Räumliche Tiefeneffekt durch die Leidener Straße

Der räumliche Tiefeneffekt wurde durch eine Pflanzenstraße, auch als Leidener Straße bekannt, erzielt. Dazu wurden die langsamer heranwachsenden Pflanzenarten – nach Größen geordnet – entlang einer Diagonale eingesetzt. Als weitere Dekorationselemente wurden erstmals auch Moorkienwurzeln in der Aquaristik eingesetzt. Der Panoramaeffekt wurde außerdem durch möglichst langgestreckte Aquarien erzielt, deren Außenverkleidung dem Stiel der Wohnungsmöbel in Farbe und Maserung soweit möglich angepasst wurde.

Künstliche Nährstoffversorgung

Da in einem derartig dicht bepflanzten Holländerbecken neben einer intensiven Beleuchtung vor allem eine ausreichende Konzentration an gelöstem Kohlendioxid Voraussetzung für eine optimale Photosynthese und Biomasseproduktion der Pflanzen ist, wurden mit der Etablierung der Holländerbecken in der Aquaristik auch die technische Voraussetzung für eine künstliche, wohl dosierte CO2-Dünung entwickelt.

Ursprung einer neuen Denkweise

Inzwischen sind solche Holländer Aquarien etwas aus der Mode gekommen und werden vor der jüngeren Aquarianergeneration zu Unrecht belächelt. Das Holländerbecken hat die Entwicklung der Aquaristik enorm voran gebracht, viele technische Neuerungen wurden eingeführt und auch das Bewusstsein für die Milieubedürfnisse nicht nur der Zierfische, sondern auch für die Aquarienpflanzen geschärft. Im Holländerbecken waren die Pflanzen nicht mehr nur dekoratives Beiwerk, sondern standen erstmals im wahrsten Sinne im Mittelpunkt.

Die in jüngster Zeit in Mode gekommenen Naturaquarien im Stil des Japaners Takashi Amano sind in gewisser Weise eine Fortsetzung solcher Holländer Aquarien. Auch hier steht das Bild einer möglichst harmonischen Unterwasserlandschaft – nach streng formal ästhetischen Gesichtspunkten gestaltet – im Vordergrund.

Auch die Biotopaquarien sind in gewisser Weise eine Weiterentwicklung der Holländeraquarien. Während im Holländerbecken der harmonische Gesamteindruck der Unterwasserpflanzenwelt im Vordergrund stand, versucht man bei einem Biotopaquarium einen bestimmten Gewässerausschnitt als Lebensraum möglichst authentisch und naturgetreu nachzugestalten, wobei dann ausschließlich Pflanzen, Fische und Tiere aus dem gleichen Verbreitungsgebiet und dem gleichen Gewässertyp verwendet werde sollten.

Aber auch das Holländer-Becken selbst ist noch nicht völlig aus der Mode gekommen, erfährt bei Pflanzenliebhabern sogar wieder eine Renaissance. Das liegt wohl auch daran, dass neben technischen Verbesserungen vor allem in Bezug auf eine pflanznegerechte Beleuchtung und Filterung auch das Angebot an Aquarienpflanzen sich in den letzten Jahren enorm erweitert hat. Namhafte Wasserpflanzengärtnereien bieten genaue Pflanzpläne und Kulturanleitung mit einem Komplettset aller vorgeschlagenen Pflanzenarten an. Damit gelingt auch Aquarienneulingen die Gestaltung eines abwechslungsreich bepflanzten Beckens. Und ein entscheidenden Vorteil hat das Holländer Aquarium: Hier kommt niemand auf die Idee, den Einstieg in die Aquaristik mit einem viel zu kleinen Becken zu beginnen.

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