Afrikanische Killifische Arten – Alle Fische im Überblick

Afrikanische Killifische sind im Zoofachhandel entweder gar nicht zu finden oder fristen dort ein Schattendasein. Als heikel und schwer zu vermehren gilt diese stiefmütterlich behandelte Fischgruppe in der Süßwasseraquaristik.

Wer sich aber die Zeit nimmt, ein ideal abgestimmtes Artaquarium einzurichten, der wird mit prächtigen Farben und einem spannenden Sozialverhalten belohnt.

Fische Finder

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Aquarium für Killifische einrichten

In der Natur sind viele Afrikanische Killifische dafür bekannt, während der Regenzeit die kleinsten Pfützen zu bewohnen. Dieser Umstand macht sie in der Aquaristik zu dankbaren Pfleglingen, denn auch hier geben sie sich mit Kleinaquarien zufrieden.

Aquarium für Killifische einrichtenFoto: Karel Zahradka / shutterstock.com

Aquariengröße

Nicht nur das, in zu großen Aquarien fühlen sich Afrikanische Killifische mitunter sogar verloren. Der in der Aquaristik sonst fast immer anzuwendende Grundsatz „je größer, desto besser“ gilt vor allem bei Killifischen nicht.

Tipp

Zur Zucht können Sie die Tiere in kleinsten Nanoaquarien ansetzen. Für die dauerhafte Haltung sollten es aber mindestens 50 Liter sein.

Gute Abdeckung für Afrikanische Killifische

Afrikanische Killifische sind gute Springer. Das ist auch notwendig, da die Tiere bei drohender Austrocknung in der Lage sein müssen, von Pfütze zu Pfütze zu gelangen. Da Killifische aber selbst in Aquarienhaltung zum Springen neigen, sollten Sie sich um eine lückenlose Abdeckung bemühen. Die Tiere sind klein und passen selbst durch die engsten Ritzen.

Wassertemperatur

Machen Sie sich bitte im Vorhinein darüber schlau, welchen Temperaturbereich der von Ihnen gewünschte Killifisch bevorzugt. Tiere, die Temperaturen um 23°C mögen, benötigen in der Regel keinen Heizstab im Becken.

Fundulopanchax WassertemperaturFoto: Karel Zahradka / shutterstock.com

Manche Spezialisten benötigen aber zwingend Temperaturen von bis zu 30°C. Dann kommen Sie ohne Heizung nicht mehr aus.

Filter

Die meisten Afrikanische Killifische kommen aus stehenden bzw. nur langsam fließenden Gewässern. Sie eignen sich daher vorzüglich für techniklose Becken, in denen Sie gänzlich auf einen Filter verzichten. Als Alternative bietet sich ein per Luftheber betriebener Mattenfilter an, vor dem auch Jungfische sicher sind.

Tipp

Filterlose Becken funktionieren nur bei extremem Unterbesatz bzw. bei Artbecken kleiner Fische mit wenig Grundumsatz.

Aquariumeinrichtung

Besonders für ostafrikanische Killifische sollte das Aquarium möglichst dunkel gehalten sein, das bedeutet dunkler Bodengrund, nicht zu grelles Licht, eine Schwimmpflanzendecke und mit Erlenzäpfchen eingefärbtes Wasser.

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Gleichzeitig bevorzugen die Tiere aber ein Pflanzendickicht. Greifen Sie daher zu Pflanzen, die mit wenig Licht auskommen, wie es bei diversen Moosen oder Wasserkelchen der Fall ist. Wurzeln verstärken den Verdunkelungseffekt zusätzlich.

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Artgerechte Haltung von Killifische

Afrikanische Killifische vergesellschaften

Für klassische Gesellschaftsaquarien sind Killifische nur bedingt geeignet. Diese oftmals hellen Becken mit viel Schwimmraum und lebhaften Fischen sind genau das Gegenteil der bevorzugten Bedingungen vieler Killifische.

Nur größere, robuste Arten, wie jene der Gattung Epiplatys können sich in Gesellschaftsbecken behaupten.

