Aufstellen des Nanoaquariums

Das neue Nano-Aquarium wird mehrmals mit lauwarmen Leitungswasser ausgespült. Danach beklebt man die Außenwand auf der Rückseite des Aquariums mit einer dunklen Folie.

Das Aquarium braucht eine standsichere, glatte und absolut waagerechet Fläche zum Aufstellen. Denn auch bei einem noch so kleinen Aquarium kommt einiges an Gewicht zusammen mit Glas, technischem Equipment, Steinen und Dekomaterial und Wasser – das sollte man nicht unterschätzen. Zwischen Aquarienglasboden und Schrankfläche kommt eine Unterlage aus Moosgummi oder Styropor, um eventuelle Unebenheiten auszugleichen.

Das Nanoaquarium einrichten

Auf den Aquarienboden wird als Erstes eine etwa 2cm hohe Schicht aus einem Bodengrunddünger verteilt. Darauf folgt eine Deckschicht aus Sand oder Feinkies. Diese Deckschicht muss aus kalkfreiem Gestein bestehen und möglichst dunkel sein. Ein dunkler Untergrund fördert das Wohlbefinden der Tiere und ihre Farben kommen über dunklem Grund am besten zur Geltung. Das feinkörnige Bodenmaterial verhindert, dass die absinkenden Futterreste in das Lückensystem einsinken und faulen und das Aquarienwasser dadurch unnötig belastet wird. Für ein Nanobecken, in dem Süßwassergarnelen gepflegt werden sollen, gibt es im Fachhandel einen speziellen Garnelenkies. Für Süßwassergarnelen aus Borneo wählt man z.B. einen braunen Farbton, für Sulawesi-Garnelen dagegen schwarz.

Nun wird das Dekorationsmaterial standsicher im Becken platziert. Steine dürfen keinen Kalk oder Schwermetalle ans Wasser abgeben. Und als Wurzelholz nimmt man Moorkienwurzeln. Dieses Holz hat lange Zeit im Moor gelagert und ist deshalb so schwer, dass es nicht mehr an die Wasseroberfläche auftreibt. Und es gibt nur in geringem Umfang Tannin, Lignin und andere Gerbstoffe ans Wasser. Ungeeignet ist dagegen Mangrovenholz oder frisches Wurzelholz einheimischer Baumarten.

Befüllung und Inbetriebnahme

Dann wird das Aquarium zu etwa 2/3 mit Leitungswasser von Raumtemperatur gefüllt. Aber das Frischwaser muss man dabei langsam über einen flachen Teller laufen lassen, damit der Boden nicht aufgewirbelt wird. Eventuell gibt man einige Tropfen eines Wasseraufbereiters hinzu, um Chlor und Schwermetalle zu neutralisieren.

Jetzt können die zuvor vorbereiteten, gut gewässerten Aquarienpflanzen aus einem Quaräntebecken in das Nanoaquarium eingesetzt werden. Am Anfang sollte die Bodenfläche zu etwa 80% mit schnellwachsenden Stängelpflanzen bepflanzt werden – dann haben Algen keine Chance. Später können diese Stängelpflanzen ausgelichtet und durch andere, langsamer wachsende Wasserpflanzen ersetzt werden.

Für kleinere Becken reicht ein Innenfilter. Dieser wird in einer der beiden hinteren Ecken platziert. Wichtig ist, neben einem Mehrkammersystem aus einem mechanischen und biologisch arbeitenden Filtersegment, das die Ansaugfläche so groß und engmaschig ist, dass die Sogwirkung nicht so stark ist, dass Garnelen oder andere Wirbellose dort eingesaugt werden oder am Siebgitter hängen bleiben. Dazu eignet sich für ein Garnelenbecken am besten der sogenannte Hamburger Mattenfilter. Für größere Aquarien wählt man einen Außenfilter; auch hier darf der Sog am Ansaugstutzen nicht zu stark sein. Je nach dem Bedarf der Pflanzen an Kohlendioxid sollte auch eine CO2-Dosiergerät installiert werden. Natürlich darf für ein Becken mit tropischen Pflanzen und Tiere eine Heizung nicht fehlen. Optimal wäre eine Bodenheizung; aber ein kleiner Heizstab tut es auch.

Auch eine Belüftungseinheit darf in der Regel nicht fehlen. Selbst die schwächsten Membranpumpen liefern aber immer noch zu viel Luft, daber muss man die Leistung regulieren können. Zum Beispiel indem man mit Hilfe eines T-Stück den Schlauchweg teilt und nur noch einen Teil der Luft ins Becken einleitet. Ist der Luftstrom zu stark, dann wird damit unnötig viel CO2 aus dem Wasser ausgetrieben, welches dann den Pflanzen für ihre Photosynthese fehlt. Mit einem Ausströmerstein kann man zwar sehr fein verteilte Luftblasen erzeugen, aber die meisten Garnelen mögen das nicht. Daher ist es besser, das Ende des Silikonschlauches (kein PVC-Material verwenden!) ohne Ausströmerstein in Bodennähe zu platzieren, aus dem dann vereinzelt größere Luftblasen zur Wasseroberfläche aufsteigen.

Dann wird je nach Beleuchtungstyp eine für Nanobecken geeignete Aufsteckleuchte oder eine Abdeckung mit integrierten Lampen montiert. Wichtig ist, dass das Aquarium mit einer Glasscheibe oder der Abdeckhaube lückenlos abgedeckt wird. Denn die Zwerggarnelen könnten sonst herausspringen, und auch die an den Wasserpflanzen oder Dekomaterial hochkletterenden Zwergflusskrebse sind wahre Ausbruchskünstler.

Dann werden Filter und Beleuchtung in Betreib gesetzt. Und nun heißt es geduldig warten. Das Biologische Gleichgewicht muss sich erst soweit eingespielt haben, dass die Tiere eingesetzt werden können. Das kann 1 bis 2 Wochen dauern. Es müssen sich erst schadstoffabbauende Bakterienstämme ansiedeln. Diesen Prozess kann man beschleunigen, wenn man dazu im Aquarienfachhandel angebotene spezielle Klarwasser-Filterbakterien ins Wasser gibt. Dies Bakterienwachstum kann man zusätzlich fördern, wenn man alle 1 bis 2 Tage eine fein zerstoßene Futtertablette im Wasser suspendieren lässt. Will man Zwerggarnelen im Nano-Becken pflegen, dann sollte man zusätzlich alle 2 Tage 50% des Aquarienwassers gegen Frischwasser auszutauschen. Damit kann die Zahl pathogener Keime drastisch reduziert werden. Nachdem die Garnelen ins Aquarium eingezogen sind, wechselt man nur einmal pro Woche rund ½ des Aquarienwassers.

Verschiedene Firmen bieten Nano-Komplettsysteme an. Dabei wird das technische Equipment aus Beleuchtung, Filter und Heizung zum Teil in die Abdeckhaube oder hinter einer vor der Aquarienrückseite montierten Zwischenwand versteckt. Solch ein Aquarium sieht zwar sehr natürlich und technikfrei aus, aber manche kleinen Aquarienbewohner können sich dort hinein verirren, durch die Sogwirkung des Filters nicht mehr herausfinden und dort dann verenden.

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