Sand oder Kies?

Ob Sand und Kies als idealer Aquarium Bodengrund gesehen werden können, wird hier erörtert.

Sand und Kies sind Kategorien, die nur aufgrund der Korngröße definiert sind. Über die Inhaltsstoffe sagen die Wörter an sich nichts aus.

Daher können sowohl Sand als auch Kies aus unterschiedlichen Gesteinsarten bestehen.

  • Schluff und Ton: unter 0,063 mm
  • Sand: 0,063 bis 2 mm
  • Kies: 2 bis 63 mm
  • Steine: über 63 mm

Ton und Schluff eigenen sich gar nicht als Bodengrund für das Aquarium und auch bei Kies sollte man 5 mm Korngröße nicht überschreiten, damit Pflanzen noch ordentlich Fuß fassen können.

Die Übergänge zwischen Sand und Kies sind also fließend und so sind es auch die Geschmäcker. Erst bei sehr kleinen Korngrößen machen sich gewisse Unterschiede bemerkbar.

In den meisten Aquarien ist es nicht ausschlaggebend, ob Sie zu Sand oder Kies greifen.

Kies im AquariumFoto: Pavaphon Supanantananont / shutterstock.com

Bodengrund Höhe und Farbe

Benötigte Menge und Bodengrund Höhe

Achten Sie darauf, dass im fertigen Aquarium der Bodengrund 5 bis 10 cm hoch ist. Größere Aquarien vertragen eine dickere Schicht.

Bodengrund Höhe im AquariumFoto: Kuatiga Creative Studio / shutterstock.com

Höhenunterschiede lassen sich ohne Barrieren kaum gezielt umsetzen und ergeben sich meistens beim Umgraben oder durch die Aktivität von Fischen von selber.

Je nach Aquariengröße und gewünschter Füllhöhe kommt ein beträchtliches Gewicht an Bodengrund zum Einsatz. Besonders am Anfang unterschätzt man leicht die benötigte Menge.

Einsatz Bodengrundrechner

Nichts ist ärgerlicher, als bei der Einrichtung des neuen Aquariums zu wenige Bodengrund zu Verfügung zu haben. Ein Bodengrund Rechner hilft Ihnen bei der Bestimmung der richtigen Menge.

Körnung und Inhaltsstoffe

Ob Sie nun zu Kies oder Sand greifen, bleibt Ihnen überlassen. Im frisch eingerichteten Aquarium finden Pflanzenwurzeln im Sand besseren Halt als in Kies, aber dieser kleine Unterschied gibt sich nach ein paar Monaten von selbst.

Wollen Sie gründelnde Fische wie Welse oder Schmerlen halten, greifen Sie eher zu Sand, da sich in diesem leichter nach Futter suchen lässt.

Keine scharfen Kanten!

Bodengrund darf keine scharfen Kanten haben, da sich Bodenfische sonst verletzen können.

Zu fein sollte die Körnung aber auch nicht sein, da der Boden sonst leicht verdichtet und sich Fäulnisstellen bilden können.

Ähnlich verhält es sich mit einer zu großen Spannweite an Korngrößen. Aquarienkies bzw. Aquariensand, den Sie im Handel erhalten, geht auf diese Kriterien ein.

Sie brauchen also nicht extra kontrollieren, ob die Korngröße innerhalb der Packung einheitlich ist oder die Kiesel abgerundet sind.

Attraktives AquariendesignFoto: BLUR LIFE 1975 / shutterstock.com

Achtung

Mischen Sie niemals Sand und Kies!

Beinahe alle im Handel erhältlichen Sorten an Bodengrund für das Aquarium bestehen aus Quarz. Dieser hat den Vorteil, dass er nicht aufschwimmt und keine Inhaltsstoffe an das Wasser abgibt.

Greifen Sie zu Sorten, die nicht für das Aquarium geeignet sind, können diese beträchtlich die Wasserhärte und den pH-Wert beeinflussen, was wir vermeiden wollen.

Kein Kalk

Auf gar keinen Fall darf der Bodengrund Kalk enthalten.

Die richtige Bodengrund Farbe

Auch die Farbe des Bodengrundes ist Geschmackssache. Bunter Kies mag auf den ersten Blick schick aussehen, aber überlegen Sie sich gut, ob Sie auf Jahre in Ihrem Aquarium Bodengrund in grellen Tönen sehen wollen. Bleiben Sie lieber bei natürlichen Farben in Schwarz-, Braun- oder Grautönen.

