max. Größe 10 cm
Haltung mittel
Wasser-
temperatur
21 bis 28  °C
Wasserwerte PH: 5.5 - 7 pH
GH: 7 - 14 °dH
KH: 3 - 8 °dGH
Zucht mittel
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Lebensraum des Agassiz-Zwergbuntbarsches

Der Agassiz-Zwergbuntbrasch kommt sowohl im brasilianischen, schwarzwasserführenden Stromgebiet des Amazonas als auch südwestlich davon in Rio Ucayali in Peru vor. Er besiedelt langsam fließende Flussareale und stehende Gewässer mit steinig-sandigem Untergrund und Laubansammlungen, vor allem dort, wo sich genügend Verstecke unter großen Steinen, Baumwurzeln u. ä. bieten.

Merkmale, Form und Färbung

Der Agassiz-Zwergbuntbarsch wird auch manchmal Buntschwanz-Zwergbuntbarsch genannt. Die Geschlechtsunterschiede sind beim Agassiz-Zwergbuntbarsch nicht sehr ausgeprägt: Die Männchen werden etwas größer und sind auch etwas farbenprächtiger als die Weibchen. Die Männchen haben vor allem größere und stärker ausgezogene Flossen. Die sind zwar etwas blasser und gelblich in der Körpergrundfärbung, dafür tritt aber bei ihnen der schwarze Längsstreifen, der sich von der Schnauzenspitze bis in die Schwanzflosse zieht, deutlicher hervor.

Diese Zwergbuntbarsche haben eine gestreckte, seitlich etwas zusammengedrückte Form. Die Rückenpartie ist bräunlich gelb bis grünblau gefärbt, die Seiten gelblich-orange gefärbt, welches zur Schwanzflosse hin in eine grünlichblaue Färbung übergehen. Die Kiemendeckel der Männchen weisen leuchtend blaue Striche und Muster auf. Neben der bereits erwähnten dunklen Mittelllinie zieht sich eine zweite, dünnere und weniger ausgeprägte Binde vom Maul in einem Bogen schräg abwärts.

Die Basis der Rückenflosse ist schwarz gefärbt, der äußere Teil der Rückenflosse vorne blaugrün gefärbt, im hinteren Teil eher dunkel- und hell-grau marmoriert, während der Flossensaum und die ausgezogene Flossenspitze intensiv rot gefärbt sind. Die säbelförmigen Bauchflossen sind orangerot gefärbt mit schwärzlichen Flossenstrahlen. Die Brustflossen sind dagegen farblos transparent.

Gegenüber den Wildformen und Importtieren sind die Nachzuchten meist deutlicher blasser gefärbt. Auch von diesem Zierfisch gibt es inzwischen verschiedene Zuchtformen mit einer gelben, grünen oder rötlichen Grundfärbung.

Haltung des Agassiz-Zwergbuntbarsches im Aquarium

Das Becken sollte für Apistogramma agassizii in typischer Zwergbuntbarsch-Weise eingerichtet werden mit einer teilweise dichten Rand – und Hintergrundbepflanzung, einigen kleineren Steinhöhlen und Tonröhren als Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten und einigen starker abgedunkelten Arealen. Auch auf der Seite liegende oder umgestülpte Tontöpfe mit einem Einschlupfloch oder eine halbe Kokosnussschale werden gerne ersatzweise als Unterschlupfmöglichkeit angenommen.

Der Agassiz-Zwergbuntbarsch kann mit Salmlerarten, die sich vor allem oberflächennah oder in der Mittelschicht im Aquarium aufhalten und offen brütenden Zwergcichliden der Gattung Letacara zusammen gepflegt werden. Er sollte jedoch nicht mit größeren Zierfischen zusammen gehalten werden, da er sonst nicht seine prächtigen Farben und Flossen zeigt.

