Mooskugeln

Mooskugeln sind für viele Aquarianer wahre Highlights. Geschätzt werden die flauschig wirkenden Kugeln in einem Aquarium vor allem aufgrund ihres außergewöhnlichen Äußeren, der Möglichkeit, diese Pflanzenbälle flexibel einzusetzen, sowie aufgrund ihres Nutzens für kleine Aquarienbewohner wie zum Beispiel Garnelen. Mooskugeln sind dabei auch für Personen geeignet, die sich gerade ihr erstes Aquarium anschaffen und nach Möglichkeiten Ausschau halten, dieses Becken ohne größeren Aufwand einzurichten und zu begrünen. Wer ein paar Grundinformationen zur Pflege von Mooskugeln im Aquarium einholt, wird mit ihnen gut zurechtkommen. Wissen sollte man zudem allerdings, dass die Mooskugeln ihren deutschen Trivialnamen nicht ganz zu recht tragen: Mit einem echten Moos hat man es bei den Mooskugeln nicht zu tun. Auch wenn botanische Gründe gegen eine Einordnung als Moos sprechen, weisen Mooskugeln jedoch Eigenschaften auf, die zumindest zum Teil mit denen von Moosen zu vergleichen sind. Aus diesem Grunde und weil es der deutsche Name nun einmal nahe legt, behandeln wir Mooskugeln auf unseren Seiten auch in der Abteilung Moose. Im Folgenden erfahren Sie, warum Mooskugeln kein echtes Moos sind, wie eine Mooskugel aussieht, wie man sie gestalterisch in ein Aquarium integrieren und sie pflegen kann.

Mooskugeln

Kein echtes Moos

Mooskugeln bestehen nicht aus einer Pflanze, die botanisch den Moosen zuzurechnen ist, sondern vielmehr aus einer Ansammlung von Algenfäden, die so miteinander verwoben sind, dass die charakteristische Kugelform entsteht. Mitunter können auch andere Formen von den Algen ausgebildet werden, welche Mooskugeln formen. Die runde Form ist ein Resultat von Wasserbewegungen. Auch wenn Mooskugeln aus Algen bestehen und diese eigentlich in keinem Aquarium gerne gesehen sind, muss der Aquarianer keine besondere Vorsicht bei der Verwendung von Mooskugeln unter Beweis stellen. Es ist nicht zu befürchten, dass sich Mooskugeln im Aquarium unkontrolliert vermehren oder stark wuchern würden. Dieser Umstand macht sie zu sehr pflegeleichten Pflanzen, die in einem Aquarium ohne größeren Aufwand kultiviert werden können.

So sieht eine gesunde Mooskugel aus

Mooskugeln, wie sie in den meisten Aquarien eingesetzt werden, weisen die namensgebende runde Form auf. Warum man als Laie Mooskugeln mit Moosen in Verbindung bringt, wird verständlich, wenn man die Oberfläche der Mooskugeln genauer in Augenschein nimmt. Diese Oberfläche ist sehr feinfiedrig und somit optimal geeignet, um Schwebeteilchen aus dem im Aquarium befindlichen Wasser festzuhalten. In dieser Hinsicht ähnelt die Oberfläche von Mooskugeln ein Stück weit einem Moospolster. Eine gesunde Mooskugel, die in einem Aquarium kultiviert wird, weist rund herum einen schönen satten Grünton auf. Zeigen sich hingegen braune Stelle, ist anzunehmen, dass die Mooskugel im Aquarium nicht ausreichend bewegt wurde. Diese Bewegung – um genau zu sein: das Rollen über den Bodengrund – benötigt die Mooskugel auch, um ihre Form auf Dauer behalten zu können. Mooskugeln werden bereits im Handel in unterschiedlichen Größen angeboten. Dabei sollte man gleich von vornherein ungefähr die Größe auswählen, die man für sein Aquarium als am besten geeignet betrachtet. Mooskugeln wachsen nämlich in der Regel nicht schnell. Eine Mooskugel ist dabei als sehr groß zu beschreiben, wenn sie eine Höhe und Breite von zehn Zentimetern erreicht hat. Größer werden die dekorativen Algenbälle in einem Aquarium in der Regel nicht. Kleine Mooskugeln weisen in etwa einen Durchmesser von drei Zentimetern auf und sind daher auch sehr gut für ein recht kleines Aquarium geeignet.

