Woher kommen die Schnecken?

Schnecken im Aquarium sind praktisch nicht zu vermeiden. Selbst wenn Sie nie welche in Ihr Becken gesetzt haben, werden Sie bald kleine Schnecken durch Ihre neu eingerichtete Unterwasserlandschaft kriechen sehen.

In der Regel kommen diese mit den Wasserpflanzen ins Aquarium. Dabei ist es unerheblich, ob Sie diese Pflanzen von Freunden beziehen oder aus dem Fachhandel gekauft haben, mit großer Wahrscheinlichkeit befanden sich am vorherigen Standort bereits Schnecken im Wasser.

Schnecke an Aquarienpflanze als Ursache der SchneckenplageFoto: The Whitesmith / shutterstock.com

Entweder die Tiere selber oder ihr Laich kleben dann an den Pflanzen und landen als blinde Passagiere im nächsten Aquarium.

Umgang mit neuen Pflanzen

Wässern Sie neue Pflanzen für einige Tage in einem separaten Behälter und sammeln Sie alle aufkommenden Schnecken ab.

Schnecken im Aquarium bekämpfen

Wenn sich die Schnecken für Ihren Geschmack bereits zu sehr ausgebreitet haben, gibt es mehrere Möglichkeiten, deren Bestand zu reduzieren.

Gute Taktiken, um Schnecken zu bekämpfen

  1. Absammeln
  2. Schneckenfalle
  3. Raubschnecken

1. Schnecken absammeln

Sie können jede Schnecke einzeln aus dem Aquarium pflücken. Das dauert aber lange.

2. Die Schneckenfalle

Besser ist es, die Tiere mit Futter oder einer Schneckenfalle anzulocken.

Dazu platzieren Sie mehrere Futtertabletten auf dem Boden oder in der Falle und warten. Nach einiger Zeit finden sich viele Schnecken auf einmal am Futterplatz ein und Sie können diese bequem entfernen.

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Manche Schneckenarten kriechen in der Dunkelheit die Scheiben hinauf. Am besten leuchten Sie ca. eine Stunde nachdem das Licht ausgegangen ist mit einer Taschenlampe zur Wasseroberfläche und suchen dort nach Schneckenansammlungen.

3. Raubschnecken (Schneckenkiller)

Raubschnecken der Art Anentome helena machen Jagd auf andere Schnecken und ernähren sich von diesen. Einerseits ist dies ein sehr eleganter und ökologischer Weg, anderen Schneckenarten Herr zu werden, andererseits taugt diese Lösung nicht für Menschen, die gänzlich auf Schnecken im Aquarium verzichten wollen.

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So auf keinen Fall!

Diese Schritte sollten Sie NICHT setzen:

  • Chemische Mittel
  • schneckenfressende Fische

Zwar finden sich im Handel Schneckengifte oder andere chemische Mittel, die der Schneckenplage den Kampf ansagen, doch Sie sollten tunlichst auf solche Zusätze verzichten.

Nicht nur die Chemikalien, sondern auch die Kadaver der verendeten Schnecken belasten das Wasser und können das biologische Gleichgewicht in Ihrem Becken sogar zum Kippen bringen.

Schneckenfressende Fische wie Schmerlen oder Kugelfische sollten Sie niemals nur als Mittel zum Zweck kaufen, sondern nur, wenn Sie diese Tiere langfristig und artgerecht pflegen wollen.

Bei manchen dieser Tiere müssen Sie nach Ausrotten der Schnecken im Stammbecken nämlich eine eigene Schneckenzucht in einem separaten Aquarium starten.

Wann müssen Schnecken bekämpft werden?

In einem gesunden Ausmaß gehören Schnecken in jedes Aquarium, da sie einen normalen und natürlichen Teil des Ökosystems unter Wasser darstellen. Nehmen die Zahlen aber überhand, sollten Sie gegen die Schneckenplage vorgehen.