Damit jeweils ein Männchen mit mehreren Weibchen zusammen gehalten werden kann – er gehört zu den haremsbildenden Zwergbuntbarschen – sollte das Aquarium wenigstens 10 Liter (entspricht einer Beckengröße von 100 x 40 x 40cm) fassen. Gefüttert wird mit Kleinkrebsen und anderen kleinen Lebend-Futtersorten.

Nachzucht des Agassiz-Zwergbuntbarsches

Apistogramma agassizii ist ein haremsbildender Versteckbrüter. Zwar kann man diese Zwergbuntbarsche auch paarweise halten, doch einige Männchen mit einer größeren Anzahl Weibchen zusammen gehalten, das entspricht eher ihrem Naturell. Die Männchen bilden dann einen Harem und beanspruchen ein größeres Revier, welches in mehrere kleine Reviere der zum Harem gehörenden Weibchen aufgeteilt wird.

Zur Zucht sollten die Becken daher ein Volumen von 200 Liter und mehr haben. In kleineren Becken kann es passieren, dass die Weibchen, die die Brutpflege übernehmen, ihre eigenen Männchen töten. Da kann es helfen, wenn die Zwergbuntbarsche mit anderen Fischarten wie Salmlern oder kleineren Welsarten vergesellschaftet werden. Dann spannt das Weibchen sein Männchen bei der gemeinsamen Verteidigung des Brutreviers mit ein, statt es anzugreifen und zu töten. Auch untereinander bekämpfen sich die Weibchen des gleichen Harems.

Diese Zwergbuntbarsche können zwar auch in „normalem“ Aquarienwasser mittlerer Härte und neutralem bis leicht alkalischem pH-Wert gehalten werden, zur Zucht ist aber weiches, leicht saures Wasser förderlich mit einer Gesamthärte bis 10°dGH, einer Karbonathärte bis 4°dKH und pH-Werten zwischen 5,8 und 6,8.

Die Eier werden in der Regel an die Höhlendecke geklebt, und dann wird dem Gelege bis zum Schlüpfen der Larven vom Weibchen ständig Frischwasser zugefächelt. Die Eier von Apistogramma agassizii haben eine längliche Form und sind dunkelrot gefärbt. Unterdessen verteidigt das Männchen das Brutrevier gegen jeden Eindringling.

Die Jungen schlüpfen nach einigen wenigen Tagen und werden dann vom Weibchen in einer flachen Grube im Sand oder in einer Fels- und Steinspalte einquartiert, aber immer wieder umgebettet. Nach 5 bis 6 Tagen ist das Dottersackstadium beendet, und die kleinen Jungfische beginnen frei umher zu schwimmen. Dabei führt das Weibchen seine Jungfische in einem kleinen Schwarm an und versucht durch bestimmte Bewegungssignale seine Jungschar zusammenzuhalten. Ist Gefahr im Anzug, dann lassen sich die Jungen auf ein bestimmtes Signal ihrer Mutter hin zu Boden sinken oder drängen sich im Schutz ihrer Mutter zusammen.

Nach etwa 3 bis 4 Wochen sind die Jungfische dann endgültig „flügge“ und machen sich selbstständig. Jungfische, die den Kontakt zu ihrer Gruppe verloren haben oder schon früher von ihrer Mutter verlassen werden, werden oft von anderen brutpflegenden Weibchen adoptiert. Das hat zur Folge, dass man manchmal ein Zwergbuntbarschweibchen mit einer Schar von Jungfischen unterschiedlicher Altersklassen durch das Aquarium streifen sieht.

Das Männchen beteiligt sich nur äußerst selten an der Brutpflege. Einige Züchter schildern, das Weibchen in Brutpflegestimmung, die aber keine eigenen Jungen haben, sich manchmal ersatzweise einer Gruppe von Wasserflöhen annehmen und diese versuchen zusammenzuhalten.

Sobald das Dottersackstadium aufgezehrt ist, können die Jungfische mit Artemia-Nauplien und Infusorien (vor allem kleinen Rädertierchen) gefüttert werden. Später kann man dann zu kleinen Hüpferlingen und Wasserflöhen als Futter übergehen.

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