Holz von Moorkienwurzeln ist in der Regel relativ weich, sodass sich manche Welse gerne an ihm zu schaffen machen.

Abseits des unmittelbaren Effekts, der sich alleine durch das Einbringen der Moorkienwurzel in das Aquarium erzielen lässt, kann es allerdings noch zu weiteren optischen Beeinflussungen kommen. Moorkienwurzeln enthalten, wie andere Wurzeln für das Aquarium in der Regel auch, mitunter relativ hohe Konzentrationen an Gerbstoffen und Huminsäuren. Diese können zu einer Verfärbung des Aquarienwassers führen. Hier ist abzuwägen, ob dieser Effekt – ggf. auch in Hinblick auf etwaige Veränderungen der Wasserwerte – erwünscht ist.

Moorkienwurzeln richtig vorbereiten und zum Absinken bringen

Mitunter ist es möglich, Moorkienwurzeln bereits vorgewässert zu kaufen. Die Hölzer sind dann in der Regel in Folie verpackt und noch feucht. In diesem Fall muss die Moorkienwurzel unter Umständen nicht mehr allzu intensiv in Eigenregie gewässert werden oder dieser Schritt kann unter Umständen sogar entfallen. Richten sollte man sich in dieser Frage nach den Angaben des Verkäufers. Wichtig kann es dabei sein, in Erfahrung zu bringen, ob die Wurzel auch anderweitig vorbehandelt wurde (zum Beispiel mit Kochsalz zur Schimmelprävention) und bereits alleine aus diesem Grund ein weiterer Wässerungs- oder Reinigungsbedarf entsteht.

Grundsätzlich kann es passieren, dass eine Moorkienwurzel lange Zeit gewässert werden muss, damit sie später auch wirklich im Aquarium untergeht. Hier ist oft etwas Geduld gefragt. Die Phase des Wässerns, bei dem das Wasser, in dem die Wurzel eingelegt wird, regelmäßig gewechselt wird, dient auch dazu, Huminsäuren, Gerbstoffe und etwaige Schadstoffe auszuspülen. Gänzlich verhindern können wird man die Abgabe von Stoffen aber auch durch das Wässern nicht.

Auch das Abkochen von Moorkienwurzeln ist grundsätzlich möglich, um sie möglichst gut zu reinigen und zu beschweren. Allerdings wird dieses Auskochen ab und an bei dieser Wurzelart auch kritisch gesehen: Befürchtet wird, dass diese Prozedur das Holz zu stark angreift und seine Eigenschaften unerwünscht verändert, sodass unter anderem auch eine spätere Schimmelbildung nicht auszuschließen ist. Ergänzt wird das Wässern und ggf. das Abkochen durch sorgfältiges Abbürsten der Moorkienwurzel, wobei ebenfalls Schmutz entfernt werden kann.