Ringelhechtling - epiplatys annulatusFoto: boban_nz / shutterstock.com

Im Idealfall richten Sie für Ihre Killis ein Artaquarium ein. Eine Vergesellschaftung mit Fischen, die ähnliche Bedingungen bevorzugen und ein ruhiges Gemüt an den Tag legen, ist aber möglich. Dazu gehören friedliche Welse, kleine Salmler und andere Killifische aus einem ähnlichen Habitat. Meistens scheitert eine Vergesellschaftung aber ohnehin allein an der begrenzten Aquariengröße.

Charakter und Eigenheiten

Bei Killifischen hat sich Haremshaltung von mehreren Weibchen auf ein Männchen bewährt. Zwar zeigen die Männchen untereinander ein spektakuläres Imponier- und Kampfverhalten, mehr als ein männliches Tier sollten Sie aber nur in entsprechend großen und gut strukturierten Becken halten. Sonst laugt der Stress die Tiere zu sehr aus.

Killifische Vergesellschaftung und GruppenFoto: Pavaphon Supanantananont / shutterstock.com

Über die bevorzugte Beckenregion lässt sich keine für die gesamte Gruppe allgemeingültige Aussage treffen. Manche Killifische „kleben“ geradezu an der Wasseroberfläche und lauern dort auf Beute, während andere lieber die Bodenregionen bevorzugen. Zum Springen neigen aber alle Arten gleichermaßen.

Lieblingsfutter und gesunde Ernährung

Generell können Sie alle gängigen Futtersorten auch an Ihre Killifische verfüttern. Besonders exotische oder seltene Arten fressen aber ausschließlich Lebendfutter.

Je nach Fischgröße können das Artemianauplien, Mückenlarven oder sogar kleinere Jungfische anderer Arten sein.

In der freien Natur ernähren sich Killifische auch von Würmern, Garnelen, Kaulquappen oder Anfluginsekten. Spätestens wenn Sie Ihre Tiere vermehren wollen, kommen Sie um Lebendfutter nicht herum.

Unser Tipp

Am besten legen Sie sich zu Hause einen ständigen Nachschub an Lebendfutter zu, in Form einer Artemiazucht oder einer Mikrowürmchenkolonie.

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Zucht und Vermehrung

Bei der Zucht muss klar zwischen westafrikanischen und ostafrikanischen Arten unterschieden werden.

Westafrikanische Killifische

Westafrikanische Killifische, zu denen diverse Hechtlinge oder die Gattung Aphyosemion gehören, sind entweder Frei- oder Haftlaicher. In einem gut eingerichteten Artbecken mit dichter Bepflanzung und vielen Verstecken kommen bei diesen Arten immer wieder einzelne Jungfische hoch.

Kühle Temperaturen

Bei den meisten Killifischen klappt die Zucht am besten bei kühleren Temperaturen, nach Wasserwechsel und bei der Fütterung mit Lebendfutter.

Ostafrikanische Killifische

Ganz anders verhält es sich bei ostafrikanischen Arten, wie zum Beispiel der beliebten Gattung Nothobranchius. Diese Tiere gelten als annuelle Fische, die innerhalb weniger Monate geschlechtsfrei werden, um rechtzeitig vor dem Austrocknen ihrer Pfütze zur Fortpflanzung schreiten zu können. Auch im Aquarium werden diese Arten selten älter.

Wollen Sie solch annuelle Arten halten, ist die Zucht geradezu Pflicht, da Sie sonst nicht lange Freude an Ihren Fischen haben.

Diese Killifische benötigen eine bis zu 10 cm hohe Torfschicht, in die sie tief hineintauchen und ihre Eier ablegen. Bei vielen Arten ist ein Austrocknen dieser Eier für einen erfolgreichen Schlupf zwingend notwendig.

Was nun aufwendig klingt, macht die Verbreitung unter Liebhabern besonders einfach. Getrocknete Dauereier werden auf Börsen verkauft oder sogar per Post in der ganzen Welt verschickt. Nach einem Aufguss mit Wasser einige Monate später schlüpfen die Jungtiere dann oft binnen weniger Stunden.

