Schwimmpflanzen im Aquarium

Aquarianer schätzen nicht nur die Tiere, die sie in ihrem Aquarium pflegen, sondern natürlich auch die Pflanzen, da diese das biologische System stabil halten. Zudem kann man mit unterschiedlichen Pflanzen ein Aquarium sehr schön gestalten – hier findet der Aquarianer also ein Betätigungsfeld vor, auf dem er seine Kreativität besonders gut ausleben kann. Für Neueinsteiger ist es dabei wichtig zu wissen, dass es nicht nur Aquarienpflanzen gibt, die am Grund des Beckens eingepflanzt werden müssen. Eine interessante Gruppe von Aquarienpflanzen sind auch die Schwimmpflanzen. Sie eignen sich oft als Ergänzung zu Bodenpflanzen, wobei man allerdings geschickt kombinieren sollte, damit beide Pflanzengruppen gut gedeihen können. Im Folgenden erfahren Aquaristikneulinge unter anderem, in welchen Fällen die Wahl von zusätzlichen Schwimmpflanzen sinnvoll ist, wie man mit Schwimmpflanzen ein Aquarium gestalten kann und wie man diese Pflanze im Allgemeinen pflegen sollte.

Schwimmpflanzen-Arten:
Froschbiss | Hornkraut | Muschleblumen | Teichlebermoos | Wasserlinsen | Wolfsmilch

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Wann Schwimmpflanzen sinnvoll sind

Schwimmpflanzen im Aquarium

Schwimmpflanzen treiben an der Wasseroberfläche. Diese Positionierung im Aquarium trägt in der Regel dazu bei, dass der Lichteinfall in das Becken reduziert wird. Dieser Effekt kann in der Aquaristik auf der einen Seite durchaus erwünscht sein: etwa, wenn Tiere oder Pflanzen in dem Aquarium gehalten werden, die es eher schattig lieben. Auf der anderen Seite gibt es aber sicherlich auch Becken, in denen zumindest eine starke Reduzierung des Lichteinfalls weniger gerne gesehen ist. Dies ist oft der Fall, wenn sich am Bodengrund des Aquariums lichthungrige Pflanzen befinden, die sich bei mangelndem Lichteinfall nicht mehr richtig entwickeln können. Bei der Entscheidung für oder gegen Schwimmpflanzen sollte man als Aquarianer also immer auch darauf Rücksicht nehmen, welche Pflanzen und Tiere sich bereits in dem Aquarium befinden. Neue Pflanzen sollten zu den Ansprüchen passen, welche die bereits vorhandenen Pflanzen und Tiere stellen.

Viele Schwimmpflanzen sind recht nährstoffhungrig und wachsen recht schnell. Den Hunger auf Nährstoffe, den Schwimmpflanzen aufweisen, können sich Aquarianer in manchen Fällen zunutze machen: etwa, wenn sie mit einer übermäßigen Vermehrung von Algen in ihrem Aquarium zu kämpfen haben. Im Idealfall tragen die Schwimmpflanzen dazu bei, dass die Algen nicht mehr ausreichend Nährstoffe für eine weitere starke Vermehrung vorfinden. Dennoch scheint es nicht gerechtfertigt, Schwimmpflanzen zu überschätzen: Ist eine richtige Algenplage vorhanden, müssen in der Regel zusätzliche Maßnahmen eingeleitet werden.

Schwimmpflanzen werden nicht selten ebenfalls dann eingesetzt, wenn ein neues Aquarium eingefahren werden soll. Auch hier spielt die Eigenschaft, dass viele Schwimmpflanzen sehr nährstoffhungrig sind, eine entscheidende Rolle. Aquarianer versprechen sich durch den Einsatz von Schwimmpflanzen in diesem Kontext eine zügige Einpendlung der Wasserwerte.

Zudem scheint der Einsatz von Schwimmpflanzen mitunter dann sinnvoll, wenn sich Jungtiere oder kleine Aquarienbewohner in einem Aquarium befinden – vorausgesetzt, diese Tiere kommen mit der Abdunklung durch die Schwimmpflanzen zurecht. Jungtiere und andere Aquarienbewohner nutzen insbesondere feinfiedrige Schwimmpflanzen gerne als Versteck und können somit einen gewissen Schutz genießen.

