Man kann heute davon ausgehen, dass die schaumnestbauenden Kampffische des Festlands die ursprünglichste Form des Fortpflanzungsverhaltens darstellen. Mit dem Ansteigen des Meeresspiegels und der zunehmenden Isolierung der Inseln mussten die dort siedelnden Kampffischarten zunehmend in kleineren Regenwaldbäche ausweichen und auch bis in den schnell fließenden Gebirgsbäche aufsteigen. Die Höhlenbrüter unter den Kampffischen stellen vermutlich ein Übergangsstadium zwischen den beiden Extremen Schaumnestbauer und Maulbrüter dar.

Die Beckeneinrichtung

Maulbrütende Labyrinthfische sind allgemein flexibler in ihrem Aufenthaltsort; sie bilden keine Reviere und streifen oft in kleinen Gruppen umher. Sie sind daher auch weniger aggressiv als die Schaumnestbauer. Auch ihre Männchen zeigen untereinander ein Imponierverhalten, aber ohne dass es zu echten Kämpfen und gegenseitigen Verletzungen kommt. Am besten pflegt man in einem Becken ein Männchen zusammen mit mehreren Weibchen.

Auch die maulbrütenden Labyrinthfische müssen ab und zu an die Wasseroberfläche, um nach Luft zu schnappen. Sie sind als Fließwasserbewohner aber auf ein sauberes, klares und strömendes Wasser angewiesen, daher gehört ein leistungsfähiger Außenfilter zur Standardausrüstung des Beckens.

Als Beckengrund wählt man einen dunklen Kies mittlerer Korngröße, aber auch einige kalkfreie Steine. Für eine biotopgerechte Bepflanzung kommen als Aufsitzerpflanzen auf Holzwurzeln und Steinen der Javafarn Microserum pteropus und im Hintergrund Stängelpflanzen wie Rotala macrandra, Limnophila aquatica und heterophylla, sowie der Breitblättrige Riesenwasserfreund Hygrophila corymbosa infrage.

In den Vordergrund kommen einige wenige Exemplare der rosettenbildenden Cryptocoryne wendtii, die wenig höher als 10cm wird und aus Fließgewässern Sri Lankas stammt. Der größte Teil des Vordergrundes sollte jedoch als Schwimmraum frei von Pflanzen bleiben.

Höhlen für Spitzschwanzmakropoden

Der Übergang vom Schaumnestbauer zum Höhlenbrüter lässt sich bei den Zwerg- und Spitzschwanzmakropoden der Gattung Parosphromenus und Pseudoprhomenus anschaulich studieren. Diese Labyrinthfische bilden zwar noch kleinere Schaumnester, die sie aber, damit die Gelege nicht von der Strömung fortgerissen werden, auf die Innenseite eines Höhlendaches kleben. Im Aquarium bieten man ihnen eine an der Seite aufgebrochene, leicht schräg stehende Kokosnusshälfte, die im Kies des Bodengrunds steht oder einen entsprechend vorbereiteter Blumentopf aus unglasiertem Ton.

Zwergguramis der Gattung Trichopsis stammen aus stark verkrauteten, kleineren stehenden Gewässern und Gräben. Sie brauchen ihre Gelege also nicht vor der Verdriftung mit der Wasserströmung schützen und kleben ihre kleinen Schaumnester einfach auf die Unterseite größerer Pflanzenblätter. Im Aquarium könnte man ihnen dazu eine größere, breitblätterige Wasserkelchart (Cryptocoryne affinis, Cryptocoryne pontederiifolia oder Cryptocoryne cordata) bieten.

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