Algen gehören zu den lästigsten Bewohnern eines Süßwasseraquariums. Daher ist bei deren Auftauchen bei so manchem Aquarianer der Wunsch nach rascher Abhilfe groß: Ein Algenmittel!

Der Handel bietet zu diesem Zweck eine Vielzahl an Algenmitteln, die bequem per richtiger Dosierung ins Aquarium eingebracht werden und dort die Algen vernichten.

Die gängigsten dieser Algenmittel stellt Ihnen dieser Text vor, er bietet im Anschluss aber auch Möglichkeiten, den Algen auf natürliche Art und Weise beizukommen.

Algenmittel vorgestellt

Die Fülle an Produkten am Markt ist so groß, dass man den Überblick verlieren kann. Manche Mittel versprechen, gegen alle Algenarten wirksam zu sein, andere sagen speziellen Algenarten den Kampf an.

Gut zu wissen!

Je spezifizierter ein solches Mittel ist, umso wirksamer ist es einerseits und umso weniger Schaden fügt es andererseits den gewünschten Aquarienbewohnern zu.

Das Foto zeigt Fusselalgen
Fusselalgen gehören zu den Grünalgen

Algenmittel von Tetra

Tetra ist ein alter Hase im Aquariengeschäft und bietet daher eine Vielzahl an altbewährten Algenmitteln an.

AlguMin

AlguMin verspricht eine natürliche Bekämpfung der Algen mit Stoffen, die auch in der Natur vorkommen. AlguMin wird in Flaschen mit einem Dosiervorschlag geliefert. Sie können das Mittel bereits am Beginn vom Algenbefall und gegen alle Algensorten einsetzen.

Algizit

Algizit hat eine intensive Wirkung und richtet sich an hartnäckigere Algenprobleme. Es kommt in Tablettenform und löst sich rasch im Aquarienwasser auf, ohne es zu verfärben.

Wichtig!

Da Algizit als Biozid gilt, sollten sie niemals von der Dosierung auf der Verpackung abweichen. Bleibt der Befall bestehen, dürfen Sie die Behandlung frühestens nach vier Wochen wiederholen.

Algetten und AlgoStop Depot

Sowohl Algetten als auch AlgoStop Depot wirken langanhaltend und vorbeugend gegen Algen.

Diese Tabletten werden in speziellen Halterungen ins Aquarienwasser eingebracht, wo sie über die nächsten vier Wochen kontinuierlich ihre Wirkstoffe abgeben. Danach sind die Tabletten gegen neue auszutauschen.

Algenmittel von Easy-Life

Easy-Life ist eine relativ junge Firma, die sich ganze der Wasserpflege, Pflanzendüngung und eben der Bekämpfung von Algen verschrieben hat.

Die Markteinführung von EasyCarbo als Düngemittel, das auch Algen zu Leibe rückt, sorgte in den Nullerjahren für hitzige Diskussionen in der Aquaristikszene. Darüber hinaus bietet Easy-Life heute aber auch Produkte, die sich speziell der Algenvernichtung verschreiben.

Algenmittel AlgExit

AlgExit versteht sich als Mittel gegen sämtliche Algenarten und löst diese bei Behandlung auf. Bei hartnäckigem Befall kann diese Behandlung gerne auch verlängert werden.

Blue Exit

Das beliebte Blue Exit kann heute fast schon als Standardmittel gegen Blaualgen angesehen werden. Das Mittel gilt als sehr zuverlässig und kann sowohl präventiv als auch für den Akutfall verwendet werden.

Das Foto zeigt eine Hand voller BlaualgenFoto: mivod / shutterstock.com

Bio-Exit Green und Bio-Exit Blue

Daneben führt Easy-Life erfreulicherweise auch zwei Produkte, die auf biologischer Basis funktionieren und keine schädlichen Stoffe für Pflanzen, Fische oder Garnelen enthalten. Dabei richtet sich Bio-Exit Green gegen alle Algenarten und Bio-Exit Blue wiederum explizit gegen Blaualgen.

Algenmittel anderer Anbieter

Auch von anderen Anbietern finden Sie im Handel gängige Algenmittel. Natürlich gibt es darüber hinaus auch noch weitere Produkte.

Wichtig!

Gehen Sie bitte immer sicher, dass die Anwendung im Aquarium erfolgen soll und nicht im Gartenteich oder gar im Swimming-Pool.

Amtra Algenkur

Die amtra Algenkur bekämpft Algen auf biologische Art und Weise mit Hilfe von natürlich vorkommenden Bakterien und Enzymen. Diese bringen das aus den Fugen geratene Gleichgewicht im Aquarium wieder ins Lot.

Das Foto zeigt verschiedene Algen im Aquarium

Algenmittel Algol von JBL

Algol von JBL wird als hochwirksam angepriesen und schädigt Ihre Aquarienpflanzen nicht. Da auch kein Kupfer zugesetzt ist, kann das Mittel problemlos in Aquarien mit Garnelen eingesetzt werden.

