Ist das Becken richtig vorbereitet?

Unerfahrenen Aquarianern, die ein neues Aquarium und neue Fische gleichzeitig kaufen möchten, muss man unbedingt den Wind aus den Segeln nehmen. Ein Aquarium muss zunächst eingerichtet und gut eingefahren sein – Letzteres kann mehrere Wochen dauern. Während dieser Phase, in der auch schon die gesamte Aquarientechnik im Betrieb ist, werden erst langsam die Wasserwerte erreicht, die das Aquarium für Tiere überhaupt erst bewohnbar machen. Wann diese Werte erreicht sind, kann man mit Wassertests in Erfahrung bringen.

Sollen einfach nur neue Fische in ein Aquarium eingesetzt werden, in dem sich bereits andere Aquarienbewohner befinden, entfällt natürlich die Phase des Einrichtens und Einfahrens. Dennoch kann man auch in diesem Fall nicht einfach spontan neue Fische in das Aquarium einsetzen. Vorab muss auf jeden Fall geklärt werden, ob alle Tiere miteinander verträglich sind, ob die herrschenden Wasserwerte auch für die neuen Fische akzeptabel sind und ob es durch die neuen Tiere nicht zu einem Überbesatz kommt. Einen Überbesatz gilt es unbedingt zu vermeiden, da zu viele Tiere zu viele schädliche Stoffe an das Aquarienwasser abgeben und sich somit selbst die Lebensgrundlage zerstören würden.

Ist der Zeitpunkt, an dem man endlich neue Fische in das Aquarium einsetzen kann, endlich gekommen, sollte man sich für dieses Unterfangen einen Tag aussuchen, an dem man viel Zeit hat. Nicht nur, dass man erst den Weg zu einem Aquaristikgeschäft des eigenen Vertrauens finden und dort die gewünschten Tiere in Ruhe auswählen muss, auch der Transfer in das eigene Aquarium ist durchaus zeitraubend und erfordert ein hohes Maß an Geduld. Wie es sicher und gut gelingen kann, neue Fische in das Aquarium einzusetzen, erfahren Sie weiter unten. Vorab aber zu den Fragen, wo man neue Fische kaufen sollte, wie man den Transport am besten bewältigt und ob eine Quarantäne sinnvoll ist.

Wo sollte man neue Fische kaufen?

Jeder Aquarianer möchte natürlich nur neue Fische in das Aquarium einsetzen, die gesund und munter sind. Aus diesem Grunde ist es wichtig, ein seriöses Aquaristikfachgeschäft oder einen Züchter ausfindig zu machen, das bzw. der auf das Wohl der Tiere achtet. Bevor es also wirklich an den Kauf der Tiere geht, sollte man sich ein Bild von der Haltung derselben machen. Aquarianer achten dabei am besten darauf, wie gepflegt die Becken sind, und werten es als Alarmzeichen, wenn sich tote Tiere oder solche mit einem auffälligen Verhalten im Verkaufsbecken befinden. Wer sich ein wenig in das Thema Fischkrankheiten und Parasiten einliest, ist eventuell sogar in der Lage, den Gesundheitszustand der Tiere noch besser einzuschätzen und nach Krankheitssymptomen Ausschau zu halten.

Darüber hinaus ist es natürlich sinnvoll, einen Züchter oder ein Aquaristikfachgeschäft in der Nähe des eigenen Zuhauses ausfindig zu machen. Auf diese Art und Weise kann man die Transportzeit, eine recht heikle Phase für die Fische, verkürzen. Was man grundsätzlich in Bezug auf den Transport beachten sollte, wenn man neue Fische in das Aquarium einsetzen möchte, erfahren Sie im Folgenden.

Transport

Oft werden Fische in Plastikbeuteln transportiert, die mit Wasser und Sauerstoff gefüllt sind – hier ist natürlich zur erhöhten Vorsicht geraten, da Plastikbeutel bei einer unsachgemäßen Handhabung durchaus auch einmal platzen können. Zudem ist der Transport im Beutel ohne weitere Schutzmaßnahmen auch sicherlich nur dann geeignet, wenn der Transport sehr kurz ausfällt und warme Temperaturen herrschen. Dauert es ein wenig länger, bis man mit den Schützlingen nach Hause kommt und die neuen Fische in das Aquarium einsetzen kann oder ist es draußen etwas kälter, sollten die Plastikbeutel zumindest mit Zeitungspapier umwickelt werden. Das Papier schützt nicht nur ein wenig vor dem Auskühlen, sondern dunkelt auch ab, sodass der Transport für die Tiere mitunter angenehmer ablaufen kann. Bei längeren Transportwegen und niedrigeren Außentemperaturen empfiehlt sich oft auch eine weitere Isolierung. Diese kann man zum Beispiel realisieren, indem man die Beutel mit den neuen Fischen in eine Styroporbox stellt. Wenn notwendig, kann man auch mit Heatpacks und Luftsprudlern arbeiten, um den Tieren auf dem Transportweg noch bessere Bedingungen zu bieten. Was im Einzelfall zu empfehlen ist, hängt immer auch von den äußeren Bedingungen sowie von den Ansprüchen der neuen Fische ab.

