Rundblättrige Rotala
- lat. Rotala rotundifolia -

Haltung:
Zucht:
Größe: bis 70cm
Temperatur:
PH:
GH:
KH:

Die Rundblättrige Rotala - Rotala rotundifolia

Der Name Rundblättrige Rotala ist für diese aus Südostasien stammende Rotala etwas irreführend, denn nur die emerse Landform hat wirklich runde Blätter, die submerse Aquarienform dagegen länglich schmale Blätter, der Farbton reicht je nach Beleuchtungsintensität von Hellgrün, Olivgrün bis zu Braunrot. Nur die emerse Form bildet die im Bild zu sehenden leuchtend pinkfarbenen, üppigen Blütenstände. Auch wenn diese Art im Vergleich zu anderen Rotalas einfach zu pflegen ist, bestimmte Milieuansprüche müssen erfüllt werden, damit Rotala rotundifolia auch im Aquarium ihre ganze Schönheit zeigt.

Die Rundblättrige Rotala
Blütenstände von Rotala rotundifolia (Foto: Vinayataj, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

Verbreitung der Rundblättrigen Rotala

Die Rundblättrige Rotala stammt aus Südostasien, wo sie in Sümpfen und auf Reisfeldern von der Ebene bis in höhere, kühle Lagen von mehr als 2.000m ü. NN siedelt. Mit Saatgut von Reis ist sie auch in Nordamerika eingeschleppt worden und dort inzwischen verwildert. Die Art wurde in Deutschland irrtümlich unter dem Namen Rotala indica eingeführt, was bis heute immer noch zu einiger Verwirrung führt. Beide Arten unterscheiden sich aber deutlich der Form der Blätter und Blüten voneinander.

Aussehen der Rundblättrigen Rotala

Die Rundblättrige Rotala ist eine mittelgroße Stängelpflanze. Der Name Rundblättrige Rotala und der wissenschaftliche Artname rotundifolia sind missverständlich. Nur die emerse Form dieser Rotala hat wirklich runde Blättchen, die der Aquarianer meist gar nicht zu Gesicht bekommt. Die Blätter der submersen Wasserpflanze haben dagegen eine schmal lanzettförmige Gestalt und stehen in 3- bis 4-zähligen Quirlen dicht an dicht rund um den Stängel. Die Blattspreite wird wenig mehr als 2cm lang. Je nach Beleuchtungsintensität reicht die Blattfärbung von sattem Hellgrün über Olivgrün bis zu einem rötlichen Farbton. Nur die emerse Form von Rotala rotundifolia bildet Blütenstände. Sie ähneln denen der Blütenstände von Rotala macrandra, unterscheiden sich jedoch in einigen Details der Blüten voneinander. Rotala rotundifolia ist in Form und Färbung sehr stark von den jeweiligen Milieubedingungen abhängig. Neben der Naturform bietet der Fachhandel spezielle, etwas anders gefärbte Zuchtsorten an. Wahrscheinlich gehen auch die Varianten Rotala spec. „Colorata“, „Green“ und „Gia Lai“ auf Rotala rotundifolia als Ausgangsform zurück. Die Sorte Rotala rotundifolia „Pink“ hat Blätter mit einer hellgrünen Oberseite, während die Unterseite der Blattspreite hell rosa bis rötlich gefärbt ist. Mit zunehmender Beleuchtungsstärke färbt sich auch die Blattoberseite rötlich – besonders bei den Blättern an der Triebspitze. Auch die Pflanzenstängel sind hell bis rötlich braun gefärbt. Diese Stängel wachsen zunächst aufrecht, bei intensiver Beleuchtung schließlich aber bogig überhängend.

Haltungsbedingungen der Rundblättrigen Rotala im Aquarium

Die Rundblättrige Rotala ist eine der beliebtesten Aquarienpflanzen. Sie sieht in einer Gruppe im Mittel- oder Hintergrund des Aquariums sehr dekorativ aus und wächst auch sehr schnell. Sie passt sich auch gut an die Licht- und Temperaturverhältnisse im Becken an; je intensiver die Beleuchtung, desto rötlicher verfärben sich die Blätter. Voraussetzung ist allerdings ein eisenhaltiger Dünger; der CO2-Bedarf der Pflanzen liegt bei 20 bis 30mg/l. Ist die Beleuchtung allerdings sehr hoch, dann kann sich Rotala rotundifolia dicht über dem Bodenrund in der Fläche ausbreiten, statt in die Höhe zu wachsen. Damit sie ihr buschiges Aussehen behalten, müssen die regelmäßig bis zur Wasseroberfläche emporwachsenden Sprosse gestutzt werden.

Literaturhinweise

HUMMEL,S., C.HOMRIGHAUSEN & U.GAIDA (2012): Aquarienpflanzen – Natur erleben unter Wasser.- Dennerle GmbH, Vinningen.
KASSELMANN, C. (2005): Taschenatlas Aquarienpflanzen. – E. Ulmer Verlag, Stuttgart.
http://www.pflanzenforschung.de/de/journal/journalbeitrage/programmierter-zelltod-laesst-gitterblaetter-entstehen-1839/