Algenkiller von Hobby

Der Algenkiller von Hobby greift in den Stoffwechsel der Alge ein. Er verhindert den Ablauf der Photosynthese, was die Algen absterben lässt. Da Pflanzen auf chemisch anderen Wege photosynthetisieren, sind sie von der Wirkung nicht betroffen.

eSHa Protalon-707

eSHa Protalon-707 wirkt langsam aber zuverlässig. Algen werden hier bereits im Frühstadium bekämpft und sind daher nicht mehr in der Lage, Sporen zu bilden.

Was ist bei der Anwendung von Algenmitteln zu beachten?

Achtung!

Die meisten Algenmittel sind sogenannte Biozide, wirken also schädlich auf Lebewesen und deren Strukturen.

Zwar richten sich die Wirkstoffe speziell gegen Algen, aber aufgrund der Fülle an Pflanzen, Fischen, Schnecken und Garnelen, die in der Süßwasseraquaristik gepflegt werden, ist es unmöglich, Stoffe zu finden, die keine dieser Arten beeinflussen.

Pflanzen stehen Algen natürlich genetisch recht nahe, weswegen es oftmals schwierig ist, Algen zu schaden, ohne in den Stoffwechsel der Pflanzen einzugreifen.

Als besonders empfindlich gelten Garnelen, da sie nicht gut mit beigemengtem Kupfer umgehen können.

Das Foto zeigt eine Garnele, die Fadenalgen frisstFoto: Pavaphon Supanantananont / shutterstock.com

Wichtig!

Lesen Sie daher vor der Anwendung von Algenmitteln immer den Beipackzetteln und gehen Sie sicher, dass das Mittel nicht Ihren Tieren und Pflanzen schadet.

Sie sollten außerdem vor der Anwendung einen kräftigen Wasserwechsel vornehmen und dann erst wieder ein bis zwei Wochen danach, damit das Mittel seine volle Wirkung entfalten kann. Filtern Sie keinesfalls über Aktivkohle, da diese die Wirkstoffe aus dem Wasser zieht.

Die absterbenden Algen belasten das Wasser, was den Sauerstoffgehalt empfindlich senken kann. Das Mittel selber greift mitunter in die Wasserchemie ein. Behalten Sie daher Ihre Wasserparameter stets im Auge.

Wichtig!

Beobachten Sie auf jeden Fall während der Anwendung Ihre Aquarienbewohner und greifen Sie sofort ein, falls diese auffälliges Verhalten zeigen!

PH Wert im AquariumFoto: Lothar Drechsel / shutterstock.com

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Algenbekämpfung ohne chemische Mittel

Am Ende sei erwähnt, dass die Erfolg versprechenden Mittelchen aus dem Handel letztendlich nur die Symptome bekämpfen aber nicht die Ursache für das übermäßige Algenwachstum.

In Akutfällen haben sie durchaus ihre Daseinsberechtigung, langfristig hilft hingegen vor allem eine Umstellung der Gewohnheiten, die das befallene Aquarium betreffen.

Guter Nährstoffhaushalt

Oft ist ein Ungleichgewicht im Nährstoffhaushalt für das Algenwachstum verantwortlich. Diesen findet man mit einer Reihe an Wassertests heraus. Je nachdem sollten Sie entweder die Düngung verstärken bzw. anpassen oder häufigere hygienische Maßnahmen in Form von Wasserwechseln und Filterreinigung in Betracht ziehen.

Guter Fischbesatz

Auch ein Überbesatz und die damit einhergehende hohe Futtermenge trägt zu einer Erhöhung von Nitrat und Phosphat bei. Beides sind ideale Nährstoffe für Algen.

Hinweis Box Unser Tipp!

Reduzieren Sie daher entweder den Fischbestand oder die gereichte Futtermenge. Viele Fische halten problemlos zwei Hungertage in der Woche aus, in denen sie gar nicht gefüttert werden. Steigen Sie auch auf weniger belastende Futtermittel wie Lebend- oder Frostfutter um.

Neonsalmler Schwarmgröße von 20 TierenFoto: Zhuravlev Andrey / shutterstock.com

CO2-Anlage

Eine CO2-Anlage wirkt wahre Wunder sowohl im Pflanzenwachstum als auch in der Bekämpfung von Algen. Sind Pflanzen nämlich in der Lage, gesund und rasch zu wachsen, nehmen sie Algen sämtliche Nahrungsgrundlage.

Die zu starke Konkurrenz gibt Algen keine Chance. Diesen Effekt können Sie noch besser unterstützen durch das Einbringen von schnellwachsenden Pflanzen.

Lichtverhältnisse

Ein letzter Faktor ist Licht. Ist das Aquarium direktem Sonnenlicht ausgesetzt, müssen Sie mir Vorhängen oder Möbeln dafür sorgen, dass dieser Effekt möglichst reduziert wird.

Sind die eigenen Leuchtmittel des Aquariums veraltet, lohnt sich ein Wechsel oder gar eine Aufrüstung auf leistungsstärkere Modelle.

Unser Tipp!

Eine zwei- bis dreistündige Mittagspause in der Beleuchtung behagt Algen gar nicht, während Pflanzen gut damit umgehen können.

Was würde gut in ihr Aquarium passen?

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