Mit Schwimmpflanzen ein Aquarium gestalten

Die Etablierung von Schwimmpflanzen in einem Aquarium ist in der Regel weniger aufwendig als diejenige von Pflanzen, die am Bodengrund verweilen sollen. Schwimmpflanzen werden in der Regel einfach in das Aquarium gegeben und sammeln sich an bzw. knapp unter der Wasseroberfläche. Das Einbringen von Schwimmpflanzen in ein Aquarium ist zwar leicht, dies bedeutet allerdings nicht, dass alle Schwimmpflanzen auch darüber hinausgehend einfach zu pflegen sind. Manche Schwimmpflanzen stellen besondere Ansprüche, die man als Aquarianer kennen sollte.

Durch die Reduzierung des Lichteinfalls, die Schwimmpflanzen begünstigen, kommen die Bewohner des Beckens oft besser zur Geltung – dies gilt insbesondere für Aquarientiere, die eine auffällige Färbung aufweisen. Optisch interessant sind auch die Schattenspiele, die sich durch die Verwendung von Schwimmpflanzen in einem Aquarium erzeugen lassen. Das von oben in das Aquarium geleitete Licht wird abgelenkt.

Weist die Wasseroberfläche in einem Aquarium eine gewisse Strömung auf, ist es nicht auszuschließen, dass insbesondere kleine Schwimmpflanzen sich kontinuierlich an der Oberfläche bewegen. Manche Schwimmpflanzen vertragen eine solche andauernde Strömung allerdings nicht gut. Bei nur leichten Strömungen sammeln sich die Schwimmpflanzen nicht selten in einer Ecke des Beckens, in welcher sich die Strömung nicht derart stark bemerkbar macht. Mitunter helfen Aquarianer auch nach, wenn das Verweilen der Schwimmpflanzen in einem gewissen Gebiet erwünscht ist: Ein Hilfsmittel kann hier mitunter ein Stück Angelsehne sein.

Einige Schwimmpflanzen bilden Wurzeln, die in das Aquarium hineinreichen. Manche Aquarianer betrachten diese Wurzel eher als störend, andere finden ihren Anblick interessant und beziehen die Wurzeln bewusst in die Gestaltung ihres Beckens mit ein. Der Trend zu möglichst natürlich eingerichteten Aquarien sollte hier ein Motivationsgrund sein.

Schwimmpflanzen pflegen

Schwimmpflanzen, die zu einem starken und schnellen Wuchs neigen, müssen in der Regel recht häufig dezimiert werden. Bei manchen Schwimmpflanzen ist dieses einfach per Hand möglich, bei anderen wie etwa der Wasserlinse muss man einen Kescher zur Hilfe nehmen. Schwimmpflanzen im Zaum zu halten, ist vor allem deshalb wichtig, damit noch genügend Licht in das Aquarium einfallen kann und das Aquarium nicht vollkommen von den Pflanzen eingenommen wird. Bei der Pflege von Schwimmpflanzen sind immer die konkreten Ansprüche der einzelnen Pflanzenarten zu berücksichtigen. Aquarianer sollten wissen, dass es unter den Schwimmpflanzen einige Arten gibt, die sehr schnell wachsen und somit den Pflegeaufwand für das Aquarium ein wenig erhöhen können. Wer dieses nicht in Kauf nehmen möchte, sollte – soweit es der Tierbesatz zulässt – eventuell besser auf diese Pflanzenarten verzichten.

Beispiele für Schwimmpflanzen

Eine der bekanntesten Schwimmpflanzen ist sicherlich die Kleine Wasserlinse . Sie besteht aus vielen kleinen Blättchen, die eine längliche und dabei zugleich ovale Form annehmen, und vermehrt sich äußerst schnell. Weitere Schwimmpflanzen sind zum Beispiel der sogenannte Froschbiss , die Muschelblume , das Teichlebermoos , die Schwimmende Wolfsmilch sowie im gewissen Maße das Hornkraut . Die Vielfalt an Schwimmpflanzen, die in einem Aquarium verwendet werden können, sorgt für sehr viel Abwechslung, da sich die einzelnen Pflanzen auch optisch mitunter stark voneinander unterscheiden. Auf alle Schwimmpflanzen, die wir hier als Beispiele aufgeführt haben, werden wir in separaten Texten noch einmal detaillierter eingehen.

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