Quarantäne?

Sind die neuen Schützlinge wohlbehalten zu Hause angekommen, stellt sich gleich die nächste Frage: Kann man neue Fische direkt in das Aquarium einsetzen oder sollten diese zunächst eine Quarantänephase absolvieren? Diese Frage muss man sich allerdings genau genommen schon stellen, bevor man neue Fische angeschafft hat. Möchte man nämlich eine Quarantäne durchführen, benötigt man hierzu im Idealfall ein separates Aquarium, das selbstverständlich auch eingefahren und zumindest etwas eingerichtet sein muss. In der Regel wird dieses Aquarium aber weniger aufwendig ausgestattet als das Hauptbecken. Eine Quarantäne durchzuführen, bevor man neue Fische in das Aquarium einsetzt, ist durchaus sinnvoll: In dem Quarantänebecken kann man zum einen die neuen Tiere in Ruhe beobachten und nach Zeichen, die auf Krankheiten, Keime, Parasiten und Co. hindeuten, Ausschau halten, ohne dass man die bereits vorhandenen Tiere im Hauptbecken gefährdet. Zum anderen kann man den neuen Fischen in einem Quarantänebecken die Gelegenheit bieten, sich in Ruhe an die neuen Wasserwerte zu gewöhnen, und beobachten, ob in diesem Zuge Probleme auftreten.

Wie lange die Quarantänephase andauern sollte, kann nicht einheitlich angegeben werden: Manche Aquarianer behalten neue Fische eine Woche in Quarantäne, andere dehnen die Quarantäne auf mehrere Wochen aus, um auf Nummer sicher zu gehen. Werden Probleme bei der Quarantäne erkennbar, müssen diese natürlich behoben werden, bevor die neuen Fische in das Hauptaquarium eingesetzt werden können.

Transfer in das Becken

Eine Quarantänephase kann, wie oben beschrieben, sehr sinnvoll sein, wenn neue Fische in das Aquarium eingesetzt werden sollen. Schlussendlich muss allerdings jeder Aquarianer eine eigene Entscheidung zu diesem Thema treffen. Steht nach einer Quarantäne der Wechsel in das Hauptbecken an, kann man zuvor Wasser aus dem Hauptbecken entnehmen und in das Quarantänebecken geben, damit sich die Fische langsam an dieses Wasser gewöhnen können. Nach ein paar Tagen kann man die neuen Fische dann in das Aquarium einsetzen, wobei man nicht unbedingt Wasser aus dem Quarantänebecken in das Hauptaquarium übertragen sollte.

Möchte man neue Fische in das Aquarium einsetzen, ohne zuvor eine Quarantäne durchzuführen, ist das im Folgenden beschriebene Vorgehen gängig. Aquarianer nehmen in diesem Fall häufig den Transportbeutel und platzieren diesen im noch geschlossenen Zustand auf der Wasseroberfläche im Aquarium. Dort verbleibt der Beutel längere Zeit, bis man davon ausgehen kann, dass sich sie Wassertemperatur im Beutel an diejenige, die im Aquarium herrscht, angepasst hat. Daraufhin wird der Transportbeutel leicht geöffnet und das enthaltene Wasser mit etwas Wasser aus dem Aquarium angereichert. Diesen Vorgang kann man mehrmals wiederholen, um die neuen Tiere an die neuen Wasserwerte zu gewöhnen, bevor man sie schlussendlich aus dem Beutel entlässt.

Das große Problem bei diesem Vorgehen ist, dass hierbei oft auch das Wasser aus dem Transportbeutel in das Aquarium gelangt. Dieses Wasser kann Keime enthalten, die unerwünscht und belastend für den Altbesatz sind. Aus diesem Grunde ist es besser, den Transportbeutel nach der Eingewöhnungsphase nicht mitsamt den Tieren und dem Wasser im Aquarium zu entleeren, sondern die neuen Fische aus dem Beutel herauszufangen und ohne das Wasser umzusetzen. Besser gelingt dieses natürlich dann, wenn man die Fische zuvor nicht im Transportbeutel an die neuen Wasserwerte gewöhnt hat, sondern zum Beispiel in einem größeren Eimer, in dem Transportwasser und Wasser aus dem Becken nach und nach gemischt wurden.

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