Mooskugeln in ein Aquarium integrieren

Mooskugeln sind nicht nur aufgrund ihrer Optik für nahezu jedes Aquarium eine Aufwertung. Dem Aquarianer wird hinsichtlich der Aquariengestaltung auch ein besonders hoher Grad an Flexibilität beim Einsatz dieser Algenbälle verliehen. Eine Mooskugel wird einfach in das Aquarium gegeben, wo sie sich mit Wasser vollsaugt und ihren Platz am Bodengrund findet. Das Besondere dabei ist aber, dass die Mooskugel nie an einem Platz verweilen muss. Festbinden oder andere Arten, die Mooskugel zu fixieren, sind sogar eher kontraproduktiv. Der Aquarianer kann und sollte die Mooskugel immer mal wieder über den Bodengrund rollen – dies schützt vor dem Absterben einzelner Algenfäden und trägt dazu bei, die Form der Mooskugel zu bewahren. Dabei muss der Aquarianer die Mooskugel nicht zwingend wieder an ihren Ausgangspunkt zurückführen, sondern kann sie auch an einem anderen Platz im Aquarium liegen lassen – dies sorgt für Abwechslung im Aquarium. Grundsätzlich erscheint es sinnvoll, Mooskugeln in einem Aquarium vor allem im Vordergrund und eventuell ab und an auch im Mittelgrund zu platzieren. Hier kommen die ansehnlichen Algenbälle am besten zur Geltung und werden in der Regel nicht zu stark durch andere Aquarienpflanzen verdeckt. Zudem wirkt es reizvoll, wenn man in einem Aquarium nicht nur eine Mooskugel pflegt, sondern zum Beispiel eine höhere Stückzahl von drei oder fünf Exemplaren. Dabei kann der Aquarianer ruhig unterschiedlich große Mooskugeln verwenden. Die Anzahl der eingesetzten Mooskugeln sollte immer davon abhängig gemacht werden, wie groß das Aquarium ist.

Anders als man zunächst denken könnte, ist die Option, Mooskugeln einfach am Bodengrund zu platzieren, nicht die einzige Möglichkeit, ein Aquarium mit den verwobenen Algenfäden zu dekorieren. Mooskugeln lassen sich auch gut teilen, wobei der Aquarianer einzelne Stücke auf Dekorationsgegenständen, die sich im Aquarium befinden, aufbinden kann. Das Resultat ist ein dichter, grüner Teppich, der zum Beispiel einer Wurzel erst das gewisse Etwas und dem gesamten Aquarium ein natürliches Erscheinungsbild verleiht.

Nutzen der Mooskugeln im Aquarium

Bei Mooskugeln muss man einfach ins Schwärmen geraten. Nicht nur, dass diese Ansammlungen von Algen sehr schön anzusehen sind, sie erweisen in einem Aquarium auch besondere Beiträge für Aquarienbewohner und Wasserqualität. Auf der moosigen Oberfläche der Mooskugeln sammeln sich Schwebeteilchen, die von kleineren Aquarienbewohnern gerne als zuverlässige Nahrungsquelle genutzt werden. Insbesondere Garnelen können Stunden damit verbringen, Mooskugeln abzuweiden. Damit aber nicht genug: Mooskugeln sind im Aquarium auch kleine natürliche Filteranlagen, die Verschmutzungen sammeln, binden und ein gutes Zuhause für wertvolle Mikroorganismen sind. All dies kann sich positiv auf die im Aquarium herrschende Wasserqualität auswirken.

Pflege und Ansprüche der Mooskugeln

Mooskugeln sind, wenn der Aquarianer ein paar Grundregeln beachtet, einfach in einem Aquarium zu pflegen. Zu diesen Grundregeln gehört es, die Mooskugeln keinen zu hohen Temperaturen auszusetzen, sie ab und an wie oben beschrieben zu bewegen und sie auch gelegentlich von zu starken Verschmutzungen zu befreien. Letzteres bewerkstelligt man am besten, indem man die Mooskugeln einfach mit Aquarienwasser ausspült. Dabei sollte man nicht allzu grob vorgehen, da zum Beispiel Mooskugeln, die nach dem Spülen sehr stark ausgedrückt werden, erst eine gewisse Zeit benötigen, bis sie zurück im Aquarium wieder zum Bodengrund absinken. Auch würde eine zu grobe Behandlung eventuell die Kugelform des Algenballs in Mitleidenschaft ziehen.