Mit dem Thema Fischkrankheiten sollten Sie sich im besten Fall vertraut machen, bevor Sie damit in Berührung kommen. Das verhindert hastig getroffene Entscheidungen, die die Krankheitssymptome noch verstärken oder im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres führen können.

Einige Krankheiten lassen sich nämlich problemlos behandeln, dafür muss aber die entsprechende Hausapotheke und das Wissen über die häufigsten Erreger vorhanden sein.

Die häufigsten Fischkrankheiten

Es gibt eine Vielzahl an Krankheiten, die unsere Aquarienfische befallen können. Mit den meisten davon kommt aber kaum jemand jemals in Berührung. Der Großteil der erkrankten Fische lässt sich nur einer Handvoll von Krankheiten zuordnen.

Weißpünktchenkrankheit

Das Foto zeigt einen Neon der von der Weißpünktchenkrankheit befallen istFoto: Amazing Arts Store / shutterstock.com

Mit dieser, auch Ichthyophthiriose genannten, Krankheit hat fast jeder Aquarianer im Laufe seines Hobbys bereits zu tun gehabt. So häufig wie die Krankheit auftritt, so einfach ist sie zum Glück auch zu behandeln.

Die winzig kleinen weißen Punkte auf der gesamten Körperoberfläche des befallenen Fisches sind leicht auch vom Laien zu diagnostizieren und mit keiner anderen Krankheit zu verwechseln.

Schon gewusst?

Die Symptome gehen auf einzellige Wimperntierchen zurück, die sich in der Schleimhaut der Fische einquartieren.

Für Weißpünktchenkrankheit finden Sie im Fachhandel gut wirksame Medikamente, die alle Malachitgrün enthalten.

Halten Sie unbedingt die empfohlene Dauer und Dosis der Medikation ein. Auch wenn die Fische keine Punkte mehr aufweisen, können sich die Erreger nämlich noch unsichtbar im Wasser befinden.

Fischtuberkulose

Das ist eine der grausamsten Krankheiten, die Ihre Fische befallen kann. Meist beginnt es mit Entzündungen der Haut und Verkrümmungen der Wirbelsäule.

Am Ende einer furchtbaren Symptomliste stehen das Ausfallen von Schuppen und der Verlust der Augen.

Die Krankheit ist nicht behandelbar und führt immer unweigerlich zum Tod.

Wichtig!

Sollten Sie befallene Fische haben, erlösen Sie diese bitte mit einer Überdosis Nelkenöl, bevor die Symptome immer schlimmer werden.

Danach bleibt nur eine Kompletträumung und Desinfizierung des Beckens, da der Erreger entsprechend hartnäckig ist.

Schon gewusst?

Die Fischtuberkulose kann auch auf den Menschen übertragen werden, löst aber bei uns „nur“ Ausschlag und Ekzeme aus.

Bauchwassersucht

Bei dieser Krankheit kommt es aufgrund einer Fehlfunktion der Nieren zu erhöhten Wasserablagerungen im Bauch. Dieser bläht sich immer weiter auf, bis am Ende sogar die Schuppen vom Körper abstehen und die Augen hervortreten.

In diesem Stadium können Sie einen befallenen Fisch nur noch erlösen. Eine Räumung des Beckens ist nicht erforderlich, aber penible Sauberkeit und Einsatz von antibakteriellen Mitteln sollte in den nächsten Wochen im Fokus stehen, um die übrige Besatzung des Beckens zu retten.

In den ersten Tagen ist eine Bauchwassersucht übrigens sogar noch behandelbar. Jedoch ist sie zu diesem Zeitpunkt mit freiem Auge leider noch nicht zu erkennen.

Maulfäule/Flossenfäule

Diese Krankheiten treten vor allem bei geschwächten Tieren und in stark vernachlässigten Becken auf.

Diese Situation nützen bakterielle Erreger schamlos aus. Während bei der Flossenfäule die Flossen zusehends ausfransen, verfärbt sich bei der Maulfäule die Maulregion heller.

Im Anfangsstadium reichen in der Regel großzügige Wasserwechsel und eine drastische Verbesserung der Beckenhygiene.

Erlenzäpfchen, Seemandelbaumblätter und vitaminreiche Nahrung unterstützen zusätzlich das Immunsystem der befallenen Tiere. In schweren Fällen können Sie auch auf Medikamente aus dem Fachhandel zurückgreifen.

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Pilzinfektionen

Das Foo zeigt einen Fisch mit abstehenden Schuppen und herausstehenden AugenFoto: Lienda Yunita Apponno / shutterstock.com

Diese entstehen vor allem nach zuvor zugezogenen Wunden. An den Wundrändern breiten sich dann ein watteartiger Belag oder braune Fäden aus.

Beide deuten auf einen Pilzbefall hin. Helfen Sie Ihren Tieren mit einer Verbesserung der Wasserqualität und beseitigen Sie mögliche Stressfaktoren.

Erhöhen Sie dann für einige Tage die Temperatur des Aquariums auf ca. 28 bis 30 Grad. In akuten Fällen können Sie die befallenen Fische auch kurz in ein Salzbad setzen, um dem Pilz beizukommen.

Sonstige Krankheiten

Auch bei Fischen kann Krebs auftreten, was sich insbesondere durch Tumore oder Wucherungen bemerkbar macht. Krebs ist bei Fischen nicht behandelbar.

Zwar können die Tiere mit Ihren Tumoren oft noch recht gut weiterleben, langfristig sollten Sie solche Tiere aber erlösen.

