Texaskärpfling
- lat. Gambusia affinis -

Haltung: einfach
Zucht: mittel
Größe: bis 7cm
Temperatur: 20 bis 24°C
PH: 6,0 bis 8,0
GH: bis 30°dGH
KH:

Der Texaskärpfling - Gambusia affinis

Der Texaskärpfling, auch Koboldkärpfling oder Silberkärpfling genannt, hat ein Verbreitungsgebiet, welches vom Südosten der USA über Alabama und Texas bis in den Norden Mexikos reicht. Der Koboldkärpfling wurde nahezu weltweit zur Bekämpfung von Moskitos in den Tropen und Subtropen eingesetzt. Deswegen findet man den Texaskärpfling inzwischen auch in vielen Gewässern der Camargue, entlang der Biskaya-Küste Frankreichs, oder in Massen sogar im Limni Kournas, dem einzigen Süßwassersee auf der Insel Kreta. Er besiedelt Süß- und Brackwassergebiete. Man findet ihn in Seen, Entwässerungsgräben, feuchten Sümpfen und salzhaltigen Lagunen. Da er in großen Mengen die Larven und Puppen der Mücken vertilgt, hat er entscheidend zur Ausrottung der Malaria in Europa beigetragen. In Europa hat sich der Texaskärpfling im Laufe vieler Generationen soweit an die Wasserverhältnisse anpassen können, dass er auch Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt gut verträgt. Im Freiland liegt die Fortpflanzungszeit des Texaskärpflings zwischen April und Oktober.

Weibchen des Texaskärpflings
Foto: Public Domain

Merkmale, Form und Färbung des Texaskärpflings

Der Körper des Texaskärpflings ist nur wenig abgeflacht und mäßig gestreckt; die Proportionen sind denen des Guppys ähnlich. Männchen und Weibchen sind anhand des Gonopodiums (den 3. bis 5.Flossenstrahlen der Afterflosse, die zu einem Kopulationsorgan des Männchen umgewandelt worden sind), bzw. des Laichflecks oberhalb der Afterflosse leicht voneinander zu unterscheiden. Die Texaskärpflinge haben einen oben etwas abgeflachten Kopf. Der Schwanzstiel ist relativ lang und seitlich abgeflacht. Die Mundspalte ist eng und schräg nach oben gerichtet. Der Rücken ist grau oder leicht oliv gefärbt, die Körperflanken grünlich bis bläulich schimmernd, die Bauchseite dagegen silbrig-weißlich. Über das Auge verläuft in der Regel ein schmaler, schwarzer Strich schräg vertikal. An einigen Fundorten findet man ausschließlich schwarzgefleckte Formen, die früher als eigene Unterart Gambuisa affinis holbrooki beschrieben wurden, während die ungefleckte, einfarbige Nominatform Gambusis affinis affinis genannt wurde. Diese Einteilung hat aber genetischen Nachprüfungen nicht standhalten können.

Haltung des Texaskärpflings im Aquarium

Der Texaskärpfling ist ein sehr bewegungsfreudiger Gruppenfisch, der viel Freiraum zum Schwimmen braucht. Daher sollte das Aquarium eine Mindestlänge von 80 bis 100cm haben. Ist das Becken zu klein, so geraten die Fische leicht in Stress oder neigen zu Kannibalismus. Da der Texaskärpfling rauf- und streitlustig ist und auch anderen Fischen nachstellt und ihnen die Flossen beschädigt, sollte er nicht im Gesellschaftsbecken gehalten werden. Der Texaskärpfling war noch vor dem Guppy einer der ersten Aquarienfische unter den lebendgebärenden Zahnkarpfen, erreichet jedoch nie die Beliebtheit des Guppys, da er weniger farbenprächtig und auch schwerer nachzuzüchten ist. Der Texaskärpfling ist Allesfresser, Pflanzenkost und Algenaufwuchs sollten aber nicht als Nahungsergänzung fehlen. Außerdem nimmt er als Moskitobekämpfer natürlich auch gerne Lebendfutter an – z.B. Münckenlarven und -puppen, die rote Larven der Zuckmücken und auch Tubifex.

Nachzucht des Texaskärpflings unter Aquarienbedingungen

Weibchen aus Zuchtstämmen haben oft einen unregelmäßigen Fortpflanzungsrhythmus zwischen 23 Tagen und mehreren Monaten. Zudem verlieren sie die Jungen oft schon im Dottersackstadium als unterentwickelte Embryonen. Man vermutet, dass die Weibchen mit dem falschen Futter und zu schnell herangezogen wurden. Weibchen aus Importen zeigen solche Probleme nicht und bekommen regelmäßig voll entwickelten Nachwuchs.