Besonderheiten, die man kennen sollte!

In den letzten Jahren tauchen im Zoofachhandel diverse Bodengründe mit dem Begriff Soil im Namen auf.

Während der Anfänger lieber bei den Klassikern Kies und Sand bleiben sollte, richten sich Soils an erfahrenere Aquarianer mit exotischeren Wünschen für Besatz und Bepflanzung.

Denn bei der Anwendung von Soil als Aquarium Bodengrund wird nicht nur das Wissen über, sondern auch die regelmäßige Kontrolle von Wasserwerten zur Pflicht.

Was ist Soil?

Egal ob Sie es im Handel als Plant Soil, Aqua Soil, Aquarium Soil oder Aktiver Bodengrund finden, im Wesentlichen sind sich alle diese Bodengründe sehr ähnlich.

Gekauft werden sie für folgende Eigenschaften:

  • enthält wertvolle Nährstoffe für gesunden Pflanzenwuchs
  • reduziert Wasserhärte und pH-Wert
  • schafft klares Wasser
  • bietet idealen Nährboden für Bakterien und Mikroorganismen
Soil als Bodengrund für anspruchsvolle PflanzenFoto: nuzaa / shutterstock.com

Um die genaue Zusammensetzung von Aqua Soil herrscht allgemeines Stillschweigen. Niemand möchte Herkunft und Herstellung preisgeben, um Nachahmer abzuhalten.

Diese Geheimniskrämerei schlägt sich vor allem im Preis nieder. Soil gehört zu den teuersten Bodengründen für Aquarien.

Soil in bestimmten Aquarienecken

Um den Preis niedrig zu halten, können Sie Soil nur in dicht bepflanzten Ecken anwenden und im restlichen Aquarium den wesentlich billigeren Kies.

Soil nur in bepflanzten BereichenFoto: BLUR LIFE 1975 / shutterstock.com

Die verschiedenen Produkte am Markt dürften einander dennoch in ihrer Zusammensetzung ähnlich sein. Tatsächlich scheint Schwarzerde vulkanischen Ursprungs die Basis der Mischung zu sein. Diese ist von Natur aus bereits mit einer Vielzahl an Nährstoffen versetzt. In der Herstellung werden davon aber noch mehr beigemengt.

Bedeutung von Soil

Das englische Wort „Soil“ übersetzt sich im Deutschen zu „Erde“ oder „Boden“.

Soil ist ein gebranntes GranulatFoto: Bokeh Blur Background / shutterstock.com

Die fertige Mischung wird schließlich gebrannt und zu einem harten Granulat verarbeitet. Der fertige Bodengrund ist dunkel bis schwarz, was letztendlich auch als optisch attraktiv empfunden wird.

Nicht nur bietet die dunkle Farbe einen angenehmen Kontrast zu den satten Farben von Fischen und Pflanzen, auch der anfallende Mulm ist nicht so leicht auszumachen wie auf hellem Bodengrund.

Über das genaue Abbaugebiet von Plant Soil schweigen die unterschiedlichen Anbieter eisern. Laut Gerüchten stammt die Erde entweder direkt aus dem Amazonasgebiet, oder aus Japan, wo Soil zum ersten Mal verwendet wurde.

Eine genaue Antwort auf die Frage nach der Herkunft dürfen wir wohl auch in naher Zukunft nicht erwarten.

Wer hat´s erfunden?

Schon seit den 1980er Jahren beschäftigte sich der Japaner Takashi Amano mit idealem Pflanzenwuchs im Aquarium. Er gründete seine Firma Aqua Design Amano (kurz: ADA), die sich der Innovation im Bereich der Aquarienpflanzenpflege verschrieb.

Im Zuge dessen entwickelte Amano nicht nur die Naturaquaristik bzw. das Aquascaping, sondern brachte auch den ersten Aqua Soil auf den Markt.

Durch den nährstoffreichen Bodengrund war auf einmal auch die Pflege besonders anspruchsvoller Pflanzen ohne weiteres möglich und die Gestaltungsmöglichkeiten seiner Unterwasserlandschaften vervielfältigten sich.

Auch heute noch wird Soil als Aquarium Bodengrund insbesondere in Aquascapes verwendet, um ideale Bedingungen für bestmöglichen Pflanzenwuchs zu schaffen. Mittlerweile ist Soil weltweit aus der Aquaristik nicht mehr wegzudenken.

Wie wirkt Aqua Soil?

Die im Soil gelösten Stoffe werden über einen langen Zeitraum sukzessiv an das Wasser abgegeben.

Huminsäuren und Tonminerale nehmen Einfluss auf die Wasserchemie und senken sowohl die Wasserhärte als auch den pH-Wert auf ein tropisches Milieu, wie wir es in typischen südamerikanischen Biotopen erwarten.

Die Nährstoffe hingegen versorgen die Pflanzen sowohl über Wurzeln als auch über das Wasser mit der notwendigen Nahrung.

Wasserwechsel

Nehmen Sie einige Tage nach dem Einrichten größere Wasserwechsel vor, da gerade zu Beginn der pH-Wert sehr tief sinken kann.

Besonders anspruchsvolle Bodendecker wie Nadelsimse oder das Kuba-Perlkraut bilden auf Soil dichte und sattgrüne Pölster aus, was auf herkömmlichen Kies einem Ding der Unmöglichkeit gleichkommt.

Pflanzen wachsen hervorragendFoto: BLUR LIFE 1975 / shutterstock.com

Zusätzlich zu den abgegebenen Nährstoffen hat Soil nämlich auch die ideale Körnung, um die Wurzeln stets mit frischem, sauerstoffreichen Wasser umspült zu halten.

Nicht zuletzt bietet die poröse Oberfläche des Granulats einen idealen Nährboden für Mikroorganismen und Bakterien. Von dort aus können sie den Abbau organischer Abfallstoffe bequem durchführen.

Wie lange hält Soil als Aquarium Bodengrund?

Neben dem Preis ist der größte Nachteil von Soil zweifelsohne die Tatsache, dass seine Wirkung mit der Zeit nachlässt.

Irgendwann hat er alle Nährstoffe an das Wasser abgegeben. Dieser Prozess geht nicht gleichmäßig vonstatten, sondern verläuft zunächst immer schwächer, bis er eines Tages ganz aufhört.

Grob gesagt tritt dieser Effekt nach ca. zwei Jahren ein, er hängt aber von mehreren Faktoren ab.

Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie regelmäßig Karbonathärte und pH-Wert kontrollieren, um so deren Anstieg festzustellen.

Hartes Wasser laugt Soil schneller aus

Je härter das Ausgangswasser, umso schneller ist der Soil ausgelaugt.

Lässt die Wirkung nach, müssen Sie aber nicht den gesamten Bodengrund tauschen. Über Flüssig- oder Bodendünger können Sie Ihre Pflanzen auch weiterhin mit den notwendigen Nährstoffen versorgen.

Steigen Härte und pH-Wert zu sehr an, können Sie mit Osmosewasser und/oder CO2-Düngung gegensteuern.

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Vor- und Nachteile auf einen Blick

Vorteile:

  • niedrige Karbonathärte und pH-Wert
  • stetige Nährstoffversorgung für die Pflanzen
  • ideales Substrat für notwendige Bodenorganismen

Nachteile:

  • hoher Preis
  • Wirkung lässt mit der Zeit nach

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