Auch wenn Sie sich selber von der Vielzahl an Schnecken gestört fühlen, können Sie gegen die Schneckenplage vorgehen. Wann dieser Punkt erreicht ist, hängt stark von der Toleranzgrenze des jeweiligen Aquarianers ab.

Wann Schnecken im Aquarium bekämpfen?Foto: Shrimplake / shutterstock.com

Faustregel

Als Faustregel gilt, dass es im normalen Gesellschaftsbecken ohne Überbesatz oder Überfütterung eher selten zu ernstzunehmenden Schneckenplagen kommt.

Warum kommt es zu einer Schneckenplage?

Schnecken vermehren sich immer dann explosionsartig, wenn sie ein Überangebot an Nahrung vorfinden bzw. diese nicht schnell genug von anderen Beckenbewohnern bewältigt wird.

Schneckenplage bekämpfenFoto: You Touch Pix of EuToch / shutterstock.com

Sie haben die Möglichkeit, weniger zu füttern oder Fastentage einzulegen. Gesunde Fische halten locker einige Tage ohne Fütterung aus. Auch in der freien Natur finden sie nicht jeden Tag einen reich gedeckten Tisch.

Ein Umstieg auf Lebend- oder Frostfutter ist auch hilfreich, da diese Nahrungsquellen für Schnecken nicht so leicht zu erschließen sind wie Trockenfutter.

Futtertabletten

Füttern Sie Tabletten für Bodenfische nicht auf einmal, sondern über den Tag verteilt.

Garnelen sind gute Verwerter von Futterresten und stellen damit eine ernstzunehmende Konkurrenz für Schnecken dar. Wenn Garnelen zu Ihrem Besatz und zu Ihren Wasserwerten passen, sollten Sie über eine Anschaffung nachdenken.

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Typische Schneckenarten in der Einlaufphase


Posthorn- und Blasenschnecken

Häufig werden Sie in den ersten Tagen Bekanntschaft mit kleineren Posthornschnecken oder Blasenschnecken machen. Beide sind nur wenige Millimeter groß und werden daher beim Umsetzen der Pflanzen leicht übersehen.

Posthornschnecke in der Einlaufphase
Kleine Posthornschnecke
Foto: Shrimplake / shutterstock.com

Außerdem sind diese Arten sehr robust, kommen mit fast allen Wasserwerten und Temperaturen zurecht und überstehen auch mühelos den Anstieg des Nitritwerts in der Anfangszeit.

Turmdeckel- und Apfelschnecken

Seltener werden Sie auch Turmdeckelschnecken oder frischgeschlüpften Apfelschnecken begegnen. Turmdeckelschnecken sind nämlich nur selten auf Pflanzen zu finden und Apfelschnecken werden ausgewachsen sehr groß.

Turmdeckelschnecken im Bodengrund
Turmdeckelschnecke
Foto: Olga Chezhina / shutterstock.com

Positive Aspekte der Schnecken

Algenvernichter

Die bloße Anwesenheit von Schnecken ist noch kein Grund zur Sorge und geht nicht auf Haltungsfehler zurück.

Viele Aquarianer freuen sich sogar über Schnecken im Aquarium und kämen nicht auf die Idee, sie zu bekämpfen. Unermüdlich kriechen die Tiere durchs Becken und sind hervorragende Verwerter von Nahrungsresten und sonstigen organischen Abfällen. Auch Algen werden von manchen Schneckenarten gerne verspeist.

Umwälzung Bodengrund

Eine Sonderstellung nehmen Turmdeckelschnecken ein. Diese Schnecken mit spitzem Haus leben nämlich im Bodengrund und durchpflügen sowohl Sand als auch Kies.

Dabei wird der Mulm in tiefere Schichten eingebracht und das Wasser im Bodengrund umgewälzt. Beides kommt den dort wurzelnden Pflanzen zugute. Vielleicht können Sie sich aufgrund des hohen Nutzens zumindest mit dieser Schneckenart anfreunden.

Durch ihre versteckte Lebensweise bekommen Sie auch kaum etwas von ihrer Anwesenheit mit.

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