Parasiten sind meist mit freiem Auge sichtbar, weil sie aus Körperöffnungen oder an der Fischhaut hängen. Diese werden meist durch Neukauf oder Lebendfutter aus dem Freiland eingeschleppt. Salzbäder und diverse Medikamente haben sich für die Behandlung bewährt.

Andere Krankheiten befallen nur bestimmte Fischfamilien, wie die Neonkrankheit der Salmler oder die Lochkrankheit der Buntbarsche. Beide sind zum Glück kein Todesurteil.

Das Foto zeigt einen Goldfisch der auf dem Rücken schwimmt
Kranke Fische schwimmen teilweise auf dem Rücken
Foto: M-Production / shutterstock.com

Typische Symptome

Sie sollten sich täglich zumindest wenige Minuten Zeit nehmen, um Ihre Tiere zu beobachten. Am besten machen Sie das während der Fütterung. So lassen sich geänderte Verhaltensweisen besonders gut entdecken.

Achten Sie auf Appetitlosigkeit, ruckartiges Herumschwimmen, Scheuern an der Dekoration und Schnappen nach Luft. Auch ein regungsloses Verweilen an der Wasseroberfläche oder auf dem Bodengrund sind typische Alarmzeichen.

Körperliche Anzeichen sind Wucherungen, Glotzaugen, ein aufgeblähter oder eingefallener Bauch, abstehende Schuppen, Punkte, eine blasse Farbe und eingerissene bzw. wattige Flossen.

Manchmal ziehen sich unsere Fische im Kampf oder bei einem Missgeschick Wunden zu, die bei gesunden Tieren problemlos verheilen. Halten Sie solche Wunden auch täglich im Auge.

Kommt es hier zu unschönen Veränderungen, sollten Sie möglichst rasch mit antibakteriellen Mitteln eingreifen.

Das Foto zeigt einen kranken Fisch mit WucherungenFoto: Amazing Arts Store / shutterstock.com

Welche Mittel sollten im Aquarienhaushalt nie fehlen?

Leider müssen Sie sich um die Behandlung Ihrer Tiere selber kümmern, da die wenigsten Tierärzte im Umgang mit Fischen geschult sind.

Seemandelbaumblätter, Erlenzäpfchen und Zimtstangen haben eine antibakterielle Wirkung und sollten immer griffbereit sein. Sie können vorbeugend oder gezielt eingesetzt werden.

Nachdem all diese Pflanzenteile getrocknet gekauft werden, sind sie zum Glück lange haltbar.

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Das gilt auch für Meersalz, das für Salzbäder immer parat stehen sollte.

Wichtig!

Legen Sie sich reines Meersalz aus dem Zoofachhandel zu. Speisesalz aus dem Supermarkt ist mit Jod angereichert, das wir nicht im Aquarienwasser haben wollen.

Medikamente verderben sehr schnell und sollten wirklich nur im Ernstfall gekauft werden. Aufgrund der Häufigkeit der Weißpünktchenkrankheit schadet aber ein kleiner Vorrat an einem Malachitgrünhaltigem Medikament keineswegs.

Nelkenöl können Sie in jeder Apotheke beziehen und sollte immer bei Ihnen zu Hause vorrätig sein. Zwar behandelt das Öl keine Fische, es gilt aber als wirksames Fischnarkotikum.

Tritt der traurige Fall ein, dass ein Tier nur noch erlöst werden kann, tun Sie das am schonendsten mit einer Überdosis Nelkenöl.

Gehen Sie aber bitte davor sicher, dass dem Fisch wirklich nicht mehr zu helfen ist und Sie alles probiert haben, um das Leben des Tieres zu retten.

Ursache für Fischkrankheiten

Das Foto zeigt einen kranken Fisch der nach Luft schnapptFoto: Rumaisha Project / shutterstock.com

Viele Fischkrankheiten gehen auf bakterielle Erreger zurück, andere sind Pilzkrankheiten.

Diese mikroskopisch kleinen Erreger finden sich in vielen Aquarien in so geringer Konzentration, dass es nie zu einem Ausbruch kommt. Fische werden erst dann befallen, wenn sie geschwächt oder gestresst sind.

Sehr wichtig!

Um einem Ausbruch vorzubeugen, sollten Sie die Hygiene Ihres Beckens sehr ernst nehmen. Dazu gehören: regelmäßiger Wasserwechsel, Absaugen abgestorbener Pflanzenteile & die Wartung des Filters.

Befinden sich bereits kranke Fische im Aquarium, können Sie die Wasserwechselintervalle für einen Zeitraum erhöhen, um die Keimdichte im Wasser niedrig zu halten.

Die häufigste Ursache für Fischkrankheiten ist aber Stress. Vermeiden Sie also eine hohe Besatzdichte, zu starkes Licht, laute Geräusche oder allzu viel Trubel rund um das Aquarium.

Halten Sie überdies die Wasserwerte auch über einen langen Zeitraum stabil. Arbeiten Sie mit Osmosewasser, sollten Sie sich das Mischverhältnis genau notieren und bei jedem Wasserwechsel strikt einhalten.

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Aus dem Grund erkranken oft vermeintlich gesunde Fische direkt nach dem Umzug zu Ihnen nach Hause. Um den Stress in dieser Ausnahmesituation möglichst gering zu halten, sollten Sie die Fische langsam an die neuen Wasserwerte gewöhnen und bei ausgeschalteter Beckenbeleuchtung einsetzen.

Um das Immunsystem zu unterstützen, können Sie dem Wasser in der Umgewöhnungsphase Erlenzäpfchen oder Seemandelbaumblätter zufügen.

Besonders vorsichtige Aquarianer haben extra für diesen Zweck ein Quarantänebecken als Zwischenlösung eingerichtet, um Fischkrankheiten vorzubeugen.

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