max. Größe 6 cm
Haltung mittel
Wasser-
temperatur
24 bis 28  °C
Wasserwerte PH: 5.5 - 6.8 pH
GH: 1 - 4 °dH
KH: 1 - 2 °dGH
Zucht mittel

Lebensraum des Schokoladenguramis

Der Schokoladengurami hat sein natürliches Verbreitungsgebiet auf der malaiischen Halbinsel und auf der Nachbarinsel Sumatra. Er besiedelt langsam fließende, verkrautete Flüsse mit extrem mineralarmem, weichem und saurem Wasser. Dabei scheinen allerdings die Vorkommen rund um Singapur und die Südspitze der Malaiischen Halbinsel durch starke Verbauung und Verschmutzung der Fließgewässer im Zuge der Industrialisierung bereist erloschen zu sein.

Merkmale, Form und Färbung

Der Schokoladengurami hat eine wirklich schokoladenbraune Körpergrundfärbung, auf der sich die helleren Querstreifen deutlich abzeichnen. Die Männchen sind von den Weibchen gut durch die länger ausgezogene Rückenflosse und den hellen Saum von Rücken- und Afterflosse zu unterscheiden.

Biologie und Verhalten des Schokoladenguramis

Schokoladenguramis sind friedlich, aber etwas scheu. Man sollte sie daher paarweise in einem mittelgroßen Artbecken oder in einer kleinen Gruppe in einem entsprechend größeren Becken mit vielen Versteckmöglichkeiten und Landmarken, an denen die Reviergrenzen der einzelnen Paare festgelegt werden können, halten. Ob diese Fische sich als Schaumnestbauer oder Maulbrüter fortpflanzen, oder sogar beide Fortpflanzungsstrategien sich in einem Paar vereinigen können, scheint bis heute noch nicht vollständig geklärt worden sein.

Haltung des Schokoladenguramis im Aquarium

Für die Pflege eines Paares empfiehlt LINKE (1980) ein dicht bepflanztes, 80cm langes Artbecken mit einem sehr weichen und sauren Wasser (pH 5,5 bis 6, Gesamt- und Karbonathärte jeweils 2 bis 3dH oder weniger) bei einer Wassertemperatur um 28, maximal 30 Grad Celsius. Das Aquarium sollte mit einer dunklen Rückwand und dunklem, feinkörnigem Bodengrund ausgestattet werden. Das Wasser wird über Torfzusatz gefiltert, welches dem Wasser eine leicht bräunliche Färbung verleiht und damit der natürlichen Färbung der Heimatgewässer nahekommt. Damit sich die Luft über der Wasseroberfläche erwärmen kann und die Fische dort den Luftvorrat des Labyrinthorgans erneuern können, muss das Aquarium einige Zentimeter über der Wasseroberfläche mit einer Glasscheibe abgedeckt werden. Da die Schokoladenguramis in ihren Heimatgewässern in einem sauren Milieu leben, welches durch die Humin- und Gerbstoffe, die das Wasser kaffeebraun färben, nahezu keimfrei ist, sind sie im Aquarium besonders anfällig gegenüber Bakterien und Hautparasiten. MEYER (1989) empfiehlt daher, die gerbsäurehaltigen Extrakte aus ausgekochten Erlenzäpfchen oder Walnussschalen ins Wasser zu geben. Auch ein wöchentlicher Wasserwechsel hilft die Keimzahlen niedrig zu halten. Dabei ist es besonders wichtig, dass das Frischwasser zuvor möglichst an die im Aquarium herrschenden Wasserwerte angeglichen wird. MEYER empfiehlt Mückenlarven als Futter für die Schokoladenguramis; diese sollten aber aus unbelasteten Gewässern stammen oder einige Tage in klarem Wasser gewässert werden, bevor sie den Fischen angeboten werden. Auch als Fruchtfliegen und kleine Schaben, die auf die Wasseroberfläche gestreut werden, sollen gerne stellvertretend für die Anflugnahrung in ihren Heimatgewässern angenommen werden. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit nehmen die Schokoladenguramis auch Trocken- und Forstfutter an. In jedem Fall müssen die Futterbrocken klein genug sein, da die Fische eine enge Maulspalte haben.