Häufige Fragen zu Afrikanischen Killifischen

1. Wie alt werden Afrikanische Killifische?

Hartnäckig hält sich das Gerücht, alle Killifische sterben nach spätestens einem Jahr. Dies trifft aber nur auf die annuellen Arten Ostafrikas zu und selbst diese können unter idealen Bedingungen deutlich älter als ein Jahr werden.

Westafrikanische Arten der Gattungen Epiplatys oder Aphyosemion können hingegen ein Alter von bis zu fünf Jahren erreichen.

2. Welche Killifische eignen sich für den Anfänger?

Einer der prächtigsten Killifische überhaupt eignet sich zum Glück bereits für die Haltung von Anfängern gut. Der Ringelhechtling ist ein wunderschönes aquaristisches Kleinod, der im Artaquarium und bei Haremshaltung mehrere Jahre alt werden kann.

Foto: Karel Zahradka / shutterstock.com

Die ebenfalls wunderschönen Aphyosemion australe und Fundulopanchax gardneri sind regelmäßig im Zoofachhandel zu finden und richten sich auch eher an Einsteiger in die Killifischhaltung.

3. Woher kommen Afrikanische Killifische?

In der freien Natur finden sich afrikanische Killifische besonders in kleinen Bächen oder in Überschwemmungsgebieten, die zeitweise austrocknen. In diesen Gegenden haben die Tiere oft extreme Bedingungen zu ertragen und müssen daher für große Schwankungen in Temperatur und Wasserwerten gerüstet sein.

Auch ein Überwinden von kurzen Strecken an Land ist mit ihrer Sprungkraft für viele Killifische kein Problem.

Familie der Prachtkärpflinge Nothobranchiidae

Aphysemion, das heißt wörtlich übersetzt kleiner Fisch mit Fahne. Die Prachtkärpflinge dieser Gattung sind im tropischen Westafrika verbreitet.

Die zahlreichen Arten, Unterarten, geographischen Rassen, Formenkreise und Standortvarietäten bereiten den Systematikern unter den Fischspezialisten immer wieder Kopfzerbrechen und führen zu zahlreichen Umbenennungen und Ausgliederungen in eigene Gattungen.

Das macht es selbst erfahrenen Killifisch-Spezialisten nicht immer leicht, die von ihnen gepflegten Aphyosemion-Arten sicher einzuordnen. Hinzu kommt, dass sich die Weibchen, die wesentlich schlichter gefärbt sind als die Männchen, untereinander sehr ähneln.

Gattung Aphyosemion

Im Allgemeinen haben die Aphyosemion-Arten einen schlanken Körperbau, der dem hechtähnlichen Typus nahekommt. Dazu trägt die leicht abgeflachte Stirn und das breite, nachoben gerichtete Maul bei.

Die Männchen haben farbenprächtige, teilweise spitz ausgezogene Flossen. Die Flossen der Weibchen sind meist weniger bunt und haben eine abgerundete Form.

Trotz des oberständigen Maules sind die Aphyosemion keine ausgesprochenen Oberflächenfische. Sie halten sich genauso regelmäßig in der Mitte oder dicht über dem Gewässerboden auf.

Ohnehin haben die von Aphysemion-Arten besiedelten, seichten Gewässer keine stabilen horizontalen Zonen. Die Aphysemion kommen in den unterschiedlichsten Kleingewässern vor, die, je nach Saison, ganz verschiedene Wasserverhältnisse und Temperaturen aufweisen.

Vielen dieser Kleingewässer gemeinsam ist jedoch, dass sie außerhalb der Regenzeiten austrocknen. Aphysosemion-Arten haben ihren Entwicklungszyklus solchen temporären Gewässern angepasst.

Viele Prachtkärpflinge sind ausgesprochene Saisonfische, die rasch aufwachsen, die Geschlechtsreife erreichen, sich fortpflanzen und kurze Zeit darauf eingehen.

Ihre Eier können lange Trockenperioden im feuchten Schlamm überdauern, um dann kurz nach dem ersten Regenguss zu schlüpfen.

Je nach Gewässertyp kann man zwischen Haftlaichern und Bodenlaichern unterscheiden.

Die Weibchen der Haftlaicher legen ihre Eier an und zwischen feinfiedrige Wasserpflanzen ab. Die Eier blieben daran mit ihren kurzen Klebefäden haften. Die Embryonen dieser Gelege entwickeln sich relativ rasch und schlüpfen in wenigen Wochen.

