Was sind gute Barschpflanzen?

Immer wieder hört man, Pflanzen hätten in Barschbecken nichts verloren. Doch das ist so nicht ganz richtig. Doch was sind gute Barschpflanzen?

Einerseits gib es Barscharten, für die ein dicht bepflanztes Becken sogar ihrer natürlichen Umgebung entspricht. Andererseits sollte selbst in Becken mit ausgesprochenen Pflanzenfressern ein paar barschharte Pflanzen eingesetzt werde.

Lernen Sie, worauf Sie bei der Barschpflanzen-Wahl achten müssen, wenn Sie sich dazu entschieden haben, Barsche zu pflegen.

Welche Barscharten betrifft es und warum?

Ob ein Barsch Ihre Pflanzen zum Fressen gern hat, hängt im Wesentlichen von seinem Herkunftsgebiet ab.

Südamerikaner lassen Ihre Pflanzen in Ruhe

Die meisten Barsche, mit denen Aquarianer in ihrer Anfangszeit in Berührung kommen, sind Buntbarsche aus dem süd- oder mittelamerikanischen Raum. Denken Sie an Schmetterlingsbuntbarsche oder Purpurprachtbarsche.

Barschpflanzen im AquariumFoto: Mircea Costina / shutterstock.com

Diese Arten gehen NICHT an Ihre Bepflanzung, benötigen diese im Gegenteil sogar zwingend zur Strukturierung ihrer Reviere oder zur Eiablage.

Skalare und Diskus

Auch Skalare und Diskus sind südamerikanische Barsche, die keinen Hunger auf Ihre Pflanzen haben.

Das einzige, was bei südamerikanischen Barschen hinsichtlich Ihrer Pflanzen passieren kann ist eine mechanische Beschädigung bei ruppigen Revierkämpfen oder durch Umgraben des Bodens.

Vorsicht bei ostafrikanischen Arten!

Ganz anders verhält es sich mit Buntbarschen aus den ostafrikanischen Grabenseen, also aus dem Malawisee oder dem Tanganjikasee. Auch diese Tiere sind in der Aquaristik sehr beliebt, benötigen aber einen komplett anderen Aquarientyp.

Ostafrikanische Buntbarsche bevorzugen gut strukturierte Steinaufbauten, in denen sie ihre Reviere besetzen. Pflanzen sind da eher störend und sollten nur vereinzelt eingesetzt werden. Ganz fehlen sollten sie aber auch hier nicht, weil sie das Klima eines jeden Beckens verbessern.

Barschpflanze CryptocoryneFoto: rodimov / shutterstock.com

Die meisten Barsche aus Malawi- und Tanganjikasee sind Aufwuchsfresser, das bedeutet sie ernähren sich von Algen und anderen pflanzlichen Bestandteilen ihrer Umgebung. In ihrem natürlichen Lebensraum kommen kaum höhere Pflanzen vor.

Das hält sie aber dennoch nicht davon ab, diese sofort zu verspeisen, wenn sie mit ihnen konfrontiert werden. Nur besonders zähe Pflanzen mit ledrigen Blättern werden verschmäht. Genau diese sollten Sie für Ihr Barschbecken auswählen.

Wasserparameter

Beachten Sie, dass in einem Malawibecken kein intensives Licht wie in einem typischen Südamerikabecken installiert sein sollte. Auch das Wasser setzt den meisten Aquarienpflanzen extrem zu.

In den ostafrikanischen Grabenseen herrschen nämlich für viele Pflanzen lebensfeindliche Bedingungen vor. Hartes Wasser und pH-Werte von über 8 sind keine Seltenheit und sollten den Barschen zu Liebe auch im Aquarium umgesetzt werden.

Keine Düngung

Verzichten Sie im Barschaquarium auf Düngung, da die Pflanzen im dort herrschenden Milieu die zusätzlichen Nährstoffe ohnehin nicht gut verwerten können.

Javafarn hält auch Barschen standFoto: Joan Carles Juarez / shutterstock.com

Zum Glück sind die hier vorgestellten Arten so robust, dass sie mit diesen widrigen Bedingungen zurechtkommen. Ideal sind sie für Wasserpflanzen aber dennoch nicht, weswegen Sie nicht mit rasantem Wachstum rechnen dürfen.

Barschfeste Pflanzen im Porträt

Die Pflanzenauswahl für Ihr Malawi- oder Tanganjikabecken ist wesentlich kleiner als für einen südostasiatischen oder südamerikanischen Unterwasserdschungel. Dennoch gibt es einige Pflanzen, aus denen Sie als Barschpflanzen wählen können.

