Für Naturliebhaber, und dies sind Aquarianer in der Regel, mag der Gedanke, Plastikpflanzen für die Dekoration im Aquarium zu nutzen, abschreckend wirken.

Diese kritische Einstellung ist durchaus berechtigt und resultiert vor allem aus der Tatsache, dass echte Aquarienpflanzen mehr leisten, als nur schön auszusehen.

Echte Pflanzen sind ein wichtiger Bestandteil des künstlich angelegten biologischen Systems und tragen zu dessen Stabilität bei.

Auf dem Bild sieht man ein attraktiv bepflanzes Aquarium ohne PlastikpflanzenFoto: Bos11 / shutterstock.com

Sie sind also kaum zu vergleichen mit anderen dekorativen Elementen, wie Steinen und Höhlen, die ebenfalls oft künstlich gefertigt sind.

Dennoch beweist das Angebot speziell für die Aquaristik geeigneter Plastikpflanzen, dass diese offenbar durchaus Abnehmer finden. Ansonsten wären sie aus dem Handel bereits verschwunden.

Warum Plastikpflanzen auf den ersten Blick praktisch sind

Ansprüche von Pflanzen im Aquarium

Pflanzen in einem Aquarium zu pflegen, ist mitunter schwieriger, als die Ansprüche von Aquarientieren zu erfüllen.

Es gibt unter den diversen Pflanzen, die für einen Einsatz im Aquarium infrage kommen, auch recht anspruchslose Vertreter. Sich nur auf diese zu beschränken, ist manch einem Aquarianer aber zu wenig.

Auf diesem Bild sieht man echte AquarienpflanzenFoto: Dobermaraner / shutterstock.com

Stimmen die Wasserwerte nicht, ist die Beleuchtung oder aber die Versorgung mit Nährstoffen nicht optimal, reagieren viele Aquarienpflanzen mit Wachstumsstörungen oder sterben sogar teilweise oder gänzlich ab.

Sowohl die Rahmenbedingungen für gut gedeihende Pflanzen herzustellen als auch die Pflanzen ggf. durch Beschnitt und Entfernung abgestorbener Bestandteile zu pflegen, ist für den Aquarianer mit viel Arbeit verbunden.

Zudem wachsen echte Pflanzen oft nicht genauso, wie es sich der findige Aquarienbesitzer zurechtgelegt hat.

Mitunter schießen sie in die Höhe, sodass nur noch Stängel zu sehen sind, oder es kommt zu anderen Problemen, welche die Optik beeinträchtigen, obwohl die Pflanzen gesund sind.

Kunstpflanzen im Aquarium

Zugegeben: All diese Probleme hat man mit Plastikpflanzen im Aquarium nicht. Diese sind im Handel in diversen Varianten und auch Größen erhältlich. So lässt sich die Einrichtung des Beckens im Vorfeld sehr gut planen.

Nur spezielle Kunstpflanzen verwenden

Zu beachten ist dabei natürlich, dass man nur solche Plastikpflanzen für sein Aquarium kauft, die speziell für diesen Einsatz hergestellt wurden.

Auf diese Weise geht man zumindest so weit wie möglich sicher, dass die Plastikpflanzen das biologische System nicht beeinträchtigen.

Zwischen den einzelnen Blättern der künstlichen Pflanzen können sich Aquarientiere nahezu genauso gut verstecken wie zwischen denjenigen echter Pflanzen.

Aquarientiere, die dazu neigen, echte Pflanzen anzuknabbern oder zu beschädigen, können bei Plastikpflanzen in der Regel keine Erfolge verbuchen. So bleibt die Dekoration und die Versteckmöglichkeiten lange erhalten.

Der Schluss, dass Plastik das Leben leichter macht, gilt im Bereich der Aquaristik aber dennoch nicht zwangsläufig bzw. nicht in jeder Hinsicht. Warum man dies behaupten kann, erfahren Sie im Folgenden.

Macht Plastik das Leben wirklich leichter?

Plastikpflanzen im Aquarium mögen pflegeleichter als echte Pflanzen sein, dennoch gibt es auch gute Gründe, warum zahlreiche Aquarianer nach wie vor auf echte Pflanzen setzen.

Biologische Leistungen echter Pflanzen

Plastik macht das Leben nämlich insbesondere dann nicht leichter, wenn es gilt, ein stabiles biologisches System auf die Füße zu stellen.

Kunstpflanzen können im Gegensatz zu echten Pflanzen keinen Sauerstoff produzieren und keine Nähr- bzw. Schadstoffe, die sich im Becken automatisch ansammeln, verwerten bzw. abbauen.

Der Aquarianer, der Plastikpflanzen verwendet, muss für die Erfüllung dieser wichtigen Aufgaben dann ggf. andere Vorkehrungen schaffen. So steigt der Aufwand erneut.

Optische Unterschiede

Von den biologischen Leistungen natürlicher Pflanzen abgesehen gibt es auch noch einen weiteren Grund, warum viele Aquarianer echte Pflanzen bevorzugen.

Moderne Plastikpflanzen mögen zwar sehr naturgetreu aussehen, einen optischen Unterschied zu echten Pflanzen kann man allerdings häufig dennoch noch feststellen.

Echte Pflanzen strahlen somit mehr Lebendigkeit aus. Gerade aus dem Grund, da bei ihnen eben nicht jedes Blatt perfekt sein muss. Es kann bei ein und derselben Pflanze unterschiedliche Farbnuancen geben, die sich im Laufe der Zeit auch verändern.

Das macht die Betrachtung des Beckens viel spannender.

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