Bodenlaicher legen die Eier dagegen am Bodengrund ab. Im Aquarium bietet man ihnen dazu z.B. langfaserigen Torf. Nach der Eiablage werden die Gelege zusammen mit dem Laichsubstrat leicht entwässert und können dann über viele Monate im feuchten Torf aufbewahrt werden.

Ist die Embryonalentwicklung abgeschlossen, dann schlüpft der Nachwuchs nach einem kühlen Wasseraufguss innerhalb weniger Stunden. Zwischen diesen beiden Extremen gibt es Arten, deren Embryonen sich sowohl ohne Ruhepause im Wasser, als auch im sogenannten Trockenansatz in einem feuchten Substrat entwickeln können.

Gattung Diapteron

Zur Gattung der Diapteron gehören 4 bis 5, nur wenige cm große Killifisch-Arten, die eng begrenzte Verbreitungsgebiete im Kongo und in Gabun haben. Von ihnen sind jedoch nur 2 in der Aquaristik von Bedeutung.

Diapteron-Arten lassen sich morphologisch von den Aphyosemion-Arten an der Stellung der Flossen unterscheiden. Bei den Diapteron-Arten liegen Rücken- und Afterflosse etwa auf gleicher Höhe.

Die Männchen sind intensiv blau und rot gefärbt und haben auf der Schwanz- und der Afterflosse orange gefärbte Streifen. Die Weibchen sind dagegen relativ schlicht gefärbt.

Sie sind nicht-annuelle Haftlaicher. Die Pflege und die Zucht gelten als schwierig. Die Jungfische neigen zu Kannibalismus und müssen rechtzeitig nach Größenklassen getrennt werden.

Gattung Callopanchax

Die Fische der Gattung Callopanchax werden im Deutschen ebenfalls Prachkärpflinge genannt, was zu Verwechslungen mit den Prachtkärpflingen der Gattung Aphyosemion führen kann.

Diese Killifsche kommen in den Küstenregionen von Sierra Leone, Guinea oder Liberia vor. Sie besiedeln dabei vor allem kleinere Gewässer und Sümpfe, die außerhalb der Regenzeit regelmäßig trockenfallen.

Als Saisonfische sind sie an diese extremen Lebensbedingungen optimal angepasst.

Die Weibchen sind Bodenlaicher. Die Eier können im feuchten Schlamm meist einige Monate überdauern, bis erneut Regen fällt. Dann schlüpfen die Jungfische innerhalb weniger Stunden und sind bereits nach kaum mehr als 2 Monaten geschlechtsreif.

Entsprechend kurz ist ihr Lebensalter in freier Wildbahn. Im Aquarium, also bei ausdauerndem Wasserstand, können sie allerdings bis zu 2 Jahre alt werden.

Bisher sind 5 Callopanchax-Arten bekannt. Nur drei von ihnen sind auch aquaristisch von Bedeutung und in der Tabelle aufgeführt. Der Callopanchax monroviae, der Callopanchax occidentalis und der Callopanchax toddi.

Gattung Epiplatys

Epiplatys, das bedeutet „oben flach“ und weist auf die gerade Kopf-Rücklinie mit dem oberständigen Maul hin, die diese Hechtlinge, als ausgesprochene Oberflächenfische, ausweisen.

Die Epiplatys lauern meist im Schutz von Schwimmpflanzen oder im Schatten der Uferböschung auf Anflugnahrung und andere Beute, die auf die Wasseroberfläche fällt oder sich dicht darunter aufhält. Das sind z.B. Mückenlarven, die mit ihrem Atemrohr kopfunter an der Wasserfläche hängen.

Die Hechtlinge sind vor allem im Westen Afrikas von Senegal bis Nordangola im Süden und östlich bis zum Südsudan verbreitet. Sie besiedeln Bäche und andere Kleingewässer des Regenwaldes und auch in der offenen Savanne.

Wie bei Killifischen üblich, sind auch bei diesen Hechtlingen die Geschlechter stark differenziert. Die Weibchen sind in der Regel kleiner und unscheinbarer gefärbt, als die Männchen.

