Sternkraut
- lat. Tonina fluviatilis -

Haltung:
Zucht:
Größe: 10 bis 35cm
Temperatur:
PH:
GH:
KH:

Das Sternkraut - Tonina fluviatilis

Das Sternkraut stammt aus Schwarzwasserbächen Mittel- und des nördlichen Südamerikas. Es besticht durch seine eigenwillige Anordnung der sattgrün-gelblichen Laubblätter, die wechselständig in Rosetten rund um den aufrecht wachsenden Stängel stehen. Nur wenn die Milieubedingungen der Pflanze erfüllt werden, entwickelt sie sich im Aquarium zu einer dekorativen Pflanze: Dazu gehören saures und weiches Wasser mit einer ständigen Strömung, viel Licht und Wärme. Wie bei Stängelpflanzen üblich kann auch das Sternkraut mit Hilfe von Kopfstecklingen vegetativ vermehrt werden.

Verbreitung des Sternkrauts

Das Sternkraut kommt in Mittelamerika und im nördlichen Südamerika vor. Der Artname fluviatilis weist bereits daraufhin: Dies ist eine Fließwasserart. Sie stammt aus sauren und weichen Regenwaldbächen, sogenannten Schwarzwasserbiotopen. Im flachen Wasser bildet das Sternkraut dort dichte Pflanzenpolster.

Aussehen des Sternkrauts

Das Sternkraut wächst im Aquarium als submerse Unterwasserpflanze als aufrecht stehende Stängelpflanze, die mit maximal 35 bis 40cm relativ niedrig bleibt. Die Unterwasserblätter sind wechselständig zu Rosetten angeordnet. Mit dieser speziellen Anordnung unterscheidet sich Tonina fluviatilis deutlich von anderen im Aquarium gepflegten Stängelpflanzen. Die Blattform ist schmal lanzettartig und zur Spitze hin nach unten gebogen. Die Blattfarbe ist hell-grün bis gelbgrün. Nur als emerse Landpflanze bildet das Sternkraut einen Blütenstand.

Haltungsbedingungen des Sternkrauts im Aquarium

Das Sternkraut gilt als anspruchsvolle und schwierige Aquarienpflanze, da die Milieuansprüche dieser aus schwarzwasserführenden Regenwaldbächen stammenden Pflanzenart nicht einfach zu erfüllen sind. Das Sternkraut braucht weiches und vor allem saures Wasser (pH<6) und eine ständige gerichtete Wasserströmung im Becken. Darüber hinaus ist das Sternkraut wärmebedürftig und braucht viel Licht, um sich zu einer dekorativen, dicht belaubten Aquarienpflanze zu entwickeln. Auch eine ausreichende Versorgung mit Kohledioxid (20 bis 40mg/l), Eisen und Spurenelementen ist unverzichtbar.

Werden alle Milieubedingungen erfüllt, dann wächst das Sternkraut jedoch recht schnell bis zu voller Größe heran. Man setzt es am besten in einer kleinen Gruppe in den Mittelgrund des Beckens, wobei Stängelpflanzen unterschiedlicher Größen zusammengesetzt werden sollten. Wenn die Triebe zu lang werden, knipst man die Spross-Spitzen ab und setzt sie als Kopfsteckling an anderer Stelle im Aquarium wieder in den Bodengrund.

Literaturhinweise

KASSELMANN, C. (2005): Taschenatlas Aquarienpflanzen.- E. Ulmer Verlag, Stuttgart.