Aktivkohlefilter – wertvolle Hilfe bei Bedarf

Klares Wasser in einem Aquarium ist ein schöner Anblick: Die Tiere und auch die Pflanzen kommen so am besten zur Geltung und das künstliche biologische System wirkt intakt. Leider läuft aber auch bei der Pflege eines Aquariums nicht immer alles nach Wunsch ab. So kann es zum Beispiel passieren, dass das Aquarienwasser leicht gelblich erscheint. In solchen und in einigen anderen Fällen kann der Einsatz von Aktivkohle als Filtermaterial hilfreich sein.

Aktivkohlefilter sind im Übrigen keine Hilfsmittel, die nur in der Aquaristik ihren Einsatz finden. Auch in zahlreichen anderen Kontexten werden Aktivkohlefilter verwendet, um zum Beispiel Wasser aufzubereiten oder Luft zu säubern. Im Folgenden erfahren Sie, warum Aktivkohlefilter in einem Aquarium wichtige Dienste erweisen können, wie eine Filterung über Aktivkohle ablaufen kann und in welchen Fällen sie infrage kommt.

Die ungeahnten Fähigkeiten von Aktivkohle

Die Ausgangsmaterialien, aus denen Aktivkohle gewonnen werden kann, sind oft recht unscheinbar. Die Fähigkeiten von Aktivkohle sind allerdings bemerkenswert. Eine wichtige Rolle spielt hierbei die sogenannte Adsorption. Vereinfacht ausgedrückt bewirkt diese, dass die Aktivkohle Stoffe aus dem Wasser aufnehmen kann.

Dabei könnte es – so wird es oft befürchtet – allerdings durchaus auch möglich sein, dass die einmal aufgenommenen Stoffe aus der Aktivkohle auch wieder entweichen. Zur Sicherheit sollte die Aktivkohle also nur solange Verwendung finden, wie sie noch aufnahmefähig ist. Danach ist sie auszutauschen oder das Filtern über Aktivkohle, wenn das Ziel erreicht wurde, zu beenden und die Aktivkohle zu entfernen, damit die aufgenommenen Schadstoffe nicht doch wieder zurück in das Aquarienwasser gelangen.

Wann ist der Einsatz von Aktivkohlefiltern sinnvoll?

Die Verwendung eines Aktivkohlefilters ist in der Aquaristik nicht grundsätzlich notwendig und somit keine Variante einer Dauerfilterung. Vielmehr gibt es einige wenige besondere Situationen, in denen die Filterung über Aktivkohle sinnvoll sein kann. Dies ist unter anderen dann der Fall, wenn es zu einer – wie oben bereits angesprochenen – gelblichen Verfärbung des Aquarienwassers gekommen ist.

Ein anderer denkbarer Fall liegt vor, wenn der Aquarianer gezwungen war, in seinem Aquarium Medikamente einzusetzen, um der Gesundheit seiner Tiere wieder auf die Sprünge zu helfen. Die Filterung über Aktivkohle sollte in diesem Fall allerdings in aller Regel noch nicht beginnen, wenn die Medikamente gerade eingesetzt werden und die gesundheitlichen Einschränkungen somit noch nicht erfolgreich bekämpft werden konnten. Ansonsten bestünde selbstverständlich das Risiko, dass die Aktivkohle die Medikamente herausfiltert und diese somit nicht mehr ihren Zweck erfüllen können.

Als Ergänzung zum Einsatz des Aktivkohlefilters empfiehlt sich zudem oft ein größerer Teilwasserwechsel, um Medikamentenrückstände aus dem Aquarium zumindest zum Teil zu entfernen.