Die Weibchen sind Haftlaicher und heften jeweils nur einige wenige Eier pro Tag an feinfiedrige Wasserpflanzen, wie z.B. das Javamoos.

Die Embryonalentwicklung im Ei dauert rund 2 Wochen. Nach mehr oder weniger als einem halben Jahr sind die Fische bereits geschlechtsreif. Im Aquarium liegt die Lebensdauer bei 1 bis 2 Jahren.

Gattung Fundulopanchax

Die Vertreter der Gattung Fundalopanchax sind eng mit den Aphyosemion-Arten verwandt. Sie wurden aus der Gattung Aphyosemion ausgegliedert und sind in der älteren Aquarienliteratur noch unter dem alten Gattungsnamen aufgeführt.

Das Verbreitungsgebiet liegt im tropischen Westafrika.

Gattung Nothobranchius

Die Prachtgrundkärpflinge der Gattung Nothobrachius sind im Gegensatz zu den westafrikanischen Aphyosemion- und Diapteron-Arten in Zentral- und vor allem Ostafrika verbreitet.

Die Gewässer dieser Savannengebiete sind einem jahreszeitlichen Wechsel von Regen- und Trockenzeiten ausgesetzt. Daran sind diese annuellen Saisonfische hervorragend angepasst.

Sie sind Bodenlaicher, deren Eier über viele Monate im Dauerzustand im noch feuchten Bodenschlamm der ausgetrockneten Gewässer ausharren können, bis die Brut nach den ersten heftigen Regenfällen innerhalb weniger Stunden schlüpft.

Die Notobranchiud-Arten müssen allerdings mit extremen Unterschieden in den Wassertemperaturen, die von 0 bis 40°C reichen können, zurechtkommen.

Luft-Nothobranchius-Arten haben im Vergleich zu anderen Killifischen eine deutlich gerundetere Körperform, die Männchen wirken sogar etwas bullig. Die Männchen aller Nothobranchius-Arten sind sehr farbenprächtig, während die Weibchen schlicht und unauffällig gefärbt sind.

Als Laichsubstrat wird in der Regel faseriger Torf gewählt. Nach der Eiablage wird der Torf herausgenommen, etwas entwässert und dann in halb-feuchtem Zustand aufbewahrt,bis die Embryonalentwicklung im Ei abgeschlossen ist. Das kann je nach Art zwischen 2 und 6 Monate dauern. Danach wird das Laichsubstrat mit kühlem Wasser aufgegossen und der Nachwuchs schlüpft nach wenigen Stunden.

Die Jungfische wachsen sehr schnell heran und sind bereits nach wenigen Wochen geschlechtsreif. Die Haltung und die Zucht der Nothobranchius unter Aquarienbedingungen gelten als unproblematisch und einfach.

Familie der Aplocheilidae

Gattung Pachypanchax

Die Afrikanischen Killifische haben mit der Gattung Aplocheilus ihren Verbreitungsschwerpunkt in Asien. Lediglich die Gattung Pachypanchax ist mit mehreren Arten vor den Küsten Südostafrikas, auf Madagaskar und mit einer Art auf den Seychellen vertreten.

Der Tüpfel-Hechtling Pachypanchax playfairii kommt in den Fließgewässern und nur während der Regenzeit in wasserführenden Sumpflöchern der Zentralen Seychellen-Inseln vor.

Auf Sansibar wurde die Art ausgesetzt und ist dort inzwischen ebenfalls weit verbreitet. Von den madagassischen Arten ist lediglich der Madagaskar –Hechtling Pachypanchax omalonotus aquaristisch von Bedeutung.

Diese Hechtlinge sine Haftlaicher. Die Weibchen legen die Eier an Wasserpflanzen ab. Die Eientwicklung ist bereits nach rund 2 Wochen abgeschlossen.

Leuchtaugenfische

Die Leuchtaugenfische Afrikas gehören zur Unterfamilie Procatopodinae mit mehr als 80 Arten aus 8 Gattungen. Sie sind sowohl im tropischen, als auch im subtropischen Afrika verbreitet.