Nachzucht des Schokoladenguramis unter Aquarienbedingungen

Haltung und Zucht des Schokoladenguramis galten lange Zeit als heikel und schwierig. Das lag aber wohl eher an der Unkenntnis über Lebensgewohnheiten und Fortpflanzungsbiologie. Nachdem der Schokoladengurami seit längerem auch unter Aquarienbedingungen erfolgreich gezüchtet und das Geheimnis seiner Vermehrungsstrategie gelüftet worden ist, erweist sich die Art als gar nicht mehr so schwierig. Denn der Schokoladengurami ist kein Schaumnestbauer, wie lange Zeit vermutet wurde, sondern ein Maulbrüter. Das Ungewöhnliche für einen Labyrinthfisch daran ist, das hier nicht das Männchen, sondern das Weibchen die Eier erbrütet. Nach MEYER (1989) soll es aber dennoch einige Populationen des Schokoladenguramis geben, bei den die Männchen wie bei vielen anderen Labyrinthern auch Schaumnester an der Wasseroberfläche bauen, die aber nicht sehr stabil sein sollen und leicht wieder zerfließen. Sogar Kombinationen zwischen beiden Fortpflanzungsstrategien soll es geben: Danach baut das Männchen ein Schaumnest, sammelt die Mehrzahl der Eier ein und bringt sie ins Schaumnest, während das Weibchen das restliche Gelege im Maul erbrütet. Doch zurück zu den reinen Maulbrütern: Die Schokoladenguramis laichen meist in den Abendstunden. Sie umkreisen sich zunächst, dann umschlingt sich das Paar in Bodennähe und die Eier werden vom Weibchen in eine kleine Laichgrube am Boden abgestoßen, und zwar alle Eier auf einmal. Beim Schokoladengurami können das dann bis zu 50 Stück sein. Die Eier werden vom Männchen befruchtet und dann vom Weibchen ins Maul aufgenommen. Das Weibchen zieht sich nun für die nächsten Tage in ein ruhiges Versteck zurück und wird vom Männchen bewacht. Durch die Kaubewegungen des Weibchens werden die Eier im Maul hin und her bewegt und so mit frischem, sauerstoffreichen Wasser versorgt. Nach etwa drei Tagen beginnt sich der Kehlsack des Weibchens stark zu wölben, ein Zeichen, das die Larven geschlüpft sind. Nach weiteren drei Tagen werden die nun bereits 5mm großen Jungfische vom Weibchen ausgespuckt. Man füttert sie nun mit sauberem Tümpelfutter und Infusorien, später mit Artemia-Nauplien. Es soll jedoch auch wiederum Stämme gegeben, bei denen nicht das Weibchen, sondern das Männchen die Maulbrüter sind. Bei den beiden Schwesterarten, Sphaerichthys acrostoma und Sphaerichthys vaillanti tragen immer nur die Männchen die Brut aus.

BINZENHÖFER, A (2010): Spahaericthys osphromenoides.- Galerieproträts. – Internationale Gemeinschaft für Labyrinthfische.-http://joomla.igl-home.de/index.php?option=com_content&view=article&id=237%3As-osphromenoides&catid=52%3Asphaerichthys&Itemid=79&lang=de
KOKOSCHA,M. (1998): Labyrinthfische.- E.Ulmer Verlag (Stuttgart).
LINKE,H. (1980): Farbe im Aquarium -Labyrinthfische.- Tetra Werke (Melle).
MEYER,R. (1989). BI-Lexikon-Aquarienfische.- Bibliographisches Institut Leipzig.
VIERKE, J. (1978): Labyrinthfische und verwandte Arten.- Engelbert Pfriem Verlag (Wuppertal-Elberfeld).

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