Dunkler Bodengrund schafft NatürlichkeitFoto: you sheng / shutterstock.com



Zu heller Bodengrund lässt Fische blass erscheinen und schreckhaft werden. Sie werden auch nach einiger Zeit jedes einzelne Körnchen Mulm sehen können.

Schwarzer Bodengrund ist hingegen ästhetisch anspruchsvoll, unterstreicht die satten Farben von Pflanzen und Tieren und lässt Mulm optisch leichter verschwinden.

Ist Ihnen tiefes Schwarz zu heftig, greifen Sie stattdessen zu einem warmen Braun oder Grau.

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Aquarium Bodengrund kaufen

Sie bekommen für Ihr Aquarium Bodengrund nicht nur im Zoofachhandel, sondern auch in der Aquaristikabteilung im Baumarkt.

Achten Sie aber bitte immer darauf, dass das Produkt auch für die Anwendung im Aquarium geeignet ist. Baukies oder Spielplatzsand sind oft verunreinigt, mit Fungiziden angereichert, scharfkantig oder nicht einheitlich in ihrer Körnung.

Bitte keine Experimente

Gehen Sie KEINE Experimente ein, um Geld zu sparen. Halten Sie sich immer an Produkte, die für den Einsatz in der Aquaristik vorgesehen sind.

Pflanzen und Tiere brauchen Bodengrund

Wichtigkeit für Pflanzen

Bis auf Schwimm- und Aufsitzerpflanzen benötigen alle Pflanzen im Aquarium den Bodengrund in erster Linie, um sich dort festzuwurzeln.

Im Gegensatz zu ihren Verwandten an Land nehmen viele Wasserpflanzen den Großteil ihrer Nährstoffe aber über die Blätter auf.

Ein Nährboden ist daher nicht zwingend nötig, vor allem, weil dieser nur für wenige Monate Nährstoffe abgibt und schlecht auszutauschen ist. Verwenden Sie für Wurzelzehrer daher lieber gezielt Düngekugeln.

Nähstoffe aus dem Bodengrund

Pflanzen der Gattungen Echinodorus und Cryptocoryne nehmen den Großteil ihrer Nährstoffe aus dem Bodengrund auf.

Fische und Turmdeckelschnecken

Für die meisten Fische ist die Beschaffenheit des Bodengrundes nicht relevant. Andere aber wühlen darin nach Futter, graben sich zu Tarnung ein oder stecken durch Aufschüttung von Sand Reviere ab.

Bodengrund als Nahrungsquelle für FischeFoto: TOMO / shutterstock.com

Besonders für Panzerwelse, Schmerlen, Dornaugen und einige Buntbarsch sollten Sie lieber zu einer feineren Körnung greifen, damit diese ihren natürlichen Verhaltensweisen nachgehen können.

Ähnlich wie Regenwürmer an Land sind Turmdeckelschnecken im Aquarium für einen gesunden Bodengrund sehr nützlich.

Sie graben sich sowohl durch Kies als auch Sand und arbeiten Mulm und anderes organisches Material in tiefere Schichten ein. Dort dient es der Nährstoffversorgung der Pflanzen.

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Andere Arten

Soil

Ebenfalls im Zoofachhandel erhältlich sind Produkte, die sich als Soil bezeichnen. Diese sind zwar auch für die Aquaristik geeignet, greifen aber in die Wasserchemie ein, was für manche Pflanzen oder Tiere unerwünscht ist.

Heben Sie sich einen solchen Bodengrund lieber für spätere Becken mit anspruchsvolleren Bewohnern auf.

Nährboden und Pflanzsubstrat

Nährböden bzw. Pflanzensubstrat dienen den Pflanzen als erster Nährstofflieferant nach dem Einrichten. Das ist nicht schädlich. Sie können aber auch getrost darauf verzichten und Ihren Pflanzen lieber mit Flüssigdünger aushelfen.

Das hat im Aquarium nichts verloren

Größere Kiesel, Steine aus der Natur mit unbekannter Beschaffenheit, Erde, Ton oder völlig unnatürliche Materialien wie Plastik oder Glasperlen haben im Aquarium nichts verloren und sollten daher auch kein Teil des Bodengrundes sein.

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