Es handelt sich in der Mehrzahl um Schwarmfische, die dicht unter der Wasseroberfläche auf Nahrungssuche gehen. Während die adulten Leuchtaugenfische vorwiegend in der Freiwasserzone umherziehen, halten sich die Jungfische eher in ruhigen, geschützten Buchten versteckt.

Kennzeichnend für alle Arten ist ihre leuchtende oder irisierende Iris. Es ist anzunehmen, dass sie sich im trüben Wasser daran erkennen und zusammenhalten, denn der übrige Körper ist relativ farblos.

Lediglich der Tanganjikaleuchtaugenfisch bildet da eine Ausnahme. Die meisten Arten gehören zur Gattung Aplocheilichthys.

In der Aquaristik führen die Leuchtaugenfische im Vergleich zu den eigentlichen Killifischen eher ein Schattendasein, da sie nicht sehr farbenprächtig sind und obendrein noch schwierig zu pflegen und zu züchten sind.

Gattung Aplocheilichthys

Diese Gattung umfasst mit ca. 50 Arten die Leuchtaugenfische im engeren Sinne. Sie sind je nach Art in West-, Zentral-, Südost-Afrika oder im Nilgebiet verbreitet. Es handelt sich um relativ kleine Arten, deren Flanken bei schräg einfallendem Licht metallisch irisierend sind.

Auffallend ist die hell leuchtende Iris der Augen. Meist bleiben der Körper und die Flossen durchsichtig oder sind höchstens leicht pastellfarben gefärbt. Es handelt sich um schlanke Fische mit abgerundeten Flossen.

Gattung Lamprichthys

Der Tanganjika-Leuchtaugenfisch ist der einzige Vertreter der Gattung Lamprichthys. Er lebt in Schwärmen in der Freiwasserzone des Tanganjikasees, laicht aber an der Felsküste ab.

Die Weibchen drücken die Eier in Risse und Spalten zwischen die Felsen. Die Brut schlüpft nach 3 bis 6 Wochen und kann im Aquarium relativ leicht aufgezogen werden.

Ein Salzzusatz im Aquarium fördert die Widerstandskraft und Farbenpracht der Fische.

Gattung Micropanchax

Die Leuchtaugenfische der Gattung Micropanchax gehören, zusammen mit dem Tanganjika-Leuchtaugenfisch Lamprichtys tanganicanus und einigen anderen kleineren Gattungen, zur Unterfamilie der Procatopodinae.

Zur Gattung Micropanchax zählen 9 Arten, von denen der Blaue Leuchtaugenfisch Micropanchax macrophthalmus am häufigsten im Aquarium gehalten wird.

Die Populationen können je nach Fundort ganz unterschiedlich gefärbt werden. Manche Stämme werden daher auch eher als Roter Leuchtaugenfisch bezeichnet.

Gattung Poropanchax

Diese Gattung der afrikanischen Leuchtaugenfische umfasst 6 Arten, von denen der im Weißen Nil lebende Poropanchax normani am weitesten verbreitet ist und am meisten auch im Aquarium gepflegt wird.

Die Poropanchax-Arten sind, bis auf die leuchtenden Augen, relativ farblos. Die Männchen unterscheiden sich von den Weibchen vor allem durch die längeren Flossen.

Die Weibchen des Poropanchax normani sind Haftlaicher, die die Eier im Aquarium an Javamoos oder anderen feinfiedrigen Wasserpflanzen ablegen.

Weitere interessante Informationen

Die Verwandtschaftsverhältnisse zwischen den einzelnen Gattungen sind immer noch nicht restlos geklärt.

Man nimmt heutzutage aber allgemein an, dass die Ahpyosemion und die Fudlopanchax eng mit miteinander verwandt sind und mit den Nothobranchius einen gemeinsamen Ast im Stammbaum der westafrikanischen Killifische bilden, während die Callopanchax und die Epiplatys den anderen Zweig darstellen.

Seit Ende der 1990-ziger Jahre werden die Afrikanischen Killifische auch molekulargenetisch untersucht, womit die leidige Namensdiskussion und die Umbenennung und Ausgliederung einzelner Gattungen endlich ein Ende finden dürfte.

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