Speerblätter

Speerblätter der Gattung Anubias sind vermutlich der Klassiker in Barschaquarien schlechthin. Die Blätter dieser Pflanzen sind so robust, dass sie von den Barschen nicht angerührt werden.

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Außerdem können Speerblätter als Barschpflanzen auch über die Wasseroberfläche hinausragen, was Sie gerade bei der Gestaltung offener Becken berücksichtigen können.

Es gibt eine große Auswahl an Anubias Arten im Angebot. Wählen Sie diese nach Beckengröße und Ihrem eigenen Geschmack aus.

Achten Sie nur darauf, dass die Pflanzen nicht in den Boden eingesetzt werden, sondern an den Steinaufbauten festgebunden werden sollten, wo sie im Laufe der Zeit festwachsen.

Javafarn

Javafarn ist ein wahrer Allrounder in der Aquaristik, der mit praktisch jedem Beckentyp und allen Wasserbedingungen zurechtkommt, somit auch als Barschpflanze.

Auch der Javafarn möchte gerne an Dekorationsgegenständen festgebunden werden, wo er mit seinem Rhizom anwächst. Triebspitzen und junge Blätter werden manchmal von den Barschen angefressen. Das macht der Javafarn aber mit seiner Wuchsgeschwindigkeit wieder wett.

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Wasserkelche

In der Aquaristik sind viele Arten der Gattung Cryptocoryne erhältlich. Für das Barschbecken sollten Sie sich an größere Arten halten, da die kleineren mit ihren weichen Blättern eher gefressen werden.

Wasserkelche setzt man in den Bodengrund und versorgt sie über ihre Wurzeln mit Düngekugeln.

Schwertpflanzen

Pflanzen der Gattung Echinodorus eigenen sich bedingt für das Barschaquarium. Auch hier findet sich eine Vielzahl an Arten, wobei manche eher gefressen werden als andere.

Probieren Sie aus, welche Kombination an Barschen und Schwertpflanzen für Sie funktionieren. Lohnen tut es sich allemal, da eine prächtige Schwertpflanze in jedem Aquarium einen Blickfang stellt.

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Vallisnerien

Ähnlich wie Javafarn sind Vallisnerien bekannt dafür, fast alle Bedingungen wegzustecken. Im Barschaquarium bieten sie sich als Hintergrundpflanzen an, wo sie mit ihren langen Blättern den Eindruck eines Waldes vermitteln können.

Zwar knabbern Barsche ab und zu an den Blättern, doch das macht den Vallisnerien in der Regel wenig aus.

Hakenlilie

Die Dauerwellen-Hakenlilie Crinum calamistratum besticht nicht nur durch ein exotisches Aussehen, sie wird auch von Barschen nicht als Futterpflanze angenommen.

Achten Sie darauf, dass die Hakenlilie ein wenig mehr Licht bekommt und dass ca. die Hälfte ihrer Zwiebel aus dem Bodengrund ragen sollte.

Ungeeignet für das Barschaquarium

Von allen anderen handelsüblichen Aquarienpflanzen sollten Sie die Finger lassen, da Sie damit in erster Linie teures Pflanzenfutter für Ihre Barsche kaufen.

Langfristig haben solche Pflanzen keine Überlebenschance neben Barschen aus dem Malawi- oder Tanganjikasee.

Dazu gehören praktisch alle Stängelpflanzen, Moose, Schwimmpflanzen, Tigerlotus und die eigentlich aus Grünalgen bestehenden Mooskugeln.

Javamoos als Versteck für Garnelen und FischeFoto: IvanaStevanoski / shutterstock.com

Barsche graben gerne

Zu guter Letzt sollte noch erwähnte werden, dass Barsche oft ruppig miteinander und mit ihrer Umgebung umgehen. Andere, wie der Schneckenbuntbarsch, graben nach Herzenslust. Sie sollten daher Vorkehrungen treffen, damit Sie lange Freude an Ihrer Pflanzenpracht haben.

Binden Sie Aufsitzerpflanzen wie Speerblätter und Javafarn gut fest. Sind diese erst einmal festgewachsen, können ihnen auch die Raufereien streitwütiger Barsche nichts mehr anhaben.

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Pflanzen, die im Boden verwurzelt sind, sollten Sie entweder mit Topf einsetzen oder mit Steinen beschweren. Oft hilft für die Phase des Anwachsens ein Ring an größeren Steinen, den man um die Pflanze auf den Boden legt. Ist die Pflanze fest verwurzelt, können Sie diese meist wieder entfernen.

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