Java-Kampffisch
- lat. Betta picta -

Haltung: einfach
Zucht: mittel
Größe: bis 5,5cm
Temperatur: 22 bis 24°C
PH: 6 bis 7,2
GH: 10 bis 22°dGH
KH:

Der Java-Kampffisch - Betta picta

Der Java-Kampffisch kommt auf einigen Inseln Indonesiens vor, wo er Gewässer bis in Höhenlagen von 1600m ü. NN besiedelt. Daher ist er gut an tiefere Temperaturen bis 16°C angepasst, aber empfindlich gegenüber höheren Wassertemperaturen über 26°C. Außerhalb der Paarungszeit ist dieser Maulbrüter friedlich, sodass man auch mehrere Paare in einem entsprechend großen Becken zusammen pflegen kann. Zur Paarung bilden die Männchen Reviere. Paarung und Laichübergabe vom Weibchen zum Männchen laufen nach dem gleichen Schema ab wie beim Penang-Kampffisch Betta pugnax.

Lebensraum des Java-Kampffischs

Der Java-Kampffisch hat sein natürliches Verbreitungsgebiet auf den indonesischen Inseln Sumatra, Java, Biliton und Bangka. Er soll dort sowohl in kleineren stehenden Gewässern, als auch in Bergbächen bis in Höhlen von 1600m ü. NN vorkommen.

Merkmale, Form und Färbung

Die Körperform ist lang gestreckt und seitlich etwas zusammengedrückt. Der Kopf läuft spitz zu. Die Körpergrundfarbe des Java-Kampffisches reicht von ocker-lehmfarben bis dunkel-braun mit drei scharf begrenzten dunkleren Längsbändern. Exemplare aus den Gewässern Sumatras haben meist eine schwarze Kehle. Das Männchen des Java-Kampffischs hat einen etwas bulligeren Kopf als das Weibchen; außerdem ist der Saum seiner Afterflosse breiter. Die Flossen des Männchens weisen oft zahlreiche Reihen dunkler Flecken und Punkte auf.

Biologie und Verhalten des Java-Kampffischs

Betta picta gehören zu den Maulbrütern unter den Kampffischen. Zur Paarungszeit verteidigen sie ihr Revier verbissen gegen alle anderen Aquarienbewohner.

Haltung des Java-Kampffischs im Aquarium

Paare des Java-Kampffischs kann man in Aquarien ab 60cm halten, mehrere Paare brauchen ein entsprechend größeres Becken, da jedes Männchen zur Fortpflanzungszeit ein Revier von wenigstens 30x30cm für sich und sein Weibchen in Anspruch nimmt. Die Wassertemperatur sollte 24°C auf keinen Fall überschreiten, da diese Kampffische in ihrer Heimat vor allem in Bergbächen zuhause sind und dort auch noch kühlere Temperaturen bis 16°C vertragen. Das Becken sollte auch zahlreiche Versteckmöglichkeiten in dicht stehenden Wasserpflanzen und „Landmarken“ in Form von größeren Steinen, Solitärpflanzen und Moorkienwurzeln zur Abgrenzung der Reviere aufweisen.

Nachzucht des Java-Kampffischs unter Aquarienbedingungen

Die Paarung des Java-Kampffischs verläuft ähnlich wie bei Betta pugnax. Auch bei dieser Art krümmt sich das Männchen über dem Aquarienboden und fängt in seiner Schwanzflosse die einzeln vom Weibchen abgegebenen Eier auf. Das Weibchen sammelt die Eier mit seinem Maul auf und spuckt sie dem Männchen einzeln vors Maul, bis das Männchen sie dann mit seinem Maul einsaugt. Solche Paarung und Laichübergaben wiederholen sich einige Male, bis das Maul des Java-Kampffisch-Männchens prall gefüllt ist. Dann frisst es die weiteren überzähligen Eier, denn das ist ja seine letzte Mahlzeit für die nächsten 10 bis 14 Tage. Man fängt das Männchen nun am besten sehr vorsichtig heraus, z.B. indem man es mit einer Glasglocke „abschöpft“, und setzt es in ein separates Becken um. Dann hat das Männchen seine Ruhe und wird nicht mehr von weiteren laichwilligen Weibchen bedrängt. Denn dann könnte es passieren, dass er Laich und Brut im Eifer der Paarung doch noch verschluckt oder wieder abstößt. Die voll entwickelten, aber nur rund 7mm großen Jungfische schlüpfen nach etwas weniger als 2 Wochen. Nun fängt man auch den Vater heraus und setzt ihn ins allgemeine Gesellschaftsaquarium zurück. Die Jungfische können mit Staubfutter, aber auch schon mit den Nauplien von Artemia gefüttert werden. Bei reichlicher Fütterung sind die Jungfische nach 3 Wochen bereits 1,5cm groß. Im Alter von 4 bis 6 Monaten sind sie geschlechtsreif.

Literatur

MEYER,R. (1989): Aquarienfische – Bibliographisches Institut Leipzig, 415 S.
VIERKE,J. (1978): Labyrinthfische und verwandte Arten.- Engelbert Pfriem Verlag (Wuppertal-Elberfeld), 232 S.
STERBA,G. (1990): Süßwasserfische der Welt.-E.Ulmer Verlag (Stuttgart).